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Die Französische Bulldogge

Informationen

  • Ursprungsland: Frankreich
  • Fellfarben: falbfarben (fawn/fauve), ungestromt oder gestromt, mit oder ohne Weißscheckung; weiße Tiere gelten als falbfarben gestromt mit überhandnehmender Weißscheckung
  • Lebenserwartung: 10 bis 12 Jahre
  • Gewicht: Hündinnen = 8 bis 13 kg, Rüden 9 bis 14 kg (bei typvollen Hunden sind bis 500 g mehr erlaubt)
  • Widerristhöhe: Hündinnen = 24 bis 32 cm, Rüden = 27 bis 35 cm
  • Besonderheiten: schlechte Schwimmer, dank verkürzter Nase können Atemprobleme auftreten
  • FCI-Standards: Nr. 101, Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 11 (kleine doggenartige Hunde), ohne Arbeitsprüfung
 

Mit knautschiger Miene und leicht melancholischem Blick erobert die Französische Bulldogge im Handumdrehen das Herz eines Hundefreundes. Im Gegensatz zu diesem Erscheinungsbild sind sie jedoch keineswegs traurige Zeitgenossen - lustig, verschmust und mit meist ausgesprochen guter Laune werden sie schnell zu einem unverzichtbaren Teil der Familie. Die Bezeichnung Begleithund ist hier mehr als zutreffend, da die Französische Bulldogge sehr an ihren Menschen hängt und gerne freudig an allen Aktivitäten teilnehmen möchte.

Die Französische Bulldogge: Herkunft und Geschichte

Aufgrund der handlichen Größe der kleinen Begleithunde ist es für viele Menschen überraschend, dass die Französische Bulldogge vermutlich von den eindrucksvollen Molossern abstammt. Diese ursprünglich aus Kleinasien stammenden Kriegshunde kamen erstmals um das Jahr 55 v. Chr. in Begleitung der römischen Invasoren nach Großbritannien. Um 1500 wurden Nachfahren dieser Einwanderer erstmals als Bulldoggen bezeichnet und kamen häufig bei den damals beliebten Schaukämpfen als Gegner von Eseln, Bären und anderen Tieren zum Einsatz. Diese grausame und aus heutiger Sicht abstoßende Form der Volksunterhaltung fand glücklicherweise um 1800 ein langsames aber wohlverdientes Ende. Gleichzeitig stieg das Interesse vieler Menschen an friedlicheren und handlicheren Hunden an und im Jahr 1836 wurde auf einer Hundeausstellung in London erstmals ein Toy-Bulldog präsentiert. Nach dem Ende der Schaukämpfe hatten sich einige Spitzenklöppler und Weber aus East London der Hunde erbarmt und züchteten aus ihnen diese kleineren, friedlicheren und sehr viel freundlicheren Hunde. Im Zuge der industriellen Revolution gelangten viele Weber nach Frankreich und verdienten sich mit dem Verkauf ihrer gezüchteten Hunde nebenbei etwas zusätzliches Geld. Auch in den Arbeitervierteln von Paris wurden die freundlichen Hunde gezüchtet. Nach einiger Zeit erlangten sie auch die Aufmerksamkeit der Oberschicht und wurden sogar zu regelrechten Modehunden.

Körperbau und Aussehen der Französischen Bulldogge

Die kleinen und erstaunlich muskulösen Hunde verfügen über einen kurzen, gedrungenen und kräftigen Körperbau mit kräftigem und gleichmäßig entwickeltem Gangwerk. Im Rassestandard des FCI wird die Französische Bulldogge als typischer kleinformatiger Molosser bezeichnet. Sie besitzt einen kräftigen und eher quadratisch anmutenden Kopf und ein stupsnasiges Gesicht mit kurzem Fang. Besonders charakteristisch sind die typischen Stehohren des Hundes, die nahezu symmetrischen Gesichtsfalten und eine von Natur aus kurze und tief angesetzte Rute. Das kurze Fell ist weich, liegt eng am Körper an und besitzt keine Unterwolle. Nach den Vorgaben zur Farbgebung sind laut Rassestandard falbfarbene (fawn/fauve), ungestromte oder gestromte Tiere (mit oder ohne Weißscheckung) erlaubt. Weiße Hunde mit schwarzer Nase und schwarzen Lidrändern sind laut Rassestandard zulässig und gelten als falbfarben gestromt mit überhandnehmender Weißscheckung. Da mit dieser Farbgebung jedoch auch das Risiko für die Vererbung von Schwerhörigkeit verbunden ist, sind diese Tiere von der Zucht ausdrücklich ausgeschlossen.

Die Französische Bulldogge als Familienhund? Wesen und Charakter

Im Rassestandard des FCI wird die Französische Bulldogge als aufgeweckter, kontaktfreudiger und verspielter Begleithund mit lebhaftem und sehr einnehmendem Wesen beschrieben. Der etwas melancholisch erscheinende Gesichtsausdruck täuscht, denn meist ist die Französische Bulldogge ein fröhlicher und angenehmer Zeitgenosse. Dieser kleine Charmeur ist ein idealer Familienhund und widmet sich mit großer Freude seiner Aufgabe als lustiger Spielkamerad Ihrer Kinder. Sein unbeschwertes Wesen und seine freundliche Aufgewecktheit machen ihn zu einem liebenswerten Vierbeiner, der sich häufig als ausgesprochen verschmust entpuppt. Er hängt mit nahezu bedingungsloser Liebe an seiner Familie und belohnt liebevolle Aufmerksamkeit gerne mit sehr ausgeprägter Anhänglichkeit. Sie sucht häufig die Nähe ihrer Menschen und nimmt bei fehlender Konsequenz auch gerne das Bett von Herrchen oder Frauchen in Anspruch. Diese Anhänglichkeit ist jedoch auch der Grund, warum sich die Französische Bulldogge nicht als Nebenbei-Hund für Berufstätige eignet. Wenn sie den ganzen Tag alleine in der Wohnung verbringt und nur in den Abendstunden die begehrte Aufmerksamkeit des Menschen erhält, wird aus dem fröhlichen und ausgeglichenen Begleithund schnell ein trauriges und einsames Tier. Dank ihrer positiven Charaktereigenschaften eignet sich die Französische Bulldogge auch als Anfängerhund, dabei sollte ihr jedoch immer ausreichend liebevolle Zuwendung und Zeit gewidmet werden.

Französische Bulldogge: Haltung & Pflege

Sportliche Höchstleistungen wird die Französische Bulldogge eher nicht vollbringen und auch sein Bewegungsbedürfnis ist nicht übermäßig ausgeprägt. Er kann sich mit großer Freude dem ausgiebigen Toben mit den Kindern hingeben, liebt jedoch ebenso die anschließende Faulenzerphase. Der tägliche Spaziergang von mindestens einer Stunde ist selbstverständlich Pflicht, zusätzlich verlangt das anhängliche Tier jedoch auch weitere Aufmerksamkeiten und kleinere Spielrunden. Auch wenn die Französische Bulldogge vereinzelt zu Sturheit neigen kann, verzeiht sie ihren Menschen jedoch auch kleinere Erziehungsfehler und nutzt inkonsequente Momente in der Erziehung meist nicht zu ihrem eigenen Vorteil. Dank ihrer Gelehrigkeit und ihrer aufgeschlossenen Anhänglichkeit bereitet die Erziehung dieses Hundes in der Regel keine größeren Probleme. Als pflegeleichter Vierbeiner bereitet auch die Fellpflege dieses Hundes nur wenig Aufwand. Das kurze Fell besitzt keine Unterwolle, daher genügt diesbezüglich sporadisches Bürsten. Allerdings sollten Sie den empfindlichen Ohren und Augen besondere Aufmerksamkeit widmen. Säubern sie die Augenfalten regelmäßig sanft mit einem feuchten Tuch, damit sich keine Infektionen bilden können. In den empfindlichen Ohren können sich leicht Milben einnisten, daher ist hier einmal pro Woche die Pflege mit einem speziellen Ohrenreiniger für Hunde empfehlenswert. Wie beim menschlichen Ohr sollten Sie auch hier auf den Gebrauch von Wattestäbchen verzichten. Die Reinigerflüssigkeit wird mit sanft kreisenden Bewegungen einmassiert, anschließend entfernen Sie den gelösten Schmutz vorsichtig mit einem feuchten Tuch. Aufgrund des dünnen Haarkleides und der fehlenden Unterwolle friert die Französische Bulldogge schnell bei kühleren Temperaturen und auch heiße Sommertage sind nicht wirklich ideal. Neben dem dünnen Fell ist dafür in vielen Fällen auch die mangelnde Fähigkeit zur Regulierung der Körpertemperatur verantwortlich, die durch das flache Gesicht und die damit verbundene Beeinträchtigung der Atmung auftreten kann. Diese Exemplare sind in der Regel widerstandsfähiger und robuster als reinrassige Tiere und leiden seltener unter den typischen Atemproblemen.

Rassetypische Krankheiten der Französischen Bulldogge

Im Vergleich zu anderen Bulldoggen ist die Französische Bulldogge deutlich weniger anfällig für Krankheiten. Seriöse Züchter legen inzwischen ausgesprochen großen Wert auf die Gesundheit der von ihnen gezüchteten Tiere. Einige Tiere können aufgrund der charakteristisch kurzen Stupsnase unter Kurzatmigkeit leiden. Durch falsche Zucht können jedoch erbliche Erkrankungen auftreten:

  • Brachyzephalie (angeborene Schädeldeformation, die zu großen Atemproblemen führen kann)
  • Van Willebrand Syndrom (Blutgerinnungsstörung)
  • Achondroplasie (genetisch bedingte Wachstumsstörungen des Skeletts)
  • Schilddrüsenerkrankungen
 

Relativ häufig kann es aufgrund der großen Köpfe der Welpen zu Problemen während des Geburtsvorgangs kommen, in diesem Fall ist in der Regel ein Kaiserschnitt notwendig.

Alles rund um die Zucht

Der erste Verein wurde 1880 in Paris gegründet und das erste Zuchtbuch stammt aus dem Jahr 1885. Als Stammvater der Rasse gilt der Rüde "Loupi" der aus dem Besitz des Lumpensammlers Michel Mangés stammte. Der erste Hund wurde im Jahr 1887 auf einer Hundeschau gezeigt und nur etwa ein Jahr später wurden bereits erste Rassemerkmale in den Zuchtbüchern beschrieben. 1898 wurde die Französische Bulldogge von der Société Centrale Canine als eigenständige Rasse anerkannt und aus dem gleichen Jahr stammt auch die Veröffentlichung des ersten Rassestandards. 1931/32 sowie 1948 wurden Änderungen des Standards vorgenommen und weitere Neufassungen erschienen in den Jahren 1987 und 1994. Stand in der Vergangenheit bei der Zucht insbesondere die Optik im Fokus, legen verantwortungsvolle Züchter inzwischen ebenso großen Wert auf die Gesundheit ihrer Tiere. Auch der Rassestandard verlangt, dass ausschließlich klinisch gesunde Tiere für die Zucht verwendet werden. Bei vorliegenden Atemproblemen oder Taubheit werden die betreffenden Tiere inzwischen von der Zucht ausgeschlossen. Neben den reinrassigen Hunden gibt es auch zahlreiche Kreuzungen mit anderen Hunderassen, bei denen es häufig zu positiven Verbindungen der jeweils rassetypischen Merkmale kommt. Eine häufig auftretende Kreuzung ist beispielsweise der JackBull, ein Mix aus Französischer Bulldogge und Jack Russel. Auch Mexican French (Französische Bulldogge & Chihuahua) sowie Kreuzungen mit Havaneser, Mops oder anderen kleineren Hunderassen sind häufiger anzutreffen.

Beschreibung analog zum Verband des Deutschen Hundewesens:

  • Allgemein: typischer, kleinformatiger Molosser mit harmonischem, gedrungenem und kräftigem Körperbau; kurzes, stupsnasiges Gesicht und Stehohren; kurzes Fell und ein lebhaftes und aufgeschlossenes Wesen; solider Knochenbau und kompakte Struktur
  • Kopf: breiter, kräftiger und quadratischer Kopf mit symmetrischen Gesichtsfalten; typische Stehohren, gewölbte Stirn und sehr kurzer Fang; Nasenbereich und Oberkiefer sind verkürzt; Nase ist leicht nach hinten geneigt
  • Hals: kurzer, kräftiger und leicht gebogener Hals
  • Körper: breiter und muskulöser Rücken; gut abfallende Kruppe; zylindrische und tiefe Brust; fassförmig gebogene Rippen;
  • Rute: natürlich kurze Rute, tief angesetzt, dicker Ansatz und zur Spitze verjüngend
  • Pfoten: runde und kompakte Pfoten; Vorderpfoten mit geschlossenen Zehen und leicht ausgedreht; Hinterpfoten nicht gedreht
  • Haarkleid: kurzes, eng anliegendes, glänzendes und weiches Fell ohne Unterwolle