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Die Britisch Kurzhaar

  • Ursprungsland: Großbritannien
  • Fellfarben: Schwarz, Blau, Rot, Creme, Chocolat, Lilac
  • Lebenserwartung: 12 - 16 Jahre
  • Gewicht: vier bis sechs Kilogramm (Katze) oder sieben bis acht Kilogramm (Kater)
  • Widerristhöhe: 35 bis 40 Zentimeter
  • Besonderheiten: Tabbymuster möglich; nahezu alle Rassekatzen besitzen die seltene Blutgruppe B

  • Allgemeines: große bis mittelgroße Statur
  • Kopf: rund mit breitem Schädel; kurze Nase mit leichter Einbuchtung; kräftiges Kinn; kleine, an den Spitzen abgerundete Ohren; große runde Augen in Kupfer, Blau, Odd Eyed oder Grün
  • Hals: kurz und kräftig
  • Körper: muskulös und gedrungen; breite Brust; kräftige Schultern; kurze stämmige Beine
  • Schwanz: kurz, dick und an der Spitze leicht gerundet
  • Pfoten: rund und kräftig
  • Haarkleid: kurzes dichtes Fell; flach anliegend mit einer feinen Textur; einheitliche Färbung bis zur Wurzel des Haars

Die Britisch Kurzhaar (BKH) ist weltweit eine der beliebtesten Katzenrassen. Oftmals wird für sie auch die englische Originalbezeichnung "British Shorthair" verwendet. Diese Rasse wird bereits seit über 100 Jahren in Großbritannien in unterschiedlichen Farben gezüchtet und zeichnet sich durch ein besonders sanftes Wesen aus. Bis in die 1980er Jahre wurden British Shorthair gemeinsam mit Europäischen Kurzhaarkatzen in einer Klasse geführt. Aufgrund der durch die gezielte Züchtung bedingten Veränderungen zählt sie jedoch heute als eigenständige Rasse, die nicht mit der Europäisch Kurzhaar zu verwechseln ist.

Passt diese Katze zu mir und meiner Familie?

Die British Shorthair erfreut sich insbesondere bei Familienmenschen einer besonders hohen Beliebtheit. Aufgrund ihres Aussehens und ihres ruhigen Gemüts wird diese Rasse häufig auch als "Teddybär im Katzenpelz" bezeichnet. In Deutschland haben diese Tiere vor allem durch zahlreiche Werbespots namhafter Katzenfuttermarken an Bekanntheit gewonnen.

Darüber hinaus wird diesen Tieren ein großer Lerneifer zugesprochen. Aus diesem Grund sind sie sehr empfänglich für Lernspiele und können neben Kunststücken auch Kommandos erlernen. Außerdem handelt es sich bei der British Shorthair um eine sehr bedächtige Katze, die ihre Tage gern an einem gemütlichen Ort verbringt. Dadurch passt sie sich stets dem Verhalten ihres Halters an und geht dabei umfassend auf diesen ein. Prägend ist ebenfalls ihre kinderliebe Art. Viele Menschen bezeichnen sie daher als perfekte Familienkatze.

Welches Wesen hat sie?

Die British Shorthair ist eine der sanftmütigsten Katzenrassen auf der Welt. Ihre ruhige und robuste Art wird durch einen gefestigten sowie starken Charakter ergänzt. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch eine freundliche Grundhaltung aus und vertragen sich deshalb stets mit anderen Haustieren und Kindern. Dadurch können sie nicht nur gemeinsam mit anderen Katzen, sondern auch mit Hunden und Kleintieren gehalten werden.

Weiterhin wird ihr Verhalten vor allem durch ihre anhängliche Art bestimmt. Diese Katzen schließen sowohl den Menschen als auch andere Tiere schnell in ihr Herz und wollen so viel Zeit wie möglich mit diesen verbringen. Deshalb laufen sie ihren Haltern in der Regel fortwährend nach und begleiten diese durch die gesamte Wohnung. Das sensible Wesen der Katze ermöglicht ihr dabei, sehr unaufdringlich zu sein. Diese anhänglichen und verschmusten Tiere spüren intuitiv, wenn ihre Halter beschäftigt sind und begnügen sich damit, sich lediglich in der Nähe des Menschen aufzuhalten.

Dennoch verfügen sie über einen sehr starken Spieltrieb. Auf Spielaufforderungen von Menschen und anderen Tieren gehen sie stets ein. Darüber hinaus sind diese Katzen sehr gesprächig, wenn sie hungrig sind oder ihr Futter vorbereitet wird. In diesen Situationen wandern sie meist im Kreis um ihre Halter und sprechen diesen ohne Unterbrechung an.

Wie sieht diese Katzenrasse aus?

Nahezu der gesamte Körper der British Shorthair wurde rundlich gezüchtet. Dadurch verfügen sie über einen massiven und gedrungenen Körperbau, der sie in vielen Situationen sehr unbeholfen aussehen lässt. Dennoch sind diese Tiere sehr intelligent und muskulös. Neben einem kurzen Hals besitzen sie robuste, breite Schultern und einen rundlichen Brustkorb.

Der Rücken dieser Katzen weist von den Schultern bis zum Becken eine gleichmäßige Breite auf. Dabei sind die Beine sehr kurz und stämmig, verfügen jedoch über eine kräftige Muskulatur. Der Schwanz der British Shorthair ist sehr kurz und dick. Er zeichnet sich durch eine leicht abgerundete Spitze aus und sollte eine Länge von zwei Dritteln der Körpergröße aufweisen.

Der Kopf ist ebenfalls rund geformt und besitzt eine kurze, gerade Nase. Weiterhin hat sie ein festes Kinn, das sich in gerader Linie direkt unter der Nasenspitze befindet. Letztlich sind vor allem die großen sowie ausdrucksstarken Augen eines der wichtigsten Merkmale einer British Shorthair. Diese sind sehr weit geöffnet und treten in vielfältigen Farbvariationen auf.

Besonderheiten in der Haltung

Im Gegensatz zu vielen anderen Katzenrassen verfügt die British Shorthair über ein sehr stark ausgeprägtes Sozialbedürfnis. In den meisten Fällen werden diese Katzen auch dann in der Wohnung verbleiben, wenn Ihnen der Auslauf gestattet wird. Obwohl sie sehr neugierig sind, wollen sie ihre Zeit lieber mit den Menschen und Tieren verbringen, die sie kennen.

Aus diesem Grund eignet sie sich hervorragend als Wohnungskatze. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass sie grundsätzlich immer bei ihrem Halter sein möchte und diesem von Raum zu Raum folgt. Nur sehr selten sucht sie einen eigenen Rückzugsort auf und ist daher in der Wohnung stets präsent. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz sind aktive Zuwendungen und regelmäßige Spieleinheiten unabdingbar. Außerdem sind diese Katzen nur ungern allein und sollten daher immer gemeinsam mit einer anderen Katze gehalten werden.

Geschichte dieser Rasse

BKHs stammen direkt von Katzen ab, die vor über 2.000 Jahren von den Römern nach Großbritannien gebracht wurden. Die seither auf der Insel lebenden Tiere wurden die meiste Zeit sich selbst überlassen. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts haben die Briten damit begonnen, die in den Straßen Englands lebenden Katzen hinsichtlich ihrer Farbe und ihres Typs zu züchten.

In den Jahren um 1900 konzentrierte man sich dabei vor allem auf Katzen mit einer blauen Fellfarbe, da zu dieser Zeit vermehrt Siam- und Perserkatzen auf dem britischen Markt gefragt waren. Zu dieser Zeit entstand die British Blue.

Durch die beiden Weltkriege wurde der Bestand der britischen Züchter jedoch sehr stark reduziert, sodass ein akuter Mangel der Linienvielfalt entstand. Durch die fortschreitende Inzucht kam es vermehrt zu Erbkrankheiten und genetischen Fehlern. Deshalb versuchte man zu dieser Zeit auch andere Rassen in die British Shorthair einzukreuzen. Nach vielen Versuchen fiel die Wahl schließlich auf Kartäuser und Perser. Auf diese Weise entstanden zahlreiche der heute bekannten Farben und Zeichnungen. Im Zuge der Züchtungen wurden im Jahr 1970 blaue British Shorthair offiziell vom FIFe mit den Kartäusern zusammengefasst. Bereits 1977 musste diese Entscheidung aufgrund starker Proteste revidiert werden. Auch heute werden deshalb vielerorts noch immer blaue British Shorthair als Kartäuser bezeichnet, obwohl sie sich sehr stark von den Kartäuserkatzen unterscheiden. Seit 1991 ist es deshalb sogar offiziell untersagt, diese Katzen als Kartäuser anzubieten.

Welche Mischformen gibt es?

Aktuell sind vor allem die einfarbigen Formen dieser Katzen sehr weit verbreitet. Diese sind in Schwarz, Blau, Rot, Creme, Chocolat und Lilac erhältlich. Eine reinrassige Katze darf keinerlei weiße Haare oder Flecken aufweisen. Darüber hinaus müssen sämtliche Haare von der Spitze bis zur Wurzel in einer einzigen Farbe gefärbt sein. Hauptsächlich sind die British Shorthair jedoch aufgrund ihrer enormen Farbenvielfalt und zahlreicher Mischformen bekannt.

Eine besonders seltene Mischform ist die weiße British Shorthair. Sie verfügt entweder über orange, kupferfarbene, blaue oder unterschiedlich gefärbte Augen und tatsächlich eine weiße Farbe. Diese wird daher nicht durch das Albino-Gen ausgelöst und kann an die Kinder vererbt werden.

Weiterhin gibt es ebenfalls zahlreiche Mischformen mit einer Schildpatt- oder Tortie-Färbung. Dabei weist das Fell mehrere gleichmäßige Farbflecken auf. Von dieser Mischform gibt es jedoch ausschließlich weibliche Exemplare, da Kater mit dieser Musterung unfruchtbar geboren werden. Darüber hinaus haben die Flecken niemals eine weiße Farbe.

Besonders beliebt sind weiterhin British Shorthair mit einer Van-, Harlekin- oder Bicolor-Musterung. Diese Mischformen weisen neben einer dominanten Grundfarbe ebenfalls weiße Flecken auf. Der Weißanteil sowie die Musterung der Katze bestimmen dabei schließlich deren Unterart. Während die Van-Mischform lediglich ein bis zwei Farbflecken erlaubt, beträgt der Weißanteil bei Harlekin-Katzen fünf Sechstel und bei einer Bicolor-Katze zwischen einem Drittel und 50 Prozent.

Letztlich sind ebenfalls zahlreiche Tabby-Variationen bekannt. Diese unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Musterung und können dabei über sämtliche Grundfarben der British Shorthair verfügen.

Alles rund um die Zucht

Bei der Zucht der British Shorthair müssen zahlreiche Dinge beachtet werden. Bereits im Vorfeld muss der Züchter abklären, ob bei den Zuchttieren eine Erbkrankheit vorliegt. Insbesondere weiße British Shorthair sind oftmals von einem erblich bedingten Fehler betroffen, wodurch die Tiere taub geboren werden. Darüber hinaus muss auf die Stammbäume beider Tiere geachtet werden, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Neben der Farbe des Fells spielt dabei ebenfalls die Körperform eine entscheidende Rolle.

Während der Schwangerschaft benötigt eine British Shorthair deutlich mehr Aufmerksamkeit. In dieser Zeit darf sie grundsätzlich nicht allein gelassen werden und benötigt ebenfalls deutlich mehr Platz in der Wohnung. Der Züchter muss weiterhin verstärkt auf die Sauberkeit der Wohnung achten, damit die Entwicklung der Katzenbabys nicht durch Bakterien oder Viren gefährdet wird.

Eine Woche nach der Geburt sollte mit der Erziehung begonnen werden, weil junge Katzen besonders lernfähig sind. Letztlich kommt es häufig vor, dass eine Mutter nicht genügend Milch für alle Jungtiere produzieren kann. In diesem Fall müssen sie mit Muttermilchersatzprodukten gefüttert werden.