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Frettchen

Frettchen (Mustela Putorius Furo) sind domestizierte Raubtiere, die vom wilden europäischen Waldiltis abstammen. Sie wurden früher zur Rattenjagd eingesetzt, erfreuen sich inzwischen jedoch als Haustiere wachsender Beliebtheit. Für wen Frettchen als Haustiere infrage kommen und was Sie bedenken sollten, bevor Sie ein Frettchen kaufen, erfahren Sie hier.

Allgemeine Informationen

Männliche Frettchen sind bis zu 45 Zentimeter lang und erreichen ein Gewicht zwischen 800 und 2000 Gramm. Bei weiblichen Tieren – Fähren genannt – liegt die Länge bei maximal 35 Zentimetern, das Gewicht beträgt 500 bis 900 Gramm. Die Lebenserwartung beider Geschlechter liegt bei rund zehn Jahren. Das auffälligste Merkmal des Frettchens ist der buschige Schwanz, der halb so lang ist wie der Körper. Wenn Sie ein Frettchen kaufen, können Sie zwischen verschiedensten Farbvarianten wählen. Am bekanntesten ist jedoch das weiße Albinofrettchen.

Das Wesen des Frettchens

Frettchen haben ein ausgesprochen lebhaftes, verspieltes Wesen. Sie sind jedoch auch sehr neugierig, sodass Halter ständig auf der Hut sein müssen, damit die flinken Tiere nicht hinter Schränken verschwinden oder sich gar einen Weg ins Freie suchen. Frettchen sind zudem intelligent genug, um ihnen ein wenig Erziehung angedeihen zu lassen. Auch das Antrainieren von Stubenreinheit ist grundsätzlich möglich. Obwohl Frettchen sehr zahm werden können, sind sie jedoch nicht als Haustiere für kleine Kinder geeignet – zumal die Tiere ein großes Schlafbedürfnis haben und nur wenige Stunden am Tag aktiv sind.

Ein Frettchen kaufen: was Sie vor der Anschaffung bedenken sollten

Die Haltung von Frettchen ist nicht mit der von Meerschweinchen, Kaninchen oder Hamstern zu vergleichen. Denn: Frettchen sind Raubtiere, die ganz andere Ansprüche an Haltung und Ernährung stellen. So benötigen Frettchen einen möglichst großen Käfig (besser ein Gehege) und mehrere Stunden Freilauf am Tag. Wichtig: Während der Waldiltis ein Einzelgänger ist, handelt es sich beim Hausfrettchen um ein Rudeltier, das keinesfalls allein gehalten werden darf – und mit der Anzahl an Tieren steigen natürlich auch die Kosten.

Ein wichtiger Punkt, der viele Tierfreunde davon abhält, sich ein Frettchen zu kaufen, ist die Geruchsbelästigung. Beide Geschlechter verfügen über ausgeprägte Analdrüsen, die ein stark riechendes Sekret absondern. Besonders bei Rüden in der Paarungszeit ist die Geruchsentwicklung sehr intensiv – wird das Männchen kastriert, halten sich die Gerüche jedoch in Grenzen.

Pflege

Die Pflege eines Frettchens gestaltet sich sehr unkompliziert, denn die Tiere halten sich zum größten Teil selbst sauber. Es genügt, ihnen hin und wieder das Fell zu bürsten und die Krallen bei Bedarf mit einer Krallenschere für Kaninchen zu kürzen. Außerdem ist es ratsam, regelmäßig die Ohren und die Zähne zu kontrollieren. Baden ist nur dann erforderlich, wenn das Frettchen stark verschmutzt ist oder wenn der Tierarzt es empfohlen hat. Des Weiteren gilt: Auch dann, wenn die Tiere ausschließlich im Haus gehalten werden, sollten sie einmal im Jahr eine Impfung erhalten, damit sie vor Infektionskrankheiten geschützt sind.

Haltung

Am besten halten Sie zwei oder drei Tiere, die bereits im Welpenalter vergesellschaftet wurden, gemeinsam in einem Gehege. Bei behutsamer Gewöhnung ist sogar das Zusammenleben mit Hunden und Katzen möglich. Von Meerschweinchen, Hamstern und anderen Kleintieren sollten Sie das Frettchen jedoch besser fernhalten, denn diese werden von dem Raubtier als Beute angesehen.

Der Käfig sollte pro Tier eine Grundfläche von zwei Quadratmetern aufweisen und über mehrere Ebenen verfügen. Im Idealfall steht den Frettchen jedoch ein eigenes Zimmer zur Verfügung, in dem sie sich nach Lust und Laune austoben können. Ein normaler Kleintierkäfig ist keinesfalls zur Haltung eines Frettchens geeignet. Wenn Sie das Gehege selbst bauen möchten, achten Sie vor allem darauf, dass der Gehegedraht nicht zu grobmaschig ist und keine scharfen Kanten oder Spitzen aufweist. Als Bodenbelag eignen sich vor allem Wasser abweisende Materialien wie Fliesen oder PVC. Die Ausstattung des Frettchengeheges muss zudem unbedingt folgende Ausstattungsmerkmale haben: ein Schlafhaus mit einer Grundfläche von mindestens 40 x 30 Zentimetern, eine Toilette und ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Röhren, Hängematten, Bällen oder Decken.

Ernährung

Frettchen werden ganz anders ernährt als andere Kleintiere. So muss das Futter optimal auf den kurzen Verdauungstrakt der Tiere abgestimmt werden, damit sie alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Ideal ist eine Zusammensetzung aus 20 Prozent pflanzlichem und 80 Prozent tierischem Protein. Getreideprodukte haben im Frettchengehege hingegen nichts zu suchen, denn die Tiere haben keine Enzyme zum Aufspalten von Getreide. Mit speziellem Trocken- oder Nassfutter aus dem Zoofachhandel machen Sie garantiert nichts falsch – zusätzlich ist es jedoch ratsam, den Speiseplan Ihres Frettchens durch Obst, Gemüse, Vitaminpasten und Rohfleisch (Rind, Huhn, Hase) zu ergänzen.