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Die Deutsche Dogge

Ein beeindruckender Familienhund

Zwar hat die Dogge aufgrund ihres Äußeren eine respekteinflößende und imposante Wirkung, dennoch wird diese Rasse als Familienhund äußerst geschätzt. Wie der Verband für das Deutsche Hundewesen in einer Umfrage ermittelt hat, sind die großen Deutschen Doggen sogar eine der beliebtesten Hunderassen des Landes. Das ist einerseits der ruhigen und freundlichen Art dieser Hunde zu verdanken, andererseits aber auch der Tatsache, dass die Hunde einen Hauch von Eleganz und Luxus ausstrahlen.

Die Deutsche Dogge im Portrait

  • Ursprungsland: Deutschland
  • Fellfarben: gelb und gestromt, gefleckt und schwarz, blau
  • Lebenserwartung: sechs bis acht Jahre
  • Gewicht: circa 20 Kilo
  • Widerristhöhe: 72 bis 80 Zentimeter
  • Besonderheiten: sanftes Gemüt
  • FCI Standards: Gruppe 2, Begleit-, Schutz- und Wachhund

Die Herkunft der Deutschen Dogge

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde versucht, die Herkunft der Deutschen Dogge – wie übrigens aller europäischen Hunderassen – auf frühgeschichtliche oder zumindest antike Hundetypen zurückzuführen. Allerdings ist es ungewiss, ob sich ein derartiger Zusammenhang herstellen lässt. Denn schon bei den Assyrern waren vor mehr als vier Jahrtausenden große, stumpfschnauzige und schwerfällige Kampfhunde bekannt, die ein kurzes Fell besaßen. Diese wurden einst als Vorläufer der heutigen Doggen bezeichnet. Ebenso wurde damals vermutet, die Deutschen Doggen seien mit der Tibet-Dogge verwandt, was sich inzwischen aber durch Gentests widerlegen ließ.

Die Urahnen der Doggen könnten von den Kelten nach England und Irland gebracht worden sein. Dafür spricht, dass in römischen Zirkuskämpfen Hunde aus Großbritannien zum Kampf eingesetzt wurden.

Während diese Vermutungen im Reich der Legende anzusiedeln sind, lässt sich die Geschichte dieser Hunderasse ab dem beginnenden 16. Jahrhundert lückenlos verfolgen. Aus England wurden damals starke Hunde mit hohen Läufen auf dem Kontinent eingeführt, bei denen es sich um eine Kreuzung zwischen dem großen irischen Wolfshund und dem Mastiff handelte. Allerdings handelte es sich hierbei keineswegs um eine verfestigte Rasse, sondern um die Ergebnisse von Kreuzungen, die unterschiedliche Phänotypen hervorgebracht hatten. Eine eigenständige Zucht dieser Hunde erfolgte in Deutschland schließlich ab dem beginnenden 17. Jahrhundert.

Die Bezeichnung Dogge leitet sich vom englischen Wort für Hund ab. Denn bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden diese Hunde als „Englischer Hund“ oder „Englische Dogge“ bezeichnet. Im Lauf der Jahrzehnte wurde damit aber nicht mehr die Herkunft bezeichnet, sondern eher der Hundetyp mit seinen speziellen Eigenschaften beschrieben. Auch andere Hundetypen wurden damals mit Landesbezeichnungen beschrieben.

Der Hund der Fürsten

An den Fürstenhöfen waren die Doggen äußerst beliebt und wurden als Hirsch-, Bären- und Eberhunde eingesetzt. Die schönsten Exemplare durften als sogenannte Kammerhunde die Nächte sogar in den Schlafgemächern der Fürsten verbringen – ferner trugen sie vergoldete Halsbänder. Daneben gab es die Leibhunde, die immerhin noch silberne Halsbänder zugestanden bekamen. Die Fürsten versprachen sich von ihren Hunden einen gewissen Schutz vor möglichen Attentätern. Zudem wurde gerade bei den Kammer- und Leibhunden stark auf deren Führigkeit und ihr Sozialverhalten geachtet.

Dass die Hunde in jener Zeit in drei Klassen eingeteilt wurden – die übrigen Doggen mussten nämlich in Ställen schlafen und erhielten auch keine besonderen Halsbänder – deutet darauf hin, dass dieser Aspekt auch bei der Zucht berücksichtigt wurde. Das heißt: Tiere mit einem besonders hohen Zuchtwert wurden auf Jagden entsprechend geschont.

Als während des 19. Jahrhunderts Schusswaffen allmählich aufkamen, änderte sich auch das Jagdverhalten und Hetzjagden wurden allmählich unüblich, weshalb auch Doggen für diesen Zweck nicht mehr gebraucht wurden, sondern nur noch als Liebhaberhunde gehalten wurden.

Jedoch kam gegen Mitte des 19. Jahrhunderts das Rassehunde-Wesen auf, womit auch das Interesse an der Dogge wieder erwachte. So wurden etwa 1863 in Hamburg, wo die erste größere Hundeausstellung Deutschlands stattfand, acht dänische und sieben Ulmer Doggen präsentiert. Der Begriff Deutsche Dogge setzte sich schließlich 1876 auf Vorschlag der damaligen Preisrichter in Hamburg durch. Der deutschlandweit erste Rassezuchtverein für Hunde wurde schließlich 1888 mit dem Deutsche Doggen Club in Berlin gegründet. Es sollte aber dennoch dauern, bis sich der Begriff Deutsche Dogge durchsetzen sollte.

Eine der größten Hunderassen

Doggen zählen zu einer der weltweit größten Hunderassen überhaupt. So müssen Rüden laut FCI einen Widerrist von mindestens 80 Zentimetern haben, für Hündinnen beträgt die Mindesthöhe 72 Zentimeter.

Verbreitet sind bei Deutschen Doggen insgesamt fünf Farben, die in folgenden drei Farbschlägen vorliegen:

- Gelb und gestromt: Diese Hunde haben ein Fell von hellgoldgelber bis goldgelber Farbe mit einer schwarzen Maske. Eine gestromte Dogge besitzt zwar die gelbe Grundfarbe, hat aber schwarze Streifen, die möglichst klar gezeichnet und gleichmäßig in Richtung der Rippen verlaufen müssen. Erwünscht ist hier eine Maske ebenso, als unerwünscht gelten dagegen Farbabweichungen an Brust und Zehen.

- Schwarze oder schwarz-gefleckte Doggen sollten ein Fell von lackschwarzer Farbe haben, weiße Abzeichen sind allerdings zulässig. Bei den sogenannten Manteltigern handelt es sich um eine spezielle Form dieses Farbanschlages. Das schwarze Fell umschließt den Körper hier wie ein Mantel. Fang, Hals, Bauch, Brust, Läufe und die Spitze der Rute dürfen aber durchaus weiß sein. Des Weiteren gibt es die sogenannten Plattenhunde. Bei diesen ist der Körper weiß, wobei große, schwarze Platten über das gesamte Fell verteilt sind.

- Gefleckte oder getigerte Doggen, die auch Tigerdoggen genannt werden, haben eine rein weiße Fellfarbe, im günstigsten Fall auch ohne Strichelung. Über den kompletten Körper sind aber ungleichförmige und zerrissene Flecken in lackschwarzer Farbe verteilt. Bräunliche oder graue Fleckenanteile sind dagegen nicht erwünscht. Allerdings ist es nicht einfach, Tiere mit einer idealen Zeichnung zu züchten, weil sie nicht reinerbig sind. Den gefleckt-schwarzen Doggen werden allerdings auch die Grautiger zugeordnet, die keine weiße, sondern eine graue Grundfarbe haben. Grautiger werden in der Doggenzucht allerdings häufig verfemt, obwohl die Farbe insbesondere bei Jagdhunden sehr geschätzt wird. Dass Grautiger überhaupt in den FCI-Standard aufgenommen wurden, dient in erster Linie der Erweiterung des Genpools.

- Blaue Doggen haben eine rein stahlblaue Farbe, wobei an Brust und den Pfoten weiße Abzeichen zugelassen sind.

Vorgeschrieben ist aufgrund des Zuchtstandards, dass diese drei Farbschläge nicht vermischt werden dürfen. Eine Ausnahme stellen sogenannte Sanierungszuchten dar, durch die in der Vergangenheit verschiedene Fehlfarben entstanden sind.

Das Wesen der Doggen

Gemeinhin gelten Doggen als freundliche, anhängliche und liebevolle Hunde, die eine hohe Reizschwelle haben. Deshalb sind sie auch im Umgang mit dem Menschen oder mit anderen Hunden äußerst verträglich. Sofern sie entsprechend sozialisiert sind, können Doggen auch hervorragend mit anderen Haustieren zusammenleben. Obwohl die Dogge sehr menschenbezogen ist, ist sie weniger unterwürfig, als es bei anderen Hunderassen der Fall ist.

Unter welchen typischen Krankheiten leidet die Dogge?

Vor allem wegen ihrer Größe haben Doggen eine Neigung zu rassespezifischen Erkrankungen. Dazu gehören in erster Linie die dilatative Kardiomyopathie, wobei es sich um eine Erkrankung des Herzmuskels handelt, die Hüftgelenksdysplasie sowie Knochenkrebs und Magendrehungen. Der Gefahr einer degenerativen Knochenerkrankung kann der Halter allerdings dadurch vorbeugen, dass er bereits im Jugendalter des Hundes hochqualitatives Futter verwendet. Wichtig ist dabei insbesondere ein passendes Kalzium-Phosphor-Verhältnis, das einen Wert von 1 zu 2 bis 1 zu 5 haben sollte.

1992 wurde in den USA und in Kanada eine Studie durchgeführt, bei der 87 Hunderassen auf die Häufigkeit von HD untersucht wurden. Betroffen waren hier von insgesamt 3.824 Doggen lediglich 13,7 Prozent, wobei 9,6 Prozent der Hunde an einer leichten HD, 3,4 Prozent an einer mittleren und 0,5 Prozent an einer schweren HD litten. Des Weiteren wurden Grenzfälle in Höhe von 1,5 Prozent festgestellt, die zwischen keiner und einer leichten HD standen. Diese Quote liegt in Deutschland mit 18,76 Prozent befallener Hunde allerdings deutlich höher.

Verschiedene Krankheiten können aber auch durch Fehler in der Züchtung ausgelöst werden. Durch die gezielte Züchtung kann es beispielsweise zu einer starken Ausprägung der Lippen kommen, wodurch wiederum die Gefahr besteht, dass der Hund an Bindehautentzündung erkrankt. Viele Doggen haben außerdem die Neigung, ihren empfindlichen Schwanz an Gegenständen oder sich selbst aufzuschlagen. Dadurch können Verletzungen entstehen, die dazu führen, dass der Schwanz amputiert werden muss.

Insgesamt gelten Doggen als äußerst anfällig für Krankheiten. Typisch für alternde Tiere sind krebsartige Erkrankungen. Deshalb sterben allein in Deutschland 28 Prozent der Doggen, bevor sie ein Alter von fünf Jahren erreicht haben, 59 Prozent der Tiere versterben vor ihrem achten Lebensjahr.

Wie lässt sich ein seriöser Züchter finden?

Für Hundefreunde, die sich eine Dogge zulegen möchten, ist es nicht unbedingt einfach, einen guten und seriösen Züchter zu finden. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn sie auf Schnäppchenangebote stoßen, denn kein Züchter verkauft seine Tiere gerne unter Wert. Interessenten sollten die Zuchtstätte mehrfach besuchen und dabei einen genauen Blick auf die Wurfliste werfen. Seriöse Züchter stehen den Tierfreunden sowohl vor als auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite.

Was tun, wenn der Welpe ins Haus kommt?

Für den Welpen muss der Hundefreund zunächst einmal die passende Erstausstattung besorgen, die natürlich mit zunehmender Körpergröße angepasst werden muss. Ferner sollten Haus und Garten welpensicher gestaltet werden. Das bedeutet: Mögliche Gefahrenstellen sollten entweder ganz beseitigt oder zumindest entschärft werden. Sobald der neue Mitbewohner eingezogen ist, sollten sich Herrchen oder Frauchen ein bis zwei Wochen Zeit nehmen, die sie intensiv mit dem Hund verbringen. Das erleichtert nicht nur die Eingewöhnung, sondern sorgt auch für eine starke Bindung zwischen Mensch und Hund.

Bei der Erziehung des Hundes sollte der Halter an die Vorarbeit des Züchters anknüpfen. Für die Erziehung empfiehlt sich die Teilnahme an einer Welpenspielstunde oder der Besuch einer Hundeschule.