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Der Dalmatiner

Informationen

  • Ursprungsland: Vermutlich Kroatien
  • Fellfarben: Weiß, dabei als erwachsener Hund schwarz oder braun getupft , Welpen sind zunächst reinweiß
  • Lebenserwartung: 12-14 Jahre
  • Gewicht: Rüde 27-32kg, Hündin 24-29kg
  • Widerristhöhe: Rüde 56-61cm, Hündin 54-59cm
  • Besonderheiten: Keine
  • FCI-Standards: Geführt in Gruppe 6, Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen, Sektion 3 und verwandte Rassen. Keine Arbeitsprüfung.
 

Nur wenige Hundeliebhaber wissen, dass dieser interessante weiße Hund mit dunklen Punkten aus Kroatien stammen soll. Der Name Dalmatiner soll auf das kroatische Dalmatien und Dalmatinac zurückgehen. Dabei ist seine Herkunft jedoch nicht eindeutig geklärt. Alt-ägyptische Fresken zeigen Hunde, die große Ähnlichkeit mit dem heutigen Dalmatiner aufweisen. Unsterblich machte Walt Disney den schönen Hund mit dem Trickfilm "101 Dalmatiner". Durch die rührende Geschichte um die Dalmatiner Pongo und Perdita mit ihrem Nachwuchs rangierte diese Hunderasse zeitweilig ganz oben in der Beliebtheitskala. Heute ist es etwas ruhiger um diese Hunderasse geworden, das ist dem Dalmatiner allgemein sehr gut bekommen. Die Rasse findet stets ihre Liebhaber. Mit guten Gründen.

Passt ein Dalmatiner zu mir und meiner Familie?

Dalmatiner gelten als empfindsame, intelligente Familienhunde, die sehr anpassungsfähig sind. Von Hause aus sind sie recht sensibel. Deshalb sollten die an sich kinderlieben Hunde nicht übermäßig und unbeaufsichtigt von Kindern belagert werden. Das dünne Fell verbietet eine Zwinger- oder Hüttenhaltung. Eine solche Art der Haltung ist auch deshalb nicht geeignet, weil das Wesen der Dalmatiner auf Familienanschluss angelegt ist. Dabei reagiert der empfindliche Hund auf Konflikte und Spannungszustände in seiner Familie, was man bei seiner Haltung berücksichtigen sollte. Diese Hunde benötigen ein möglichst ausgeglichenes Umfeld, da sie sich ihren Menschen eng anschließen.

Dalmatiner sind wachsam, ohne aggressiv zu sein. Im Hause sind sie eher ruhig und neigen nicht zu einem Übermaß beim Bellen, wobei Fremde durchaus gemeldet werden.

Ursprünglich war diese Rasse auf Kutschenbegleitung angelegt und sogar auf Viehtrieb. Viele Hundeliebhaber unterschätzen unter diesem Aspekt den im Charakter der Rasse fest verankerten Bewegungsdrang, denn diese Hunde sind tagelang neben Kutschen hergelaufen. Dalmatiner lieben das Laufen am Fahrrad, beim Joggen und neben dem Pferd. Agility, Dog Dance oder eine Ausbildung zum Rettungshund bestätigen außerdem die Vorliebe für Beschäftigung, die diese intelligente Hunderasse aufweist. Wer diesen Hund halten möchte, sollte idealerweise also ebenfalls sportlich unterwegs sein und genügend Zeit für das Tier aufbringen können.

Lange Stunden allein in einer kleinen Stadtwohnung schätzt diese Rasse nicht. Dalmatiner reagieren auf übermäßige Härte in der Erziehung mit Sturheit und Verhaltensauffälligkeiten, liebevolle Konsequenz ist deshalb gefragt. Unerzogene Dalmatiner können Dominanzprobleme in der Familie entwickeln. Manche Dalmatiner haben einen ausgeprägten Jadgtrieb, der berücksichtigt werden muss.

Haltung und Pflege

Das kurze, dünne und glatte Haarkleid des Dalmatiners ist sehr pflegeleicht. Er haart aber fast durchgehend und nicht nur in der Zeit des Fellwechsels. Wer das nicht schätzt, ist mit dieser Rasse weniger gut bedient.

Auch kann der Dalmatiner kälteempfindlich sein. Besonders sollte er nicht in der Kälte draußen liegen und schon gar nicht schlafen. Da diese Rasse genetisch auch zur Bildung von Harnsteinen neigt, kann es im weiteren Zusammenspiel mit Kälte hier schnell zu Beschwerden im Bereich der Blase und der Nieren kommen. Insgesamt besteht ebenfalls eine erblich bedingte Neigung zu diversen Allergien. Außerdem kommen rund 4 % aller Dalmatiner Welpen taub zur Welt. Weiterhin entwickelt diese Rasse eine Form der Taubheit, bei der bestimmte Zellen im Innenohr nach und nach absterben. Vor diesem Hintergrund benötigen Dalmatiner aufmerksame Halter, die auch bereit sind, im Zweifel den Tierarzt einmal mehr zu besuchen, was mit Kosten verbunden ist. Aufgrund er Allergien und Harnsteine kann eine spezielle Ernährung notwendig sein, die dem Tier bekommt und seine Gesundheit fördert. Bei Harnsteinen etwa muss purinarm gefüttert werden. Auch zu diesen Extras in der Pflege sollten Halter von Dalmatinern Bereitschaft mitbringen.

Historisches zum Dalmatiner

Historisch verbirgt ist im Gegensatz zu seiner etwas nebulösen Herkunft, dass die Wurzeln des Dalmatiners bereits bis ins Mittelalter zurückreichen. Die Hunde wurden als Kutschenbegleithunde, bei der Jagd und im Viehtrieb, später auch in den Städten Nordamerikas als Begleiter von Feuerwehrkutschen eingesetzt, die mit ihrem Bellen damals lebende "Sirenen" bildeten.

Körperbau und Aussehen

Dalmatiner sind muskulöse, wendige und markante Hunde. Übergewicht ist ihrer Eleganz und Bewegungsfreude abträglich, es sollte unbedingt vermieden werden. Ihre Proportionen sind stimmig und symmetrisch, was ausdauerndes Laufen unterstützt. Seine Färbung macht den Dalmatiner erkenn- und unterscheidbar. Sie kommt selbst in interessanten Mischlingsformen etwa mit Neufundländern oder anderen einfarbigen Hunden noch sehr interessant zur Geltung. Besonders pittoreske Mischlingsformen entstehen mit einfarbig schwarzen oder braunen Hunden.

Informationen für Züchter - Beschreibung und genetische Besonderheiten

Beschreibung nach VDH

  • Allgemein: Kopf mesozephal, prismatische Form mit Hängeohren. Der Körper ist rechteckig, kräftig, muskulös und charakteristisch markant getupft. Die Bewegung muss elegant sein. Hund und Hündin müssen unterscheidbar sein.
  • Kopf: Gut proportioniert im Einklang mit dem Körper, Schädel nicht zu breit. Die Schädellinie und Fanglinie divergieren sanft. Nicht zu ausgeprägter Kaumuskel sowie Jochbeinbogen. Keine Falten.
  • Hals: Kräftig und ziemlich lang, schmaler zum Kopf hin und ohne lose Kehlhaut.
  • Körper: Rechteckig, Verhältnis von Körperlänge zur Höhe 10:9. Gut ausgebildeter Widerrist, kraftvoller und gerader Rücken. Kurze, muskulöse Lenden. Gut gewölbte Rippen.
  • Rute: An der Kruppenverlängerung angesetzt. Reicht etwa bis zum Sprunggelenkhöcker oder darüber hinaus. Sehr kräftig am Ansatz, zur Spitze hin gleichmäßig verjüngt. Säbelförmig, gut proportioniert und gern mit Tupfen.
  • Pfoten: Vorn und hinten geschlossen, sogenannte "Katzenpfoten", Pigmentierung der Krallen wird gern gesehen.
  • Haarkleid: Kurz, eng anliegend und glatt.
 

Züchter müssen vor allem taube Tiere von der Zucht ausschließen. Auch sind die oben genannten Erbkrankheiten zu dokumentieren und zu beobachten. Bei Dalmatinern kann daneben die HD (Hüftgelenksdysplasie) auftreten, die ebenfalls vererbt wird. Auch darauf ist züchterisch einzuwirken, um diese erblich bedingten Erkrankungen zurückzudrängen. Seine Zeit als "Modehund" zwischen Pongo und Perdita hat dem Dalmatiner zwischenzeitlich nicht gut getan. Überzüchtungen mit sehr hektischen und nervösen Tieren kamen häufig vor. Auch auf diesen Trend wirken seriöse Züchter ausgleichend hin. Heute findet sich vielfach wieder der typische ruhige und ausgeglichene Dalmatiner-Typ unter den angebotenen Hunden.

Der Dalmatiner in der Zusammenfassung

Obwohl in dem Film "101 Dalmatiner" als eleganter Salonhund porträtiert, ist der echte Dalmatiner ein lebhafter Laufhund, der eine bewegungsfreudige Familie bevorzugt. Auch seine Erziehung ist anspruchsvoller als viele Menschen erwarten. Deshalb ist ein Dalmatiner kein "Jedermannshund". Er ist bei sportlichen, etwas hundeerfahrenden Menschen mit viel Zeit in den besten Händen. Dalmatiner können Erkrankungen aufweisen, die sehr spezifisch sind. Darauf müssen sich ihre Halter ebenso einstellen und das kranke Tier gleichermaßen lieben sowie pflegen, ohne etwaige Mehrkosten zu scheuen. Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen erkennen und sich einen humorvollen, lebendigen sowie markanten Begleithund wünschen, ist der Dalmatiner der richtige Hund für Sie.