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Degus: knabberfreudige Nager mit starkem Bewegungsdrang

Degus stammen ursprünglich aus Chile, wo sie in weitläufigen Erdbauten leben. In Deutschland sind sie seit Ende der 1980er Jahre als Haustiere bekannt und beliebt. Wenn auch Sie sich Degus kaufen möchten, können Sie im Folgenden nachlesen, worauf es bei der Haltung, Ernährung und Pflege der kleinen Nager ankommt.

Aussehen und Charakter

Degus erreichen eine Körperlänge von etwa zwölf Zentimetern, der Schwanz ist circa zehn Zentimeter lang. Die kleinen Tiere sind rund 250 Gramm schwer und werden bei guter Pflege fünf bis achte Jahre alt. Die bekannteste und häufigste Form ist der blaue Degu, auch als silberner Degu bezeichnet. Er weist einen sehr hohen Grauanteil auf, der bei bestimmten Lichtverhältnissen bläulich wirkt. Inzwischen werden auch sandfarbene, gescheckte und schwarze Tiere gezüchtet – sie sind jedoch nach wie vor sehr selten zu finden.

Die nachtaktiven Degus sind sehr sozial. Sie leben in kleinen Gruppen und sind ausgesprochen flink und aktiv. Obwohl sie mit viel Geduld handzahm werden können, handelt es sich in erster Linie um Beobachtungstiere. Sie sind daher nur bedingt für Kinder geeignet. In unserem Ratgeber geben wir Tipps, welches Haustier zu Ihrem Kind passt.

Bevor Sie Degus kaufen: das Gehege einrichten

Wenn Sie Degus kaufen, entscheiden Sie sich am besten gleich für eine Gruppe von zwei bis vier Tieren. Eine Einzelhaltung ist keinesfalls artgerecht: Die Tiere würden vereinsamen und schlimmstenfalls krank werden. Die minimale Gehegegröße für zwei bis vier Degus liegt bei 100 x 50 Zentimetern. Die Höhe sollte 100 Zentimeter nicht unterschreiten, damit sich die Nager gleich auf mehreren Etagen austoben können. Auch dann, wenn sie einen großen Käfig haben, benötigen Degus jedoch viel Auslauf, ansonsten kommt schnell Langeweile auf.

Richten Sie das Gehege möglichst abwechslungsreich ein, beispielsweise mit Röhren, Höhlen, Heubergen und einem Laufrad. Letzteres sollten Sie jedoch sehr sorgsam auswählen, denn nicht jedes Laufrad ist für Degus geeignet. Der Durchmesser des Laufrads liegt im Idealfall zwischen 25 und 40 Zentimetern. Denn: Beim Laufen in einem zu kleinen Rad müssen die Tiere ihren Rücken zu stark krümmen. Des Weiteren ist es wichtig, dass die Lauffläche breit genug ist und eine Seite des Rads vollständig offen ist, um ein gefahrloses Ein- und Aussteigen zu gewährleisten. Bevorzugen Sie außerdem Laufräder aus nagesicherem Material, denn Degus knabbern alles an, was sie zwischen die Pfoten kriegen. Wenn Sie dann noch darauf achten, dass das Laufrad keinen Schereneffekt aufweist und dass es jederzeit einen stabilen Stand hat, steht dem Laufvergnügen Ihrer Degus nichts mehr im Wege.

Als weiteres Zubehör für das Degu-Gehege eignen sich Korkröhren, Holzlabyrinthe und Äste von Obstbäumen. Auch Mehrkammerhäuschen werden gerne angenommen, dienen sie doch als Rückzugsort und Versteck für Nahrungsvorräte. Die Gänge des Häuschens dürfen jedoch nicht zu schmal sein, damit die Tiere problemlos aneinander vorbeikommen.

Der richtige Standort für das Gehege

Bevor Sie Degus kaufen, stellen Sie sicher, dass in Ihrer Wohnung ein geeigneter Standort vorhanden ist. Die Nager sind sehr lärmempfindlich, weshalb sie keinesfalls einen Platz in der Nähe des Fernsehers oder der Stereoanlage beziehen sollten. Sie benötigen ausreichend Tageslicht, müssen aber auch die Möglichkeit haben, schattige Plätze aufzusuchen. Da sie auch auf Zigarettengeruch empfindlich reagieren, stellen Sie das Gehege am besten in einen Raum, in dem nicht geraucht wird.

Einstreu und Nistmaterial

Grundsätzlich spricht nichts gegen normale Kleintierstreu aus dem Zoofachhandel. Allerdings sind Höhlen und Gänge, die aus diesem Material gebaut werden, nicht sehr langlebig. Damit die Bauten Ihrer Degus nicht sofort wieder zusammenbrechen, können Sie die Einstreu mit Heu vermischen. Besonders empfehlenswert ist Einstreu auf Baumwollbasis. Diese ist zwar etwas teurer als konventionelle Kleintierstreu – dafür bleiben Gänge und Höhlen lange stabil. Außerdem ist Baumwolleinstreu staubfrei und somit gut für allergische Tierfreunde geeignet.

Zusätzlich zur Einstreu wird Nistmaterial benötigt. Die meisten Degus verwenden das Material, um ihre Schlafhöhle auszupolstern. Neben Heu, welches zugleich als Nahrung dient, eignet sich auch unbedrucktes, ungefärbtes und unparfümiertes Toilettenpapier. Keinesfalls sollten Sie Hamsterwatte in das Degu-Gehege geben, denn hier besteht die Gefahr der Abschnürung.

Sofern das Gehege keine tiefe Bodenwanne zum Buddeln hat, sollten Sie Ihren Degus eine Buddelkiste zur Verfügung stellen. Dies kann zum Beispiel ein kleines Aquarium sein, das mit einem leicht angefeuchteten Gemisch aus Torf und Sand gefüllt wird.

Wenn Sie Ihren Degus eine besondere Freude bereiten möchten, pflanzen Sie zusätzlich eine Degu-Oase an. Dazu eine Keramikschale mit einem Gemisch aus Sand und Torf füllen, eine Wildsamenmischung darüber geben und alles leicht wässern. Nach ein paar Tagen sprießen die Kräuter und Ihre Degus können sich daran gütlich tun.

Die artgerechte Ernährung von Degus

Wenn Sie sich Degus kaufen möchten, machen Sie sich am besten zunächst mit den besonderen Ernährungsbedürfnissen der Nager vertraut. So neigen Degus zu Diabetes, weshalb sie nicht zu viel Obst bekommen sollten. Die Tiere ernähren sich überwiegend von Grünfutter, also beispielsweise von Gräsern und Kräutern aller Art. Auch frisches Heu ist unverzichtbar und sollte immer angeboten werden. Frisches Gemüse wie Karotten, Gurken und Zucchini ist ebenfalls sehr gesund, sofern es aus biologischem Anbau stammt. Falls nicht, ist es ratsam, Gemüse zu schälen und auf Blattsalate gänzlich zu verzichten. Zusätzlich können Sie den Speiseplan Ihrer Degus mit harten Wurzeln aufwerten, die nicht nur Beschäftigung bieten, sondern auch gut für die Zähne sind. Einige Hölzer sind jedoch toxisch (so etwa Eibenholz), und auch Nadelhölzer haben aufgrund ihres hohen Harzgehaltes nichts im Nagergehege zu suchen.

Die Pflege der Degus

Degus übernehmen ihre Fellpflege selbst, sodass Sie nichts weiter zu tun brauchen. Um Ihren Nagern die Pflege zu erleichtern, können Sie jedoch ein Sandbad in das Gehege stellen. Greifen Sie dazu einfach zu einer Keramikschale mit einem Durchmesser von mindestens 16 Zentimetern und einer Höhe von vier Zentimetern und füllen Sie diese mit hochwertigem Chinchilla-Sand. Vogelsand und Sandkastensand sind hingegen nicht geeignet, da sie das Fell stumpf machen.

Damit Ihre Degus ein Leben lang fit und gesund bleiben, sollten Sie außerdem regelmäßige Gesundheitschecks durchführen. Achten Sie zum Beispiel auf ein glänzendes Fell, auf klare, saubere Augen sowie auf eine saubere Afterregion. Die Krallen dürfen nicht zu lang werden und sollten bei Bedarf gekürzt werden – entweder von Ihnen selbst oder vom Tierarzt. Auch das Verhalten Ihrer Degus kann Aufschluss darüber geben, ob die Tiere gesund sind oder unter einer Krankheit leiden. Nehmen Sie apathisches oder aggressives Verhalten niemals auf die leichte Schulter, sondern suchen Sie im Zweifel einen Tierarzt auf. Die Nager sind zwar sehr robust, können aber dennoch unter verschiedensten Krankheiten leiden. Bevor Sie Degus kaufen, sollten Sie also bedenken, dass die Pflege der Tiere nicht nur viel Zeit kostet, sondern im Krankheitsfall auch sehr teuer werden kann.