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Die Bengal-Katze

  • Ursprungsland: Die Vorfahren der heutigen Bengalen stammen aus Asien, wo sie vom Osten Russlands über Korea, China, Vietnam bis ins nördliche Pakistan sowie auf den Philippinen und den Sunda-Inseln vor Indonesien verbreitet sind.
  • Fell: Kurzhaar
  • Fellfarben: schwarz, braun, grau, cremefarben bis weiß (nach FIFe-Standards)
  • Lebenserwartung: 15 bis 20 Jahre
  • Gewicht: Katzen etwa 4 Kilogramm; Kater durchschnittlich ca. 5,5 Kilogramm, mitunter bis zu 7 Kilogramm
  • Widerristhöhe: Schultern mit etwa 40 bis 45 Zentimetern etwas höher als bei Hauskatzen
  • Besonderheiten: Anmutung einer kleinen Wildkatze; dichtes, seidiges Fell, teils mit goldig oder silbrig schimmernd

Die Bengal-Katze: Ein Leopard im Kleinformat mit seidig glänzendem Fell, der anmutig durchs Haus streift, gern mal mit unter die Dusche geht, intelligent, verspielt und anhänglich ist. Auch wenn die äußere Erscheinung dieser Rassekatze der ihrer wilden Vorfahren gleicht, ist sie vom Wesen her eine aktive, ausgeglichene, kommunikationsfreudige Hauskatze.

Körperbau und Aussehen

Ihr athletischer Körperbau verleiht den mittelgroßen bis großen schlanken Bengalen eine unnachahmliche Eleganz. Auf ihren kräftigen mittelhohen Beinen mit den großen, runden Pfoten bewegt sie sich voller Anmut durch die Welt, springt aber auch gern. Das fällt ihr besonders leicht, weil ihre Hinterläufe etwas länger sind als die Vorderläufe. Nacken und Schultern sind kräftig und muskulös. Der kegelförmige Schwanz ist von mittlerer Länge und endet mit einer abgerundeten Spitze.

Der Kopf ist keilförmig und verhältnismäßig klein. Die kurzen, nach vorn zeigenden Ohren liegen weit auseinander, ebenso wie die ovalen bis mandelförmigen Augen, die schräg zum Ohransatz ausgerichtet sind. Auffallend sind die hervortretenden Wangenknochen, der breite Fang und die üppig ausgeprägten Schnurrhaarkissen. Allerliebst auch die breite Stupsnase.

Sensationell ist das dichte, kurze Fell der Bengalen, das sich beim Streicheln anfühlt wie ein Seidenteppich. Ebenso eindrucksvoll ist die Vielfalt der faszinierenden Zeichnungen ihres Haarkleides, deren Farbspiel einfach jeden begeistert. Auf Grundfärbungen von cremeweiß, grau, verschiedenen Rottönen und braun bis hin zu schwarz finden sich hinreißende Muster aus einfarbigen Tupfen (spotted) oder mehrfarbigen Rosetten (rosetted). Oder aber das gesamte Fell erscheint marmoriert. Hinzu kommt bei vielen Bengalen ein silbriger oder goldener Schimmer.

Wesen und Charakter

Zwar sehen diese exotischen Tiere aus wie kleine Wildkatzen, in ihrem Wesen sind sie jedoch durch und durch Hauskatzen, die gern in Gesellschaft mit Zweibeinern leben und auch Kinder mögen. Bengalen sind freundlich, ausgeglichen und jederzeit zu einem Spielchen aufgelegt. Mit großem Bewegungsdrang erkunden diese intelligenten Katzen neugierig ihre Umwelt. Ganz so, wie ihre Vorfahren konzentriert die Wildnis durchstreiften, bewegen sich auch die Bengalen sehr geschmeidig und außerordentlich geschickt durch die Welt und bleiben bis ins hohe Alter aktiv.

Bengalen suchen die Nähe des Menschen. Zeitweilig folgen sie ihren Dosenöffnern auf Schritt und Tritt – fast wie ein junger Hund. Mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln fordern sie Aufmerksamkeit und Zuwendung ein, sind anschmiegsam, kuscheln und schmusen gern. Vor allem aber fasziniert ihre Stimme, mit der sie ganz eigenwillige Lautmalereien vollbringen. Die Töne reichen vom Miauen und Schnurren über spitze Schreie bis hin zu einem Geräusch, das an gurrende Tauben denken lässt. Da Bengalen fast immer zum „Erzählen“ aufgelegt sind, können Sie mit diesen Katzen tatsächlich „plaudern“. Bald wissen Sie genau, was Ihre Katze ihnen gerade sagen möchte. Umgekehrt deuten diese aufgeweckten Tiere auch Ihren Tonfall recht treffsicher. Daher haben Sie eine reelle Chance, Ihnen klarzumachen, welches Verhalten unerwünscht ist.

Noch eine für Katzen ganz untypische Eigenart ist erwähnenswert. Viele Bengalen mögen das Wasser. Könnte also passieren, dass Ihre Katze gern mit Ihnen unter die Dusche gehen möchte.

Haltung und Pflege

Da Bengalen von Wildkatzen abstammen, würden sie als Freigänger ein extrem großes Revier für sich in Anspruch nehmen und gegen jeden Eindringling verteidigen. Deshalb empfiehlt es sich nicht, sie in die Freiheit zu entlassen. Ein Freigehege im Garten nehmen sie dankbar an. Ebenso gut können Bengalen aber auch als reine Wohnungskatzen gehalten werden. Allerdings sollte die Wohnfläche nicht zu gering sein, denn diese durchtrainierten Tiere benötigen unbedingt ausreichend Platz zum Laufen, Spielen und Herumtollen. Deshalb sollte die Katze auch Zugang zu allen vorhandenen Räumen haben.

Da sie nicht nur beständig klettern und springen wollen, sondern auch gern den Überblick behalten, empfiehlt sich ein geeigneter Platz in lichter Höhe. Das kann ein stabiler Kratzbaum mit Plattform sein oder eine Liegefläche auf einem hohen Regal oder Schrank, von dem aus sie die Aussicht von oben genießen können.

Um ihr wundervolles Fell kümmern sich Bengalen selbständig, deshalb ist keine regelmäßige Fellpflege erforderlich. Dennoch finden viele von ihnen Gefallen daran, wenn ihr Fell hin und wieder gebürstet wird. Wobei es scheint, als kosten sie vor allem die ihnen dabei entgegengebrachte Zuwendung genüsslich aus.

Passt diese Rasse zu mir und meiner Familie?

Bengalen sind keine Einzelgänger, sondern suchen fast immer jemanden zum Spielen, Toben, Schmusen und „Reden“. Umtriebig und hochintelligent wollen diese Katzen viel beschäftigt sein. Deshalb wäre es die größte Strafe für sie, über lange Zeiträume allein gelassen zu werden und sich langweilen zu müssen.

Ihr freundliches Wesen bringt es mit sich, dass sie sehr zutraulich und niemals aggressiv sind. Daher eignen sie sich durchaus als Hauskatze für Familien mit Kindern, wo sie zu einem echten Familienmitglied werden. Auch mit einer weiteren Katze oder einem Hund vertragen sie sich gut. Bengalen sind einfach am glücklichsten in Gesellschaft – am liebsten mit einem Spielgefährten, der immer zur Stelle ist, wenn sie Lust auf Action oder Nähe haben.

Herkunft und Geschichte der Bengal-Katze

Die heute als Rassekatze bekannte Bengalkatze (früher auch Leopardette genannt)ging aus der Kreuzung der asiatischen Leopardenkatze (Prionailurus bengalensis) mit einer kurzhaarigen Hauskatze hervor. Schon vor mehr als 5.000 Jahren wurden derartige Kreuzungen in China domestiziert, was sich durch Ausgrabungen und Untersuchungen fossiler Kieferknochen von chinesischen Hauskatzen aus diesem Zeitraum nachweisen ließ.

In der jüngeren Vergangenheit paarte die Genetikerin Jean Sugden 1963 eine asiatische Leopardenkatze mit einem schwarzen Hauskater. Ihre Absicht war es, die für Wildkatzen typischen Eigenschaften (insbesondere ihren athletischen Körperbau sowie ihr einzigartig gezeichnetes Fell) mit den vom Menschen an ihren Hauskatzen geschätzten Charakterzügen zu vereinen. Aus der systematischen Fortsetzung dieser Zucht durch die Rückkreuzung einer weiblichen Katze der ersten Kreuzungsgeneration mit ihrem Vater entstand eine zweite Generation. Nach längerer Unterbrechung setzte die Wissenschaftlerin zehn Jahre später die Zucht mit acht weiblichen Mischlingen fort, die sie von ihrem Kollegen Dr. Willard Centerwall übernommen hatte, der ebenfalls domestizierte Kurzhaarkatzen mit asiatischen Leopardenkatzen gekreuzt hatte. Die ersten drei Generationen werden als „Foundations Bengalen“ bezeichnet; erst die nachfolgenden Generationen gelten als domestizierte Bengalen.

Parallel zu diesen ersten Linien brachten andere Katzenzüchter neue Blutlinien der gleichen Kreuzung hervor, die nicht mit den ersten Generationen verwandt sind. So existieren inzwischen ausreichend Linien, womit eine zu enge Inzucht vermieden werden kann. Im Verlauf der gesamten Züchtungsgeschichte spielten durchaus auch andere Rassen eine Rolle. Heute hingegen werden zumindest von zugelassenen Rassekatzenzüchtern nur noch Bengalen untereinander verpaart und somit ausnahmslos reinerbig gezüchtet.

Rund um die Zucht

Die weltweit größte Organisation zur Registrierung von Rassekatzen The International Cat Association (TICA) ließ die Bengalen in den USA bereits 1985 zur Zucht zu. Die Fédération Internationale Féline (FIFe) – nach eigener Aussage die „Vereinte Nation der Katzenverbände“ – zog erst 1998 nach und legt (wie für andere Rassekatzen auch) bestimmte Regeln für die Zucht von Bengalen fest.

  • Allgemein: Wie schon in den Anfängen ist das Ziel der Bengalen-Zucht eine Rassekatze, die den athletischen Körperbau der ursprünglichen Wildkatze mit dem Temperament und den Charakterzügen domestizierter Hauskatzen vereint. Von der FIFe wird sie als „aufgeweckte Erscheinung, geschmeidig und sehr muskulös“ beschrieben.

Zusammenfassend nun die Richtlinien der FIFe hinsichtlich bestimmter Merkmale gezüchteter Bengalen.

  • Körper: Mittelgroß bis groß, muskulös mit kräftigem Knochenbau, langgestreckt auf Beinen mittlerer Höhe; Hinterbeine etwas länger als die Vorderläufe; Kruppe (Übergang zwischen Lendenwirbel, Kreuzbein und Schwanzwirbeln) etwas höher als die Schultern
  • Kopf: Im Verhältnis zum Körper eher klein, breiter modifizierter Keil mit sanfter Rundung des Schädels zum Nacken hin, hohe hervortretende Backenknochen
  • Augen: Gold, grün, braun, blau, blaugrün oder aquamarin
  • Hals: Lang, dick und muskulös in guter Proportion zum Körper
  • Ohren: Weit auseinanderliegend, klein bis mittelgroß mit breiter Basis und gerundeten Spitzen, den Konturen des Gesichts folgend minimal nach vorn geneigt
  • Schwanz: Von mittlerer Länge, dick, konisch zulaufend mit rundem Ende
  • Beine: Mittlere Länge, sehr muskulös, keinesfalls zierlich, Hinterbeine etwas länger als Vorderläufe
  • Pfoten: Groß und rund
  • Fell: Kurz bis mittellang, bei Jungtieren auch etwas länger, weich von dichter, luxuriöser Textur; durchgehende kontrastreiche horizontal oder zufällig verlaufende Zeichnung mit Tupfen bzw. Rosetten (spotted) oder marmoriert (marbeled), auch auf dem Bauch müssen Tupfen sein, vertikale Streifen unerwünscht
  • zugelassene Fellfarben und Zeichnungen: Braun (Schwarz), Seal Sepia/Seal mink und Snow jeweils spotted (getupft) oder marbeled (marmoriert)

Welche Mischlingsformen gibt es?

Die bekanntesten (und zugleich imposantesten) Mischlinge sind die sogenannten Cashmere-Bengalen – eine Art mit längerem Fell. Von den internationalen Katzenorganisationen ist sie bisher nicht als eigene Rasse anerkannt. Insider gehen jedoch davon aus, dass sie bald zumindest als Variante zugelassen wird.