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Malteser

Malteser sind kleine, anhängliche Gesellschaftshunde, die sich durch ein aufgewecktes, freundliches Wesen auszeichnen. Sie zählen zur Familie der Bichon-Rassen – ebenso wie der Bichon Frisé, der Bologneser, der Havaneser und das Löwchen. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sie sich auch für die Wohnungshaltung. Auch Singles und Senioren, die einen intelligenten, anhänglichen Begleiter suchen, treffen mit dem Malteser die richtige Wahl. Interessenten sollten jedoch vor dem Kauf bedenken, dass der Pflegeaufwand im Vergleich zu kurzhaarigen Rassen sehr hoch ist.

Informationen

  • Ursprungsland: Italien
  • Fellfarben: reinweiß bis elfenbeinfarben
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
  • Gewicht: 3 bis 4 kg
  • Widerristhöhe: 21 bis 26 cm (Rüden), Hündinnen maximal 23 cm
  • Besonderheiten: sehr aufgeweckt und anhänglich, intelligent
  • FCI-Standards: Nr. 65, Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 1 (Bichons und verwandte Rassen)

Rassegeschichte

Die Herkunft des Maltesers ist wissenschaftlich nicht genau geklärt. Fest steht jedoch: Es handelt sich um eine sehr alte Hunderasse, die bereits in der griechischen und römischen Antike beliebt war. So wurden in Grabmälern (unter anderem von Pharao Ramses II.) Statuetten von kleinen Hunden gefunden, die dem Malteser erstaunlich ähnlich sehen. Auch auf antiken Vasen befinden sich häufig Abbildungen dieser Hunderasse.

In späteren Jahrhunderten kamen Malteser in Hafengebieten als Rattenfänger zum Einsatz, unter anderem auf Malta. Der Name der Rasse geht jedoch vermutlich auf den semitischen Begriff "màlat" (Hafen) zurück.

In der Renaissance entwickelte sich der Malteser zu einem echten Modehund. Vor allem im Adel wurde er als Schoßhund immer beliebter – und bis heute hat er nichts von seiner Popularität eingebüßt.

Typisches Erscheinungsbild

Mit einer Größe von rund 25 cm und einem Gewicht von drei bis vier Kilogramm zählt der Malteser zu den kleinsten Hunderassen. Sein auffälligstes Merkmal ist das bodenlange, weiße Fell, das sehr glatt und dicht ist, aber keine Unterwolle aufweist. Dieser Umstand deutet darauf hin, dass die Ursprünge des Maltesers in wärmeren Ländern liegen. Wie die meisten kleinen Rassen hat auch der Malteser eine sehr hohe Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren.

Wesen und Charakter

Der Malteser begeistert durch ein sehr aufgewecktes, temperamentvolles Wesen. Der kleine Vierbeiner liebt Gesellschaft und spielt und tobt für sein Leben gern. Er ist daher hervorragend für Familien mit Kindern geeignet, aber auch für ältere Menschen oder Singles. Malteser sind anhänglich und verschmust, jedoch auch sehr intelligent. Besitzer sollten daher für ausreichend geistige Beschäftigung sorgen. Aufgrund seiner geringen Größe hält sich der Bewegungsdrang in Grenzen. Dennoch unternehmen auch Malteser gerne ausgedehnte Spaziergänge, auf denen sie die Welt erkunden können. Der Malteser ist keinesfalls ein Hund, der ständig auf dem Arm herumgetragen werden möchte. Stattdessen ist er sehr neugierig und knüpft gerne Kontakte zu seinen Artgenossen. Bei frühzeitiger Eingewöhnung kommen die Vierbeiner auch mit Katzen im Haushalt hervorragend zurecht.

Der Jagdtrieb des Maltesers ist eher gering ausgeprägt. Auf Spurensuche geht er aber dennoch ausgesprochen gerne. Wer sich für einen Malteser interessiert, sollte zudem bedenken, dass selbst der kleinste Hund eine gute Erziehung benötigt. Wird er ausschließlich auf eine Rolle als Schoßhund reduziert, kann dies schwerwiegende Probleme mit sich bringen. So neigen Malteser, die sich langweilen, zum übermäßigen Kläffen.

Anforderungen an die Haltung des Maltesers

Sofern für ausreichend Spiel und Bewegung gesorgt wird, ist der Malteser auch für die Haltung in der Wohnung geeignet. Die Vierbeiner bleiben jedoch meist nicht gern allein. In der Erziehung sind Geduld und liebevolle Strenge erforderlich, denn natürlich braucht der Malteser trotz seiner geringen Größe Regeln und Grenzen. Auch Anfänger kommen jedoch mit dieser Rasse auf Anhieb gut zurecht, wenn sie die nötige Konsequenz und Geduld aufbringen. Der Malteser ist sogar sehr lernbegierig: Er freut sich, wenn er gemeinsam mit Herrchen oder Frauchen Tricks einstudieren und diese immer wieder aufs Neue vorführen darf.

Die Pflege des Maltesers

Vor dem Kauf eines Maltesers ist zu bedenken, dass die Fellpflege sehr aufwendig ist. Vor allem dann, wenn das Fell bis zum Boden reicht, wird es schnell schmutzig und staubig. Tägliche Fellpflege ist daher unerlässlich, damit das Fell sauber bleibt und nicht verfilzt. Eventuell ist es auch ratsam, das Fell ein wenig zu kürzen, um den Pflegeaufwand zu reduzieren. Zur Pflege haben sich Bürsten mit Wildschweinborsten bewährt. Mit diesen kann der Hundehalter das dichte Malteserfell Schicht für Schicht durcharbeiten. Den Bereichen hinter den Ellenbogen sowie zwischen den Vorder- beziehungsweise Hinterläufen ist dabei besondere Beachtung zu schenken, denn diese neigen zum Verfilzen. Zum Reinigen der Barthaare eignen sich Kämme am besten. Wird der Malteser bereits im Welpenalter an das Bürsten gewöhnt, lässt er sich die Prozedur in der Regel gerne gefallen.

Rassetypische Krankheiten

Malteser sind grundsätzlich sehr robust, und ihre Lebenserwartung liegt bei stolzen zwölf bis 15 Jahren. Allerdings handelt es sich um eine sogenannte brachycephale Rasse, das heißt um eine Rasse mit kurzem Kopf. Je nachdem, wie kurz der Kopf ist, können Atemprobleme die Folge sein.

Malteser neigen außerdem zu Problemen mit den Kniescheiben, so etwa zur sogenannten Patellaluxation, also dem Herausspringen der Kniescheibe aus dem Gelenk. Das Risiko ist bei Bewegungsmangel und Übergewicht besonders groß. Weitere Krankheiten, mit denen Malteser des Öfteren zu kämpfen haben, sind Hautentzündungen und Hautausschläge sowie Zahnprobleme. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind daher für den Malteser besonders wichtig. Halter dieser Hunderasse sollten zudem regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt gehen und hin und wieder das Gewicht ihres Vierbeiners kontrollieren.

Das lange Fell des Maltesers führt häufig zu Augenerkrankungen, beispielsweise zu Bindehautentzündungen. Die Absonderung von Tränenflüssigkeit kann zudem zur Folge haben, dass sich das Fell im Augenbereich rötlich oder braun verfärbt. Bei der Pflege sollte diesen Regionen daher besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Und in Bezug auf die Ernährung des Maltesers gilt: Die kleinen Hunde brauchen nicht ganz so viel Fleisch wie andere Hunderassen. Es schadet also nicht, wenn dem Futter ein großer Anteil Gemüse untergemischt wird. Damit das Fell schön glänzt, sollte der Hund außerdem mit hochwertigen Ölen versorgt werden. Ganz wichtig: Malteser hecheln überdurchschnittlich viel. Sie haben somit einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf und sollten jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser haben.

Allgemeine Beschreibung

  • Allgemein: klein, gestreckter Rumpf, langer Haarmantel
  • Kopf: Schädel etwas breiter als der Fang
  • Hals: setzt sich deutlich erkennbar vom Nacken ab, aufrecht
  • Körper: klein, länglich
  • Rute: dick an der Wurzel, dünn an der Spitze
  • Pfoten: rund, Zehen eng aneinander liegend, Krallen dunkel
  • Haarkleid: sehr lang und dicht, seidige Textur, weiß