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Die Sibirsche Katze

  • Ursprungsland: Russland
  • Fellfarben: Creme, Blue, Red, Point-Variationen
  • Lebenserwartung: 14 bis 18 Jahre
  • Gewicht: vier bis sechs Kilogramm (Katze) oder sechs bis neun Kilogramm (Kater)
  • Widerristhöhe: 40 bis 44 Zentimeter
  • Besonderheiten: Haare am Schwanz benötigen drei Jahre zum Nachwachsen
 

FIFe-Standards:

  • Allgemeines: mittelgroße bis große Katze; weibliche Tiere sind meist kleiner als Männchen
  • Kopf: etwas länger als breit; leicht gerundete Form; massive Erscheinung; breite und leicht gerundete Stirn; sehr gut entwickelte Backenknochen; mittellange Nase ohne Stop; nach hinten gebogenes Kinn; mittelgroße Ohren mit gerundeten Spitzen; nach vorn geneigte Pinsel; große ovale Augen in jeder Farbe (Grün bevorzugt)
  • Hals: kräftig und stämmig
  • Körper: starker Knochenbau und kräftige Muskulatur; breite Brust; Proportionen ergeben eine rechteckige Erscheinung; mittelhohe Beine
  • Schwanz: mittellang und dick; gerundete Spitze; vollständig mit dichtem Haar bedeckt
  • Pfoten: groß und rund; stark ausgeprägte Haarbüschel zwischen den Zehen
  • Haarkleid: halblange Struktur; sehr dicht; leicht abstehendes Unterfell; wasserabstoßendes und hartes Deckfell; deutlich kürzeres Sommerfell; hervorgehobene Hemdbrust im Winterfell; volle Halskrause; alle Grundfarben erlaubt; vereinzelt auch weiße Musterung erlaubt
 

Zahlreiche Menschen bezeichnen die Sibirische Katze als ideales Haustier für Familien. Das liegt vor allem daran, dass sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten besitzt und sowohl mit Menschen als auch mit anderen Tieren stets gut auskommt. Diese beeindruckende Katzenrasse entspringt einem der lebensfeindlichsten Gebiete der Erde. Tief in Sibirien hat sie sich optimal an die heißen Sommer und extrem kalten Winter angepasst.

Sibirische Katzen tragen viele unterschiedliche Namen. Neben dem russischen Begriff Sibirskaja Koschka verwenden viele Züchter vor allem die englische Bezeichnung Siberian Cat. Besonders beliebt ist vor allem die blauäugige Point-Variante. Obwohl diese noch nicht als eigenständige Rasse anerkannt wurde, werden diese einzigartigen Katzen mit dem Begriff Neva Masquerade bezeichnet. Letztlich zeichnet die Siberian Cat vor allem aus, dass sie als einzige Waldkatze der Welt über eine natürliche Maskenzeichnung verfügt.

Passt diese Katze zu mir und meiner Familie?

Die Siberian Cat zählt zu den unkompliziertesten Haustieren der Welt. Diese Tiere haben sich an die extremen Lebensbedingungen Sibiriens angepasst und kommen dadurch mit nahezu jeder Situation zurecht. Die intelligenten und familienfreundlichen Tiere haben ihr Überleben durch die Bildung von größeren Gemeinschaften gesichert. Aus diesem Grund verfügen sie über ein enormes Sozialbedürfnis und dürfen niemals in Einzelhaltung leben. Ohne andere Katzen im Haushalt werden diese Tiere schnell depressiv.

Sibirische Katzen sind sehr menschenbezogen und passen am besten zu einem Halter, der gern mit seinem Haustier schmust und sich intensiv mit diesem beschäftigen möchte. Sie benötigen tägliche Streicheleinheiten und eine ausgedehnte Spielzeit. Im direkten Vergleich mit anderen Katzenrassen sind sie sehr robust und werden nur selten krank. In den meisten Fällen besuchen Halter von Sibirischen Katzen lediglich für Impfungen den Tierarzt.

Die Siberian Cat reagiert grundsätzlich niemals aggressiv. Sie geht liebevoll sowie respektvoll mit sämtlichen Menschen und Tieren um und kann daher problemlos mit anderen Artgenossen gehalten werden. Da ihr Fell keiner intensiven Pflege bedarf, wird sie von vielen als optimales Haustier bezeichnet.

Welches Wesen hat sie?

Hauptsächlich ist diese Katzenrasse aufgrund ihres geselligen und fröhlichen Verhaltens bekannt. Diese sozialen Tiere lieben es, mit ihrem Halter zusammen zu sein und sich mit diesem zu beschäftigen. Aus diesem Grund benötigen sie eine Familie, in der zu jedem Zeitpunkt jemand Zuhause verbleibt.

Bereits nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zeigt sich die enorme Verspieltheit von Sibirischen Katzen. Die Tiere kommen nicht nur jeder Spielaufforderung mit Freude nach, sondern gehen auch selbst auf den Menschen und andere Tiere zu. Dabei sind sie ein ausgezeichneter Spielpartner für Kinder. Selbst permanente Beschäftigung ersetzt jedoch nicht den Umgang mit einem Artgenossen, sodass diese Tiere niemals allein gehalten werden dürfen.

Sibirische Katzen schmusen sehr gern mit ihrem Halter. Dennoch möchten Sie sich selbst für den richtigen Zeitpunkt entscheiden und reagieren meist zurückhaltend bis ablehnend auf unerwartete Kuscheleinheiten. Wünschen sie sich jedoch Streicheleinheiten, fordern sie diese sehr charmant ein. Dieses Verhalten zeigt sich ebenfalls in der Zusammenführung mit einem Hund. Im Gegensatz zu vielen anderen Katzenrassen verstehen sich Sibirische Katzen grundsätzlich mit den meist größeren Vierbeinern. Obwohl sie sich über Freigang stets sehr freuen, begnügen sie sich auch mit einer katzengerechten Wohnung.

Wie sieht diese Katzenrasse aus?

Diese mittelgroßen bis großen Katzen beeindrucken die meisten Menschen vor allem durch ihr üppiges Fell. Es kann zahlreiche unterschiedliche Farbgebungen und Muster aufweisen. Am weitesten verbreitet sind aktuell einfarbige Katzen. Dabei sind bis auf Cinnamon und Chocolat sämtliche Farbgebungen offiziell anerkannt. Darüber hinaus können sie jedoch ebenfalls weiße Gestaltungen, Points sowie Tabby-Musterungen aufweisen.

Aufgrund ihres muskulösen Körpers sind sie meist verhältnismäßig schwer. Neben einem kurzen, kräftigen Hals verfügen sie über mächtige Pfoten. Von den meisten Züchtern werden große Katzen bevorzugt. Weiterhin besitzen sie einen sehr langen Schwanz, der ihnen bis zu den Schulterblättern reicht. Dieser ist buschig und läuft am Ende leicht spitz zu.

Letztlich zeichnen sich Sibirische Katzen vor allem durch ihre ausdrucksstarken Augen aus. Sie sind sehr groß und an der Unterseite leicht gerundet. Bei reinrassigen Sibirischen Katzen sind sämtliche Farbgebungen von Gelb bis Grün erlaubt. Die Farben Blau und Odd Eyed hingegen werden nur bei Katzen mit einer Van-Zeichnung toleriert.

Besonderheiten bei der Haltung

Da es sich um eine reine Waldkatze handelt, hält sich diese Katzenart sehr gern im Freien auf. Aus diesem Grund befindet sie sich nur sehr selten innerhalb der Wohnung, wenn ihr ein Balkon, ein Freigehege oder ein Garten zur dauerhaften Nutzung angeboten werden. Darüber hinaus lassen sich Sibirische Katzen auch ein Halsband oder Katzengeschirr anlegen, wenn sie dafür im Gegenzug begleiteten Freigang erhalten.

Eine Siberian Cat, die keinen Freigang gewohnt ist, gibt sich jedoch auch mit dem dauerhaften Aufenthalt innerhalb der Wohnung zufrieden. Dadurch kann sie problemlos als reine Wohnungskatze gehalten werden. In diesem Fall benötigt sie jedoch sehr viel Platz und einen möglichst großen Katzenbaum. Diesen nutzt sie nicht nur als kuscheligen Schlafplatz, sondern ebenfalls zum Klettern und Turnen.

Grundsätzlich sind Sibirier sehr pflegeleicht. Obwohl sie nicht täglich gebürstet werden müssen, sollten Halter dennoch Zeit in die Fellpflege investieren. Dabei müssen sie jedoch sehr vorsichtig vorgehen, da die Haare am Schwanz der Katze drei Jahre benötigen, um wieder nachzuwachsen. Deshalb sollte vor allem der Fellwechsel stets behutsam angegangen werden.

Geschichte dieser Rasse

Der Ursprung dieser beeindruckenden Katze liegt im lebensfeindlichen Sibirien. Dort, wo selbst Menschen nur sehr schwer überleben können, haben sich die Sibirischen Katzen bereits vor Jahrhunderten an die extremen Lebensbedingungen angepasst. Diese Katzenrasse hat sich ohne menschliches Zutun vor langer Zeit selbst gebildet und zählt daher als eine der wenigen natürlichen Rassen.

Bereits seit Jahrhunderten werden die Sibirischen Katzen in ihrer Heimat als kälteresistente Mäusejäger geschätzt. Dort werden sie schon seit jeher als Haustiere gehalten und stellen dadurch eine enorme Bereicherung im Leben der Menschen dar. Immer wieder faszinierten diese Tiere auch Reisende und Forscher, sind jedoch erst sehr spät selbst die Reise nach Europa angetreten.

Erst in den 1980er Jahren kamen die ersten Katzen nach Zentraleuropa. Dort hatten sie anfangs mit sehr starkem Widerstand zu kämpfen. Da sich diese beeindruckende Katzenrasse einer enormen Beliebtheit erfreute, fühlten sich viele Züchter der etablierten Waldkatzenrassen bedroht. Sie befürchteten eine Abwanderung ihrer Kunden und grenzten deshalb die Siberian Cat systematisch aus. Erst nach mehreren Jahren legte sich der aktive Widerstand gegen die damals noch als Sibirische Waldkatze bezeichnete Art. Heute hat sie sich in ihrer eigenen kleinen Nische etabliert und existiert nahezu harmonisch neben Maine Coon, Norwegischen Waldkatzen und Türkisch Van.

Welche Mischformen gibt es?

Sibirische Katzen werden erst seit 1970 gezielt gezüchtet. Daher gibt es zahlreiche unterschiedliche Mischformen, die sich jeweils durch interessante Farbgebungen auszeichnen. Reinrassige Katzen verfügen stets über auffällige Luchspinsel. Aufgrund der Einkreuzung von anderen Waldkatzen gibt es heute jedoch auch Katzen ohne die typischen Haarbüschel an den Ohren.

Darüber hinaus ist einigen Züchtern auch die Zucht von Mischformen in den Farben Chocolat, Lilac, Cinnamon und Fawn gelungen. Diese traten unter reinrassigen Tieren bisher noch nicht auf. Weiterhin unterscheiden sie sich ebenfalls hinsichtlich ihrer Augenfarbe. Eine natürliche Siberian Cat hat grundsätzlich entweder grüne oder bernsteinfarbene Augen. Einige Mischformen zeichnen sich jedoch vor allem durch ihre strahlend blauen Augen aus. Insbesondere die Neva Masquerade erfreut sich einer großen Beliebtheit. Bei dieser Mischform handelt es sich um eine Point-Variation mit blauen Augen.

Alles rund um die Zucht

Da sich die Zucht von Sibirischen Katzen erst sehr spät in Europa etablieren konnte, gibt es nur sehr wenige Exemplare dieser Rasse. Aus diesem Grund müssen Züchter insbesondere auf den Stammbaum beider Elterntiere achten, um Inzucht zu vermeiden. Spezielle Erbkrankheiten sind jedoch nicht bekannt.

Während der Schwangerschaft sollten sich die sonst sehr aktiven Katzen schonen. Züchter müssen deshalb darauf achten, dass die schwangeren Tiere sich nicht übernehmen und auch von den anderen Katzen nicht zu sehr in Anspruch genommen werden. Dennoch ist auch in dieser Zeit ein ständiger Kontakt zu Artgenossen unentbehrlich.

Die Neugeborenen sind im Vergleich zu anderen Katzenrassen bereits sehr robust. Obwohl sie kaum anfällig für Krankheiten sind, sollte dennoch die gesamte Wohnung sauber gehalten werden. Mit der Erziehung dieser intelligenten Tiere kann bereits eine Woche nach der Geburt begonnen werden.