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Der Rhodesian Ridgeback

  • Ursprungsland: Länder des südlichen Afrikas sowie Simbabwe
  • Fellfarben: hell weizenfarben bis rötlich, leichte Weißanteile an der Brust und an den Zehen erlaubt, dunkler Fang und dunkle Behänge erlaubt
  • Lebenserwartung: durchschnittlich 10 bis 12 Jahre
  • Gewicht: Hündinnen 32 Kilogramm, Rüden 36,5 Kilogramm
  • Widerristhöhe: Hündinnen 61 bis 66 Zentimeter, Rüden 63 bis 69 Zentimeter
  • Besonderheiten: glatter Aalstrich, genannt Ridge, bezeichnet längliche, dünne Haarbürste entgegen der normalen Wuchsrichtung längs über den Rücken
  • FCI-Standards: muskulöser, ausgewogener Körperbau, wendig, ausdauernd und aktiv, klare Abgrenzung des Rückenkamms, der symmetrisch zu den Hüfthöckern verläuft und höchstens zwei Wirbel aufweist, mittellanger Kopf, bei dem sich nur in angespannter Situation Falten auf der Haut zeigen dürfen, markanter Stopp, schwarzer oder brauner Nasenschwamm, passend zur Farbe der Augen, langer und kräftiger Fang mit Scherengebiss, runde, intelligente Augen, in der Farbe harmonisch zur Fellfarbe, hoch angesetzte, mittelgroße, am Kopf anliegende Ohren, langer, kräftiger Hals, tiefe Brust, kräftige Rute von mäßiger Länge, die leicht gebogen getragen wird, gerade, kräftige Vorderläufe, schlanke Hinterläufe, kurzes, dichtes Fell, das glänzt in den oben beschrieben Farben
 

Der Rhodesian Ridgeback ist ein eleganter Jagdhund, der auch als Wach- und Familienhund gehalten wird. Wenn Sie sich für diese Rasse interessieren, sollten Sie körperlich aktiv sein, denn Sie müssen diesem Laufhund viel Bewegungsfreiheit verschaffen. In der Pflege stellt der elegante Vierbeiner keine besonderen Ansprüche.

Passt die Rasse zu mir und meiner Familie?

Sie sollten körperlich fit und aktiv sein, wenn Sie sich einen Hund dieser großen Rasse anschaffen. Planen Sie lange Spaziergänge mit ihm ein oder nehmen Sie ihn besser noch am Rad beziehungsweise an Inline-Skates mit, sonst geht Ihnen in Gesellschaft dieses ausdauernden Vierbeiners schnell die Luft aus. Die Rasse ist durchschnittlich intelligent, so dass Sie sie relativ leicht erziehen können. Der Besuch einer Hundeschule ist anzuraten, denn einmal gemachte Erziehungsfehler lassen sich im Nachhinein schwer ausmerzen. Sie sollten bei der Erziehung dieses Hundes konsequent sein, damit Ihr Vierbeiner Sie als Rudelchef akzeptiert. Wenn er nämlich die Oberhand gewinnt, verlieren Sie aufgrund seiner Größe und Kraft schnell die Kontrolle über ihn. Spürt er, dass Sie ihm unterlegen sind, nimmt sein natürlicher Schutzinstinkt ungeahnte Ausmaße an. Er meint, Sie gegen Artgenossen und Fremde verteidigen zu müssen. Dem sollten Sie von Anfang an entgegenwirken.

Mit Kindern versteht sich der Ridgeback gut, gegenüber Fremden ist er anfangs skeptisch. Ist er gut erzogen, beißt er Unbekannte nicht. Besucher und anderweitige Störungen meldet er zuverlässig an. Wenn Sie ihn ein Grundstück oder Haus bewachen lassen, geben Sie ihm eine sinnvolle Aufgabe, die er zuverlässig erfüllt.

Da dieser Hund stark, ausdauernd und sportlich ist, können Sie ihn zum Agility anmelden. Lassen Sie vorab den Status seiner Gelenke durch den Tierarzt klären. Falls eine Hüftgelenksdysplasie besteht, kann sich aus dieser bei zu hoher Beanspruchung später eine Arthrose entwickeln. Auch als Fährtenhund macht sich diese Rasse gut. Lassen Sie ihn beim Mantrailing mitmachen. Falls Sie Ihren Vierbeiner zum Schwimmen mitnehmen möchten, könnten Sie Glück haben. Eventuell lässt er sich für das Wasser begeistern, viele Ridgebacks lehnen den Aufenthalt im kühlen Nass jedoch ab.

Gehören kleine Kinder zum Haushalt, sollten Sie die Anschaffung eines Ridgebacks überdenken. Der temperamentvolle Riese könnten sie beim Spielen umwerfen. Für ältere und körperlich eingeschränkte Personen eignet sich dieser agile Vierbeiner ebenfalls nur bedingt, weil die Erziehungsarbeit eine Menge Standfestigkeit von seinem Besitzer erfordert. Dies gilt insbesondere für die Junghundphase, in der der Hund seine Grenzen auslotet.

In einigen Regionen des Landes benötigen Sie eine Erlaubnis für das Halten der Rasse, da diese teilweise auf der Liste für Hunde mit gesteigerter Aggressivität geführt wird.

Wesen und Charakter des Hundes

Der Ridgeback ist ein mutiger Hund, der sich von ungewohnten Situationen nicht abschrecken lässt. Er beschützt seine Menschen sowie ihr Hab und Gut, andere Haustiere mag er aufgrund seines Jagdtriebs nicht so gern in seinem Rudel. Doch mit Geduld lässt sich Letzterer in seine Bahnen lenken.

Körperbau und Aussehen

Der Ridgeback besitzt einen durchtrainierten, harmonisch proportionierten, eleganten Körper, der nicht zur Plumpheit neigt. Die tiefe Brust reicht bis zur Höhe des Ellenbogenpunktes. Die Schultern liegen schräg, so dass sie eine hohe Geschwindigkeit beim Laufen erahnen lassen. Seine Widerristhöhe von bis zu 69 Zentimeter lässt den Hund imposant und stattlich erscheinen. Der glatte Aalstrich auf seinem Rücken ist eine Besonderheit seines Haarkleids, die ihn von den meisten anderen Rassen unterscheidet. Ebenso markant wirkt seine dunkle Maske im Gesicht.

Haltung und Pflege

Die Futter- und Tierarztkosten sind der Größe der Rasse entsprechend hoch. Dafür brauchen Sie in die Fellpflege dieses Hundes wenig Zeit investieren. Das kurze, glänzende Haar ist schnell durchgebürstet. Auch mit dem Fellpflegehandschuh können Sie abgestorbene Haare entfernen und Ihrem Vierbeiner gleichzeitig ein paar Streicheleinheiten gönnen. Auf die Verwendung eines Kamms mit Metallzinken verzichten Sie besser, um seine Haut nicht zu verletzen.

Zu den rassetypischen Krankheiten zählt das Wobbler-Syndrom, das durch eine Nervenschädigung im Rückenmark ausgelöst wird. Weiterhin treten Schilddrüsenunterfunktionen sowie die sogenannte SLO vergleichsweise häufig auf. Bei Letzterer greift die körpereigene Abwehr das Gewebe an. Vorbeugen können Sie teilweise durch die Gabe von hochwertigem Futter. Andere Erkrankungen treten selten auf, da der Ridgeback zu den robusten Rassen zählt.

Herkunft und Geschichte des Rhodesian Ridgeback

Die Rasse stammt aus Südafrika. Ihre Ahnen waren verschiedenen Ursprungs, sie ließen sich eindeutig der Kapkolonie zuordnen. Schon diese wiesen den umgekehrten Aalstrich auf, der ein typisches Merkmal des Hundes ist und ihm zu seinem Namen verhalf. Die damaligen Ridgebacks wurden vorwiegend zur Jagd von Großwild eingesetzt, wobei sie in Zweier- oder Dreiergruppen zusammenarbeiteten. Der erste Standard für die Rasse, der an den Dalmatiner erinnerte, wurde im Jahr 1922 aufgestellt und vier Jahre später von der Kennel Union des Südlichen Afrika anerkannt. Hierzulande ist die Rasse bis heute die einzige anerkannte aus Südafrika.

Welche Mischlingsformen gibt es?

Die Rasse soll dem Standard der FCI entsprechen. Mischlingsformen sind nicht zugelassen.

Alles rund um die Zucht

Seriöse Züchter orientieren sich bei der Auswahl der Verpaarungen am Rassestandard der FCI. Sie besagen, dass fehlerhafte Hunde von der Zucht auszuschließen sind. Dazu gehören diejenigen, die in der Größe, Fellbeschaffenheit, Farbe, den Eigenschaften und Proportionen der Körperteile vom Standard abweichen sowie solche, die Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Insbesondere wird auf funktionale und klinisch gesunde Hunde Wert gelegt.

Beschreibung analog zum Verband des Deutschen Hundewesens (VDH)

  • Allgemein: elegant, gelassen, ohne Scheu Fremden gegenüber, jedoch zurückhaltend, keine Anzeichen von Aggressivität
  • Kopf: mittellang, flach, markanter Stirnabsatz
  • Hals: lang und kräftig
  • Körper: ausgewogen gebaut, stark und muskulös
  • Rute: kräftiger Ansatz, zur Spitze schlanker werdend, mäßig lang
  • Pfoten: rund mit gut gewölbten Zehen
  • Haarkleid: dicht und kurz, glatt und glänzend, Besonderheit ist der Rückenkamm mit einer durchschnittlichen Breite von fünf Zentimetern, beginnend hinter den Schultern, bis zu den Hüfthöckern reichend, darf maximal zwei Wirbel aufweisen