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Der Prager Rattler

  • Ursprungsland: Tschechien
  • Fellfarben: gelb bis rot, schwarz oder braun
  • Lebenserwartung: 12 - 15 Jahre
  • Gewicht: 1,5- 3 kg
  • Widerristhöhe: 20 - 23 cm
  • Besonderheiten: sehr temperamentvoll, gutmütig, spielfreudig
  • FCI-Standards: nicht anerkannt

DerPrager Rattler ist hierzulande noch weitgehend unbekannt. Es handelt sich um eine Hunderasse vom Pinschertyp, die - neben dem Chihuahua - zu den kleinsten Rassen überhaupt zählt. In seiner Heimat wird der Prager Rattler als Krysarik bezeichnet. Die kleinen Hunde sind lebhaft, temperamentvoll und stets aufmerksam. Sie lassen sich gut erziehen und eignen sich daher als Anfängerhund.

Herkunft des Prager Rattlers

Der PragerRattler ist eine sehr alte Hunderasse, deren Wurzeln in der Tschechischen Republik liegen. Inzwischen ist der Rattler sogar die offizielle tschechische Nationalrasse. Die kleinen Vierbeiner waren zu früheren Zeiten an den Höfen der böhmischen Könige und Fürsten als Repräsentationshunde ausgesprochen beliebt. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Hunderasse auch an den Höfen der anderen europäischen Herrscher an Popularität gewann.

Meist gelangten die Tiere als Freundschaftsgabe in die fremden Länder, wo sie sich nach und nach auch im einfachen Volk ausbreiteten. Denn Prager Rattler eignen sich nicht nur als angenehme Begleiter, sondern auch als Arbeitshunde. Sie befreiten Bauernhöfe samt Ställen von Ratten und Mäusen und erhielten auf diese Weise ihre heutige Bezeichnung.

Zwischenzeitlich geriet der Rattler weitgehend in Vergessenheit, und nur durch die Tatkraft einiger Liebhaber der Rasse konnte verhindert werden, dass der Prager Rattler vollkommen ausstarb. In den 1980er Jahren wurde eine erfolgreiche Zucht aufgebaut, und heute nimmt das internationale Interesse an dieser Rasse immer weiter zu. Von der FCI wurde der Prager Rattler bisher jedoch noch nicht anerkannt.

Typisches Erscheinungsbild

Der Prager Rattler zählt zu den Zwergenrassen: Sowohl Rüden als auch Hündinnen werden für gewöhnlich nicht größer als 23 Zentimeter. Das Gewicht liegt bei maximal drei Kilogramm. Die Farbgebung reicht von Gelb über Rot und Braun bis hin zu Schwarz. Der Kopf ist birnenförmig, passt jedoch sehr gut zum kompakten Körper, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Die Rute bildet eine Verlängerung zur Rückenlinie und wird zur Spitze hin schmaler. Typisch sind zudem die rundlichen Pfoten mit kurzen Zehen und dunklen Krallen. Bei guter Pflege wird der Prager Rattler bis zu 15 Jahre alt.

Wesen und Charakter des Prager Rattlers

Der Prager Rattler ist ein sehr ausgeglichener Hund, der mitunter jedoch auch ausgesprochen temperamentvoll sein kann. Vertreter dieser Rasse sind stets aufmerksam, konzentriert und daher leicht zu erziehen. Darüber hinaus sind Prager Rattler sehr sanftmütig und zutraulich. Gegenüber Fremden zeigen sie zwar zunächst etwas Misstrauen, bereits nach kurzer Zeit sind sie jedoch aufgeschlossen. Rattler binden sich sehr stark an ihre Menschen und stehen gerne im Mittelpunkt.

Für wen ist die Hunderasse geeignet?

Dass der Prager Rattler sehr klein ist, bedeutet nicht, dass er nicht gerne spazieren geht. Im Gegenteil: Die kleinen Hunde sind sehr quirlig und haben einen hohen Bewegungs- und Beschäftigungsdrang. Die meisten Exemplare sind zudem ausgesprochen lauffreudig und nehmen mit Begeisterung am Hundesport teil.

Die Haltung in einer Wohnung stellt aber bei ausreichend Bewegung kein Problem dar, und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist der Prager Rattler auch mit Zweithunden und sogar mit Katzen verträglich. Er ist der ideale Familienhund, sofern die Eltern sicherstellen, dass der kleine Vierbeiner nicht als Spielzeug missbraucht wird. Bei entsprechender Eingewöhnung bleibt der Rattler auch mal für ein paar Stunden allein zu Hause. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der lernfreudige Hund körperlich und geistig ausgelastet ist.

Informationen zu Anerkennung und Zucht

Der Prager Rattler wurde 1980 in das Zuchtbuch des CMKU, das heißt des tschechischen Züchterverbandes, eingetragen. Dieser ist zwar Mitglied in der Fédération Cynologique International (FCI), dennoch hat die FCI den Rattler noch nicht als Rasse anerkannt. Ganz anders der deutsche VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) sowie der schwedische SKK und der finnische Verband FKK. Die deutschen Züchter der Rasse sind im Verband Deutscher Kleinhunde Züchter e.V. organisiert, der wiederum Mitglied im VDH ist. Des Weiteren gibt es einen Deutschen Prazsky Krysarik Klub e.V., der sich ebenfalls der Förderung des Prager Rattlers verschrieben hat.

Verwandte Rassen

Bereits auf den ersten Blick wird die Verwandtschaft des Prager Rattler mit dem Zwergpinscher deutlich. Der Zwergpinscher ist jedoch etwas größer und mit einem Gewicht von vier bis sechs Kilogramm auch deutlich schwerer. Zudem hat diese Hunderasse ihre Wurzeln in Deutschland.

Die Pflege des Prager Rattlers

Dank des kurzen, glatten Fells gestaltet sich die Pflege des Prager Rattlers sehr einfach. In der Regel genügt es, den Hund zwei bis drei Mal pro Woche auszubürsten, um lose Haare zu entfernen. Auf diese Weise bleibt das Fell zudem weich und geschmeidig und die Durchblutung der Haut wird effektiv gefördert.

Sollte sich der Vierbeiner einmal im Dreck gewälzt haben, kann er aufgrund seiner geringen Größe problemlos abgeduscht werden. Wie für alle anderen Hunderassen auch gilt jedoch, dass er nicht zu häufig gebadet werden sollte. Der Prager Rattler ist zudem sehr empfindlich gegenüber Kälte, sodass auf wohltemperiertes Wasser geachtet werden muss. Im Winter spricht nichts dagegen, den Hund mithilfe eines Mantels vor der Kälte zu schützen - zumal das Fell sehr dünn ist und sich der Rattler aufgrund seiner kurzen Beine stets nah am Boden befindet.

Zur Zahnpflege empfiehlt es sich, dem Prager Rattler hin und wieder einen speziellen Kauknochen anzubieten, damit Beläge von den Zähnen gekratzt werden. Mindestens ebenso wichtig wie die Pflege der Zähne ist die der Ohren: Hier ist es ratsam, regelmäßig einen Blick in die Gehörgänge zu werfen, um Verschmutzungen und Rötungen frühzeitig zu erkennen und Entzündungen zu vermeiden.

Häufige Krankheiten

Eine typische Erkrankung des Prager Rattlers ist die Patellaluxation. Hierbei handelt es sich um eine Verschiebung der Kniescheibe, die vor allem bei Zwergrassen weit verbreitet ist. Sie ist in der Regel nicht genetisch bedingt, sondern entsteht innerhalb der ersten zwölf Lebensmonate. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt sind in dieser Zeit also empfehlenswert, um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und der Entstehung von Gelenkschäden vorzubeugen.

Allgemeine Beschreibung

  • Allgemein: klein, glatthaarig
  • Kopf: birnenförmig
  • Hals: harmonisch mit Kopf und Körper
  • Körper: kompakt
  • Rute: Verlängerung der Rückenlinie, zur Spitze hin schmaler werdend
  • Pfoten: rund mit kurzen Zehen und dunklen Krallen
  • Haarkleid: kurz bis halblang, gelb bis rot