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Der Dackel

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Alternative Namen: Dachshund, Teckel
  • Fellfarben: Loh- und Saufarben, Grau, Braun, Gold, Rot oder Schwarz, mehrfarbig und gestromt möglich
  • Lebenserwartung: bis 15 Jahre
  • Gewicht: Oberste Grenze für beide Geschlechter 9 kg
  • Widerristhöhe: Beide Geschlechter 20-26 cm
  • Besonderheiten: Varietäten Kurzhaar, Rauhaar, Langhaar, Kaninchenteckel, Zwergdackel
  • FCI-Standards: Jagdhund über und unter der Erde, FCI-Gruppe 4 Dachshunde mit Arbeitsprüfung
 

Der Dackel, auch Teckel oder Dachshund genannt, ist ein deutsches Original. Dabei ist diese Rasse über die Grenzen hinaus auch in der Schweiz und Österreich sehr beliebt. In der ganzen Welt finden sich mittlerweile Fans dieses kleinen, krummbeinigen und sehr temperamentvollen Hundes. Der Dackel wurde ursprünglich zur Jagd unter der Erde eingesetzt, und diese Vergangenheit kennzeichnet auch den heutigen Dackel in seinem Verhalten. Mutig, keck und selbstbewusst scheut er keine Gefahren. Viele Dackelhalter haben sich oft die Frage gestellt, ob man diese Hunderasse auch erziehen kann. Das deutet daraufhin, dass man Dackel niemals unterschätzen sollte. So kompakt diese Hunde auch sind, wer sich einen Dackel anschafft, sollte wissen, was auf ihn zukommen kann.

Passt ein Dackel zu mir und meiner Familie?

Dackel sind allgemein lebhafte Tiere. Sie neigen zur Sturheit und treffen als Jagdhunde durchaus ihre eigenen Entscheidungen. Von Natur sind sie nicht aggressiv, sondern haben ein sehr ausgeglichenes Wesen. Sie schließen sich einer Familie an und geben auch für Kinder fröhliche Spielkameraden ab. Auf der anderen Seite stehen der ausgeprägte Jagdtrieb und die Intelligenz dieses kleinen Hundes, der sich häufig wie ein wirklich großer Hund aufführt. Dackel sind wachsam und schlagen bei Fremden an. Sie sind revierbetonte Hunde. Sie lernen gern und gut, wenn sie liebevoll konsequent erzogen werden. Hundeerfahrene Menschen kommen deshalb mit einem Dackel besser zurecht als Halter, die noch nie mit einem Hund zu tun hatten.

So klein wie der Dackel ist, kann er sich mit seiner Sturheit und seinem Temperament durchaus zu einem Haustyrannen entwickeln, wenn er unerzogen bleibt. Das ist dann der Typ Dackel, der sich in fremde Hosenbeine verbeißt und das Hühnchen vom Tisch holt. Auch benötigt er Zeit für ausgedehnte Spaziergänge und vor allem Beschäftigung wie Fährtensuchen, Spielen, Schwimmen und dem Nachstellen von Mäusen vor ihren Löchern. Viele Dackel bleiben ungern lange Stunden allein zu Hause. Außerdem ist dieser Hund kein Zwingerhund, was selbstverständlich sein dürfte. Besonders geeignet ist er für Jäger- und Försterhaushalte. Wer ihn als reinen Familienhund hält, sollte die Bedürfnisse nach Abenteuern, die dieser kleine Kerl einfach in sich hat, befriedigen können.

Ein weiterer Punkt sollte nicht unberücksichtigt bleiben: Obwohl viele Dackel recht alt werden, ist ihr Körperbau nicht unbedingt eine "gesunde Züchtung". Der lange Rücken ist seine Achillesferse. Die gefürchtete Dackellähme ist eine Gefahr. Besonders das junge Tier bis zu einem Jahr muss rückenschonend gehalten werden, sollte also nicht Treppenstufen und Sprüngen ausgesetzt werden. Seine krummen Beinchen erlauben durchaus lange Spaziergänge, aber wer mit dem Dackel und dem Fahrrad unterwegs ist, sollte ihn eher früh an ein Körbchen gewöhnen.

Haltung und Pflege des Dackels

Je nach Varietät erfordert die Fellpflege etwas Aufmerksamkeit. Besonders pflegeleicht ist dabei allgemein der Kurzhaardackel mit seinem eng anliegenden, kurzen und glatten Fell ohne Unterwolle. Rauhaardackel müssen unter Umständen getrimmt werden und der Langhaardackel sollte täglich gebürstet werden. Zecken können bei den kurzbeinigen Gesellen zum echten Problem werden, denn sie stromern gern über Wiesen und durch das Unterholz. Entsprechender Schutz gegen die Lästlinge sollte sich der Dackelhalter zur regelmäßigen Aufgabe machen, will er nicht den Bauch seines Hundes ständig von vielen Zecken befreien müssen.

Auch die Schlappohren sollten regemäßig schonend gereinigt und gepflegt werden. Grannen, die in die Pfoten der Tiere eindringen, wenn der Hund durch Gräser und Naturgetreide stapft, stellen eine gewisse Gefahr dar, weil sie in der Haut eitrige Entzündungen hervorrufen. Wie bereits angedeutet, ist der Rücken des Dackels sehr empfindlich. Der Bandscheibenvorfall - als Teckel- oder Dackellähme bezeichnet - ist bei dieser Rasse aufgrund ihrer Anatomie eine häufige Erscheinung. Bestimmte Faktoren steigern die Gefahr wie Überforderung im Welpenalter und Übergewicht. Manche Dackel neigen erblich bedingt an einer Überempfindlichkeit gegen Narkose- und andere Arzneimittel, deshalb sollte man immer sehr vorsichtig mit entsprechenden Gaben umgehen.

Rassetypisch sind auch Epilepsie, eine Neigung zur Harnsteinbildung, bestimmte Augen- und Hauterkrankungen sowie das sogenannte Cushing-Syndrom. Wer einen Dackel hält, sollte sich dementsprechend bewusst sein, dass es sich um ein hochentwickeltes Zuchttier handelt, das mögliche gesundheitliche Schwächen aufweisen kann. Er muss mit Tierarztkosten rechnen und der Gesundheit seines Dackels allgemein entsprechende Aufmerksamkeit widmen.

Historisches zum Dachshund

Dackel wurden im Mittelalter aus Bracken gezüchtet, um in die Erdbauten von Dachsen und Füchsen eindringen zu können. Sie waren also zunächst reine Jagdhunde, die auf Furchtlosigkeit und Eigeninitiative hin geprägt wurden. Es gehört etwas dazu, in den Bau eines anderen Tieres einzudringen und dieses dort anzugreifen. Auch oberhalb der Erdbauten ist der Dachshund ein ausgezeichneter Fährten- und Schweißhund. Als Familien- und Begleithund gehalten muss der Dackel Gelegenheiten haben, seine Talente auszuleben. Unausgeglichene Dachshunde neigen zu Verhaltensauffälligkeiten wie Zerstörungswut.

Information für Züchter und VHD Standard

Der Dackel ist unverwechselbar als Hundetyp und kommt oft sogar noch in seltsamen Mischlingsformen erkennbar zur Geltung: Seine Beine sind sehr kurz und legen den langgestreckten Rücken niedrig. Dennoch sind Dachshunde meist recht kompakt und muskulös, mit Ausnahme der eher zart gebauten Zwergdackel. Ein typischer Dachshund, der an der Leine zieht, kann beachtliche Kraft entwickeln. Interessant ist der stark aufgerichtete Kopf, der dem Hund stets ein aufmerksames Äußeres verleiht.

  • Allgemein: Niedrig, kurzläufig, langgestreckt, aber kompakt von Gestalt, sehr muskulös, herausfordernde Kopfhaltung und aufmerksame Anmutung. Beweglich und wendig.
  • Kopf: Langgestreckt zur Nase hin schmaler werdend. Spitze Schnauze ist nicht erwünscht. Deutlich ausgebildete Augenbrauenbögen mit langem schmalen Nasenknorpel und ebensolcher Nasenkuppe.
  • Hals: Lang, muskulös, hoch aufragend, Kehlhaut eng anliegend.
  • Körper: Harmonische Proportion mit ausgeprägtem Widerrist. Rücken gerade oder leicht geneigt im Verlauf zum Rücken. Muskeln erkennbar ausgeprägt. Ausgeprägtes Brustbein, das hervorsticht. Leicht aufgezogene Profillinie unten und am Bauch.
  • Rute: Relativ niedrig angesetzt, unter Umständen leicht gekrümmt im letzten Drittel.
  • Pfoten: 5 Zehen vorn, eng einander liegend, gute Wölbung und gut gepolsterte Ballen, Krallen kurz und stark.
 

Haarkleid:

  • Kurzhaar - kurzes, dichtes, glänzendes, glattes anliegendes Fell, keine kahlen Stellen.
  • Rauhaar - Außer Fang, Augenbrauen und Behang mit kräftiger Unterwolle versehenes drahtiges Deckhaar. Erkennbarer Bart am Fang, buschige Augenbrauen.
  • Langhaar - Unterwolle, glänzendes, anliegendes Haarkleid, Befederung an der Hinterseite der Läufe, an der Unterseite der Rute Fahnenbildung.

Bei der Dackelzucht sind bestimmte Krankheiten auszuschließen wie etwa die Glasknochenkrankheit.

Der Dackel in der Zusammenfassung

Wenn Sie sich einen kleinen, eigenwilligen, temperamentvollen und sehr intelligenten Hund wünschen, kann ein Dachshund genau der richtige Hund für Sie sein. Sie müssen jedoch mit seiner Sturheit umgehen können und seine Bedürfnisse an ein aktives, aus seiner Sicht interessantes Hundeleben erfüllen können. Am Dackel scheiden sich die Geister der Hundehalter ein wenig: Viele lieben ihn, andere mögen ihn weniger oder lehnen ihn ab. Wer jemals einen hatte, vergisst die entsprechende Erfahrung meist niemals. Dackel haben eben Charakter.