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Der Labrador

Informationen

  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Fellfarben: Gelb, Schwarz oder Braun
  • Lebenserwartung: 10-15 Jahre
  • Gewicht: Nicht festgelegt
  • Widerristhöhe: Hündin 54-56 cm, Rüde 56-57 cm
  • Besonderheiten: Keine
  • FCI-Standards: Gruppe 8, Apportierhunde, Stöberhunde,Wasserhunde, Sektion 1, Apportierhunde mit Arbeitsprüfung
 

Der Labrador Retriever, wie der Labrador exakt heißt, ist wie der Golden Retriever ein freundlicher Apportierhund, der heute vielfach als Familienhund gehalten wird. Dabei ist er noch etwas näher dran an seinem Erbe als der Golden Retriever. Er liebt apportieren und stöbern heute genauso wie zurzeit der ersten Labradore im 19. Jahrhundert. Viele Menschen, die von der äußeren Erscheinung des Labradors sehr eingenommen sind, unterschätzen seinen Drang nach Beschäftigung sowie nach viel Bewegung, insbesondere am und im Wasser. Ursprünglich wurden Labradore jagdlich eingesetzt, sie tragen auch diese Erbanlage und einen entsprechenden Jagdinstinkt in sich. Labradore sind nichts für unsportliche Menschen. Vielmehr sollten ihre Halter gemeinsame Outdoor Aktivitäten bei jedem Wetter ebenso lieben wie die fröhlichen Retriever Hunde.

Passt der Labrador zu mir und meiner Familie?

Labradore sind kinderlieb und sehr menschenbezogen. Sie können weder im Zwinger gehalten werde, noch sollten sie viele Stunden am Tag allein gelassen werden. Diese Hunde sind gelehrig und freundlich, aber auch sehr arbeitsfreudig. Als Wachhund sind sie eine denkbar schlechte Besetzung, ihnen fehlt die Schärfe und Wachsamkeit. Es könnte also sein, dass sie dem fremden Eindringling auf dem Grundstück mit wedelndem Schwanz entgegentreten, besonders, wenn dieser einen kleinen Leckerbissen bei sich führt. Seinen Haltern möchte der Labrador gefallen, sein "will to please" wie die Engländer sagen, ist ausgeprägt. Sensibel und einfühlsam benötigt er eine ebensolche Erziehung ohne übermäßige Härte. Vielmehr sollte er nach dem Belohnungsprinzip erzogen werden, er hat eine gewisse Neigung zu Leckereien. Labradore brauchen lange Spaziergänge, gern am Wasser. Dummy-Training ist gut geeignet, seine Apportier-Anlagen zu fördern. Auch Agility und ähnliches kommt seinen Talenten entgegen. Kinder und Labradore bilden ein gutes Team, sind aber unbeaufsichtigt auch für manchen Unfug gut. Anderen Haustieren wie Katzen begegnet der Labrador bei entsprechender Gewöhnung meist freundlich, wenn sein Jagdinstinkt nicht von ihnen angesprochen wird. Zum Streuner taugen Labradore nicht, aber ihre gute Nase kann sie auf Abwege führen, wenn sie eine interessante Spur verfolgen.

Pflege und Haltung des Labradors

Labradore brauchen viel Bewegung, Beschäftigung, Ansprache und Zuwendung. Ihr kurzes Fell ist recht pflegeleicht und kommt mit einigen täglichen Bürstenstrichen aus. Einige Vertreter dieser Rasse können recht "verfressen" sein und sich über Mülleimer oder gelagerte Lebensmittel hermachen, die sie erreichen können. Sie können sehr viel Kreativität entwickeln, wenn sie an Leckereien gelangen möchten. Übergewicht kann so leicht entwickelt werden und sollte möglichst vermieden werden. Welpen sowie Junghunde sollten nur selten und wenig Treppen steigen müssen. Labradore wachsen schnell und erreichen dadurch zügig eine Gewichtsklasse, die die noch weichen Knochen schädigen kann, wenn das Tier physisch überfordert wird. Auch das Laufen neben dem Fahrrad sollte frühestens ab einem Alter von 1,5-2 Jahren eingeführt werden.

Zu den erblichen Vorbelastungen des Labradors gehören Erkrankungen des Bewegungsapparats wie die bekannte Hüft- und Ellbogendysplasie. Auch Epilepsie, Katarakte und spezielle Muskelerkrankungen kommen vor. Insgesamt ist der Labrador bei guter Pflege und Haltung ein recht robuster Hund, der trotz seiner Größe ansprechend alt werden kann.

Historisches

Die Ahnen des modernen Labradors kommen aus Neufundland. Der sogenannte St.-John´s Hund soll sein Urahn ist. Diese Hunde wurden in den 1880er Jahren in England und Schottland mit anderen Hunden gekreuzt. Zunächst nur schwarz, kamen später auch braune und beigefarbene Welpen dazu. Die helle Fellfarbe wird rezessiv vererbt und ist deshalb nicht leicht zu erreichen. Zunächst war sie auch gar nicht gewollt, während sie heute sehr beliebt ist.

Besonders der braune Typ - Chocolate - ist heute sehr begehrt. Manchmal haben diese Hunde blaue oder grüne Augen. In den USA und Großbritannien ist der Labrador die beliebteste Hunderasse, auch in Deutschland ist er sehr populär.

Informationen für Züchter - VDH Standard

Beschreibung:

Kräftig gebaut, rege mit kurzer Lendenpartie, breite und tiefe Brust, Übergewicht stört den Standard.

VDH Standard:

  • Allgemein: Kräftig, sehnig und agil.
  • Kopf: Breiter, gut modellierter Schädel, Stop gut ausgeprägt, gut ausgeprägte Nasenlöcher, kraftvoller Fang, mittellanger Kiefer, perfektes Scherengebiss, Augen in braun oder haselnussfarben, die gutmütig und freundlich wirken.
  • Hals: Stark, trocken im Übergang zu starken Schultern.
  • Körper: Obere Profillinie gerade, eine breite, kurze und kräftige Brust mit Tiefe und ausgeprägter, fassförmiger Wölbung ohne Fettansatz.
  • Rute: Otterschwanz, mit Dicke am Ansatz und zur Spitze hin schmaler werdend, rund, fröhlich aufrecht und nicht gebeugt über dem Rücken getragen.
  • Pfoten: Ausgebildete Ballen, rund mit guter Wölbung.
  • Haarkleid: Kurz, glatt, mit Unterwolle, die wetterbeständig ist.
 

Labradore sind mit dem Golden Retriever und verschiedenen anderen Retriever Arten verwandt. Allen gemeinsam ist das freundliche Wesen, eine jagdliche Vergangenheit, eine Leidenschaft für das Apportieren und eine Vorliebe für Wasser.

Es gibt verschiedene Zuchtformen bei den Labradoren. Ein Typ ist kräftiger und größer, der andere etwas feingliedriger und kleiner. Der größere Typ ist durchaus von einem beeindruckendem Äußeren, besonders in schwarz.Blaue und grüne Augen sind nicht Standard bei dieser Rasse, kommen aber besonders bei Hunden der Farbe "Chocolate" vor und bilden sehr schöne Kontraste zum Schokoladenbraun. Labradore bilden ansprechende Mischlinge mit anderen Retrievern und Neufundländern aus.

Problematisch ist, dass Labradore zeitweise auch echte "Modehunde" waren und sind. Meistens zahlen Hunderassen einen hohen Preis für Popularität, weil es zu Überzüchtungen kommt. Auch werden dann verstärkt Hunde aus schlechten Zuchtbedingungen angeboten, vor allem aus Osteuropa. Wer einen Labrador erwerben möchte, sollte nur seriösen Züchtern vertrauen. Vor allem ist es gut, wenn auch die Elterntiere angesehen werden können und der Welpe nicht zu früh (frühestens ab 8 Wochen) von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt wird. Verantwortungsvolle Züchter gewöhnen bereits den Welpen an Umweltreize wie andere Haustiere, Kinder, Autos und vieles mehr. Auch achten sie bei der Verpaarung darauf, dass Erbkrankheiten nicht gefördert werden. Welpen aus seriösen Zuchten sind geimpft und gechipt, wenn sie abgegeben werden.

Zusammenfassung zum Labrador

Wenn Sie ein sportlicher Zeitgenosse sind, der Zeit für seinen Hund aufbringen kann, dann ist der Labrador in die engere Wahl zu nehmen. Seine freundliche Lebhaftigkeit macht ihn zu einem wundervollen hündischen Spielkameraden für Kinder, der kaum etwas übelnimmt. Labradore möchten echte Familienmitglieder sein und sich ihren Menschen zugehörig fühlen. Deshalb sind sie nicht gern von Aktivitäten mit ihren Menschen ausgeschlossen. Diese Hunde genießen Zuwendung und viele gemeinsame Freizeitaktivitäten. Liebevoll erzogen kann man auch kleine Sturheiten und die Streiche des klugen Labradors hinnehmen. Er belebt den Familienalltag sehr.