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Der Pudel

  • Ursprungsland: Frankreich
  • Fellfarben: Äußerst variabel von Apricot über Blau, Schwarz, Weiß, Schwarz und Loh, zu Creme, Schwarz-weiß, Rot, Silber, Braun und Sable
  • Lebenserwartung: bis zu 16 Jahren
  • Gewicht: 3-23 kg
  • Widerristhöhe: Variiert - Großpudel mit 45 cm bis zu 60 cm, Kleinpudel mit 35 cm bis zu 45 cm und Zwergpudel mit 28 cm bis zu 35 cm sowie Toy-Pudel mit 24 cm bis zu 28 cm 
  • Besonderheiten: Keine
  • FCI-Standards: Gesellschafts- und Begleithunde in der Sektion 2 Pudel ohne Arbeitsprüfung 
 

Wenn es diesen Hund nicht gäbe, müsste man ihn erfinden. Pudel sind wirklich liebenswürdige, freundliche Hunde, die heute leider etwas aus der Mode gekommen sind. Dabei werden die Qualitäten dieses ursprünglich als Jagdhund eingesetzten Hundes meist völlig verkannt. Vielen ist er nur als modisch getrimmte Begleitung elegant gekleideter Damen ein Begriff. Seine ruhige Art wird dabei oft als Dummheit interpretiert. Das Gegenteil ist der Fall. Seine Intelligenz ist ebenso herausragend wie sein Lerneifer. Darin steht er etwa einem Australian Shepherd kaum nach. Der niedliche Franzose ist dabei nur viel bescheidener und unkomplizierter.

Passt ein Pudel zu mir und meiner Familie?

Ein Pudel passt in jede Familie. Da es ihn in verschiedenen Größen gibt, passt er sich auch jeder Raumsituation an - von der kleinen Stadtwohnung bis hin zum Haus mit Garten. 
Intelligent, wachsam, aber sanft und liebenswert, ist der Pudel in jeder Größe ein fröhlicher Begleiter in allen Lebenslagen. Er ist sehr anpassungsfähig, verwirklicht alle seine Talente aber nur bei ausreichender Beschäftigung. 

Man kann Pudeln vieles beibringen, sie sind leicht mit liebevoller Hand zu erziehen und erlernen darüber hinaus für ihr Leben gern Kunststücke und Tricks. Selbst Kinder ab einem gewissen Alter können mit ihnen trainieren. Pudel lieben Kinder und freunden sich häufig auch mit anderen Haustieren an. Häufig verbirgt sich in einem Pudel ein kleiner Clown, der alle in der Familie zum Lachen bringt.
Die Rasse liebt Spiele, insbesondere mit Apportierleistungen, häufig auch das Wasser. 

Zwingerhaltung scheidet definitiv aus, der Pudel braucht den Kontakt zu seinen Menschen. Er ist sensibel, ohne empfindlich zu sein und nimmt wenig übel. Allerdings ist es ein trauriger Anblick, wenn dieser wunderbare Hund nicht seinen Anlagen gemäß gefordert wird. Pudel sind äußerst anhänglich und treu. Sie eignen sich auch deshalb als Begleiter der Kinder, weil ihnen Aggressivität fremd ist.

Pflege und Haltung eines Pudels

Idealerweise wird der Pudel gut beschäftigt: Agility, Dog Dance und alle Arten von Kunststücken bereiten dem schlauen Tier Freude. Auch ausreichend Bewegung macht sein Hundeleben neben ausreichend Kontakt zu seinen Menschen und anderen Tieren perfekt. Pudel sind gesellig, nicht umsonst sieht man zuweilen einen Halter mit einer ganzen Gruppe dieser Hunderasse in allen Größen.

Da man Pudel so gut erziehen kann, können sie ihre Menschen überall begleiten: Zum Stadtbummel, auf Reisen und bei fast jeder Form der Freizeitgestaltung. Das kommt dem anhänglichen Wesen des Pudels auch entgegen. 

Die Fellpflege kann beim Woll- wie beim Schnürenpudel herausfordernd sein, so dicht und reich an Wolle ist das Haarkleid. Hier schafft regelmäßiges Trimmen die gewünschte Erleichterung. Allergiker können meist mit einem Pudel leben, diese Hunderasse haart nicht oder ganz wenig.

Erblich bedingt sind bestimmte Erkrankungen. Unter anderem finden sich beim Pudel:

  • die Patella-Luxation. Hier springt die Kniescheibe heraus, was Lahmheit zur Folge hat. 
  • die progressive Retinaatrophie . Die Netzhaut des Auges stirbt allmählich ab, das Auge erblindet. Unter Umständen sind beide Augen betroffen. 
  • die Hüftgelenkdysplasie. Die Fehlentwicklung der Hüftgelenke ruft Lahmheit und Schmerzen ind en Hinterläufen hervor. bei der es sich um eine Fehlentwicklung der Hüftgelenke handelt. Der Pudel lahmt in den Hinterläufen.
  • die Katarakt. Hierbei trübt sich die Augenlinse bis zur Erblindung milchig ein. 
  • Epilepsie. Das Anfallsleiden führt zu Krampfanfällen.

Historisches

Der Name des Pudels wird zum einen mit Wasserplätschern assoziiert, zum anderen in seiner französischen Form "caniche" mit Entenvögeln. Pudel wurden in Frankreich zur Entenjagd eingesetzt. Diese Entwicklung geht zurück bis ins 18. Jahrhundert. In dieser Zeit wurden die Pudel in Frankreich aus verschiedenen Jagdhundrassen vermischt gezüchtet. Die echte Pudelzucht begann Ende des 19. Jahrhunderts fast zeitgleich in mehreren europäischen Ländern wie Frankreich und Deutschland, aber auch Russland. Ihre Anhänglichkeit und Gelehrigkeit machte Pudel lange Zeit sehr beliebt. Bis in die 1960er Jahre waren sie zudem teilweise einfach ein modisches Statement. Zirkusse beschäftigten die lerneifrigen Pudel in großer Zahl für Dressurnummern. Heute sind die tollen Eigenschaften dieses Hundes fast in Vergessenheit geraten. 

Informationen für Züchter - VDH Standard

Beschreibung nach VDH

Pudel sollen Hunde von mittleren Proportionen mit charakteristischem krausen Haarkleid sein, welches entweder gelockt oder geschnürt ist. Sie haben das Ansehen eines intelligenten, immer wachsamen, munteren so wie harmonisch gebauten 
Hundes, der den Eindruck von Eleganz und Stolz macht. 

VDH Standard Auszug Pudel

  • Kopf - er ist vornehm, gradlinig und im Gleichgewicht zum Körper. Der Kopf soll gut geschnitten sein, nicht zu schwer aber auch nicht übermäßig fein wirken. 
  • Der Schädel beträgt in der Breite weniger als die Hälfte der Kopflänge. Von oben betrachtet erscheint der Schädel eine ovale Form zu haben u und im Profil etwas konvexer. Die Längsachsen von Schädel und Nasenrücken laufen leicht auseinander.  Die Augenbrauenbogen sind mäßig akzentuiert und mit langem Haar bedeckt.
  • Die Stirnfurche wirkt breit zwischen den Augen, und nimmt zum stark ausgeprägten Hinterhauptbein ab. 
  • Der Stop ist wenig ausgeprägt, aber existent. 
  • Gut entwickelter Nasenschwamm, im Profil betrachtet senkrecht, bei geöffneten Nasenlöchern. 
  • Ohren: Schlappohren bis zum Lefzenwinkel reichend.
  • Hals: fest, kurzer Rücken.
  • Rute ist hoch angesetzt.
  • Pfoten mit kleinen, festen Ballen, die hart sind.
  • Haarkleid
    • beim Pudel mit lockigem Haar (Wollpudel): voll, fein, wollig, stark gekräuselt, elastisch, Wolle gleichmäßig lang.
    • beim Schnürenpudel: üppig, fein, wollig dicht, Schnüre nicht unter 20 cm lang 

Zusammenfassung zum Pudel

Pudel in allen Größen sind ganz wunderbare Familien- und Begleithunde. Sie bleiben allerdings unter ihren Möglichkeiten, wenn man ihre Intelligenz und Gelehrigkeit nicht in sinnvolle Bahnen leitet.
Hundesport sowie das Erlernen von Tricks und Kunststückchen verwirklichen die Anlagen des Pudels erst richtig. Schon deshalb sollte man diesem bescheidenen Hund genug Zeit und Aufmerksamkeit widmen. Er dankt es mit Treue, Anhänglichkeit und der Fähigkeit, seine Umgebung zu bezaubern. Seine Liebenswürdigkeit allen anderen Lebewesen gegenüber sucht in der Hundewelt seinesgleichen. Man sollte niemals vergessen, dass ein Pudel ein "kleiner Edelstein" ist.