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Der Mops

Informationen

  • Ursprungsland: China
  • Alternativnamen: Pug (Englisch für Mops)
  • Fellfarben: Falbfarben, dabei unbedingt dunkle Abzeichen und dunkle Maske, Silber, Schwarz, andersfarbige Absetzungen sind möglich
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
  • Gewicht: Hündin 6,3 kg, Rüde 8,1 kg
  • Widerristhöhe: Hündin 28 cm, Rüde 34 cm
  • Besonderheiten: Keine
  • FCI-Standards: Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 11, kleine doggenartige Hunde ohne Arbeitsprüfung
 

Nach Wilhelm Busch ist er "alter Damen Freude". Der kleine, lustige Mops hat überall auf der Welt eine große Fangemeinde. Loriot alias Vicco von Bülow fand ein Leben ohne Mops sinnlos. Es muss also etwas Besonderes dran sein an diesem Tier mit der witzigen geringelten Rute. In China war er lange der kaiserlichen Familie vorbehalten. Seine Vorfahren finden sich - man glaubt es kaum - tatsächlich unter den wuchtigen Molossern, die auch Ahnherren der Doggen sind. Möpse haben alles, was ein Familien- und Begleithund braucht: Ein freundliches Wesen, Charme, Gutmütigkeit gegenüber Kindern und anderen Haustieren, geringe Ansprüche an die Länge der täglichen Spaziergänge und an die Größe der Stadtwohnung. So weit, so gut. Allerdings darf man nicht vergessen, dass anatomisch gesehen der Mops eine Qualzucht ist. Es finden sich leider viele von Geburt an schwerkranke Tiere bei dieser Rasse.

Passt ein Mops zu mir und meiner Familie?

Ein Mops passt in jede Familie, weil er ein so liebenswürdiger, kompakter und bezaubernder Geselle ist. Verspielt und neugierig neigt er nicht zu übermäßigem Bellen, gibt sich mit einer Stadtwohnung zufrieden, solange er viel Kontakt zu seiner Familie hat. Möpse möchten gefallen und geliebt werden. Sie geben jede Zuwendung vielfach zurück. Aggressives Verhalten ist ihnen sehr fremd. Allerdings kann er manchmal die aggressiven Triebe anderer Hunde nicht so gut einschätzen. Möpse sind mutig und beherzt, aber keine Draufgänger. Meistens kommen sie mit ihrer freundlichen, zugewandten Art gut durch die Hundewelt. Vor zu angriffslustigen Artgenossen sollte man sie schützen. Möpse sind sensibel und anpassungsfähig. Mit Kindern, Katzen, Meerschweinchen und anderen Hausgenossen schließen sie unkompliziert enge, dauerhafte Freundschaften. Insoweit ist der Mops der ideale Familienhund. Das kleine "aber" schließt sich an: Möpse sind vielfach Stammkunden beim Tierarzt.

Haltung und Pflege des Mopses

In vielerlei Hinsicht sind Möpse erfrischend pflegeleicht. Das betrifft ihre Ansprüche an Bewegung, an den zur Verfügung stehenden Raum und die Pflege ihres kurzen Fells. Da ist der Mops äußerst genügsam. Er gibt sich mit 3-4 kurzen Auslaufeinheiten von etwa 15 Minuten zufrieden, wenn man ihm zusätzlich noch ein bisschen Spiel- und Tobezeit einräumt. Ein ansprechender Ruheplatz mit einem schönem, gemütlichen Kissen erfreut sein Hundeherz ebenfalls, gern auch mit seinen Menschen zusammen auf dem Sofa. Etwas Bürsten und die damit verbundenen Streicheleinheiten runden die tägliche Pflegeroutine ab. Möpse sind klein genug, um in Taschen und Fahrradkörbe zu passen. So können sie auch an Aktivitäten teilhaben, die ihre kurzen Beinchen überfordern würden. Möpse möchten bei ihren Menschen sein und an allem teilhaben. Abschlagen kann man ihnen wenig. Sehr hellfarbende Möpse können Schutz gegen die Sonne benötigen. Übergewicht ist aufgrund der Vorbelastung des Mopses bei den Gelenken ein absolutes "No-Go" bei diesen kleinen, kompakten Hunden. Es gefährdet ihre Gesundheit und Lebensfreude.

In anderer Hinsicht kann er ein extrem anspruchsvoller Hund sein. Das betrifft seine schwierige genetische Ausstattung und Anatomie. Der Mops ist eine sogenannte brachycephalische Züchtung. Charakteristisch ist die typische Kurz- sowie Rundköpfigkeit mit den großen hervortretenden Augen. Möpse bedienen damit das typische "Kindchen-Schema" der Brachyzephalie, das für uns so begeisternd und einnehmend ist. Brachyzephalie ist dabei keineswegs eine normale Erscheinung, sondern eine bewusst herbeigezüchtete, genetische Anomalie mit einer starken Deformation des Schädels. Sie ist die Ursache vieler gesundheitlicher Probleme bei den brachycephalischen Rassen, zu denen neben den Möpsen etwa auch die ebenso niedliche, pittoreske Französische Bulldogge gehört sowie auch die Englische Bulldogge.

Die Schädeldeformation führt dazu, dass diese Hunde schwer Luft bekommen. Sie können nur eingeschränkt atmen. Schnaufen und Schnarchen ist bei den engen, kurzen Nasenlöchern allgegenwärtig, wenn der Schädel so stark verkürzt ist. Überwucherte Nasenmuscheln und verdickte Gaumensegel tun ihr Übriges bei den Atemproblemen, ebenso wie Gewebsveränderungen an Bronchien, Kehlkopf und Luftröhre.

So große Augen, wie sie der Mops aufweist, sind anfällig für entzündliche Prozesse und häufig zu trocken. Das gilt ebenso für die umliegenden Hautfalten. Hornhautentzündungen sind verbreitet, ebenso wie tränende Augen oder ständige Sekretbildung. Milben befallen die empfindliche Haut des Mopses sehr gern, er leidet dann zum Beispiel unter Demodikose.

Die Gelenke und die Wirbelsäule des Mopses weisen häufig Defekte auf. Von der Patella Luxation, einer Fehlbildung im Kniegelenk und der Hüftdysplasie bis hin zur Spondylose ist alles vertreten. Lahmheiten und Schmerzen prägen das Leben vieler Möpse auch schon in jungen Jahren. Die Geburten bei brachycephalischen Rassen sind häufig schwer und kompliziert.

Halter von Möpsen müssen also auf manches gefasst sein, vor allem auf häufige Tierarztbesuche und entsprechende Kosten. Wer einen Mops erwerben will, sollte in jedem Fall seriöse Züchter auswählen, um genetisch bedingte Erkrankungen auf ein Minimum zu reduzieren. Besonders robust sind die sogenannten Retro-Möpse und auch die altdeutschen Möpse, die allerdings nicht immer ganz dem Rassestandard entsprechen. Sie haben etwas längere Beine und ihr Schädel wird nicht so kurz und rund gezüchtet. Bei ihnen sind möglichen Gendefekte deshalb weniger ausgeprägt oder gar nicht vorhanden, ohne das der besondere Charakter und das Wesen der Möpse darunter leiden würden.

Historisches

Möpse wurden in China vor rund 2000 Jahren aus Molosser Rassen heraus für den chinesischen Kaiser gezüchtet. Sie gelangten im 16. Jahrhundert nach Holland. Der Name Mops soll sich vom niederländischen "mopperer" ableiten. Das Wort bezieht sich auf das Schnarchen und das schnaufende Atmen, das dem Mops eigen ist. Die Briten lieben Möpse, ihre Königin Victoria hat sie selbst gezüchtet.

Informationen für Züchter - VDH Standard

Beschreibung:

"Multum in parvo" kennzeichnet den Mops - viel Masse auf kleinem Raum. Möpse sind quadratisch und kompakt.

VDH Standard:

  • Allgemein: Kompakt, quadratisch.
  • Kopf: Gross und rund.
  • Hals: Stark, dick, lang genug, um dem Kopf eine stolze, aufrechte Haltung zu ermöglichen.
  • Körper: Kurz, gedrungen.
  • Rute: Hoher Ansatz und eng über der Hüfte gerollt, gern doppelte Rolle.
  • Pfoten: Gut diffenrenzierte Zehen mit schwarzen Krallen
  • Haarkleid: Glatt, sehr weich und kurz, glänzend.

Zusammenfassung zum Mops

Der Mops ist ein Familienhund, wie man ihn sich vorstellt. Anhänglich, lieb, humorig und charmant. Er muss aus einer ansprechenden Zucht mit möglichst wenig genetischen Defekten erworben werden. Selbst dann können regelmäßige Besuche beim Tierarzt notwendig sein. Wenn Sie sich also in diesen Hund verliebt haben sollten, müssen Sie seine Gesundheit im Auge behalten. Dann steht einer innigen Liebe zum kleinen Mops ein ganzes Hundeleben hindurch nichts im Wege.