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Kaninchen & Hasen kaufen: Tipps für Haltung und Pflege

Auf der Liste der beliebtesten Kleintiere stehen Kaninchen ganz weit oben. Die putzigen Nager können sehr zahm werden und eignen sich daher ausgesprochen gut für Familien mit Kindern – vorausgesetzt, bei Haltung und Pflege werden einige Hinweise berücksichtigt. Wenn Sie sich Kaninchen oder Hasen kaufen möchten, erfahren Sie im Folgenden, wie Sie den Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen. Weitere Tipps liefert auch unser Kaninchen-Ratgeber.

Kaninchen und Hasen – das sind die Unterschiede

Wenn von Kaninchen und Hasen als Haustiere die Rede ist, sind streng genommen nur Kaninchen gemeint. Denn: Hasen sind Wildtiere, die keinesfalls für die Haltung in Haus oder Garten geeignet sind. Bereits die optischen Unterschiede sind sehr auffällig: Hasen sind größer als Kaninchen und mit bis zu sechs Kilogramm auch deutlich schwerer. Sie weisen einen schlanken Körperbau auf und haben deutlich längere Ohren als Hauskaninchen. Darüber hinaus sind sie Einzelgänger, die voll entwickelt zur Welt kommen und ausschließlich oberirdisch leben. Klassische Hauskaninchen sind rund zwei Kilogramm schwer, ihre Gestalt ist gedrungener und ihre Ohren sind kürzer. Die geselligen Nager werden nackt und mit geschlossenen Augen geboren.

Das Wesen von Kaninchen & Hasen

Kaninchen sind morgens und abends besonders aktiv, weshalb es ratsam ist, ihnen zu diesen Zeiten ihre Hauptmahlzeiten zu reichen. Es handelt sich um sehr soziale Tiere, die unbedingt einen Partner oder eine ganze Gruppe brauchen. Kaninchen zeichnen sich des Weiteren durch ein sehr neugieriges, aufgewecktes und lernfreudiges Wesen aus. Sofern die Tiere artgerecht gehalten werden und ihnen die Möglichkeit geboten wird, die Welt zu entdecken, entwickeln sie eine erstaunliche Intelligenz. Da Kaninchen sehr bewegungsfreudig sind, benötigen sie ein großes Gehege und möglichst viel Auslauf in der Wohnung oder im Garten.

Kaninchen & Hasen kaufen: Überblick über verschiedene Kaninchenrassen

Es gibt sehr viele Kaninchenrassen, von denen rund 90 vom Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter anerkannt sind. Die großen Normalhaar-Rassen wie der Deutsche Riese und der Deutsche Widder werden bis zu 11,5 Kilogramm schwer und eignen sich daher nicht für eine Haltung in der Wohnung. Ähnliches gilt für mittelgroße Normalhaar-Rassen (Englische Widder, Hasenkaninchen, Große Marderkaninchen), die ein Gewicht von rund fünf Kilogramm erreichen. Kleine Normalhaar-Rassen kommen hingegen durchaus als Haustiere infrage, so etwa der Deutsche Kleinwidder oder die Marburger Feh. Am weitesten verbreitet sind Normalhaar-Zwergrassen. Zwergwidder-Kaninchen und Hermelin-Kaninchen werden bis zu zwei Kilogramm schwer und zeichnen sich durch ein freundliches, zutrauliches Wesen aus. Eine ganz besondere Kaninchenart sind die Haarstruktur-Rassen, auch als Satin-Kaninchen bezeichnet. Sie weisen ein auffallend seidiges, glänzendes Fell auf und werden bis zu vier Kilogramm schwer.

Kaninchen und Hasen halten: das Gehege

Wenn Sie sich Kaninchen kaufen möchten, bedenken Sie vorab, dass die Nager nicht alleine gehalten werden dürfen. Am wohlsten fühlen sie sich in einer kleinen Gruppe, in der sich nach einiger Zeit ein Anführer herauskristallisiert. Berücksichtigen Sie außerdem, dass die Tiere einen ausgeprägten Bewegungsdrang haben und daher ein großes Gehege benötigen. Wie Sie einen artgerechten Kaninchenstall einfach selber bauen, verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber. Das Kaninchengehege muss zudem abwechslungsreich gestaltet werden, beispielsweise mit diversen Unterschlüpfen und einer Buddelkiste. Zusätzlich ist für ausreichend Auslauf zu sorgen, und zwar täglich. Zur Abwechslung lässt sich übrigens auch Spielzeug für Kaninchen leicht selber machen.

Die artgerechte Ernährung

Bevor Sie Kaninchen & Hasen kaufen, informieren Sie sich ausführlich über die Ernährungsgewohnheiten der Nager. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gräsern, Blüten und Kräutern, die Sie ganz einfach im Garten oder auf Spaziergängen sammeln können. Löwenzahn und Wegerich sind dabei ebenso geeignet wie Gänseblümchen und Kamillenblüten. Doch Vorsicht: Gräser und Kräuter vom Straßenrand sind meist durch Hundeurin und Autoabgase verunreinigt. Zusätzlich zu den frischen Gräsern sollten Sie Ihren Kaninchen rund um die Uhr frisches Heu anbieten, denn dieses übernimmt eine wichtige Funktion für die Verdauung sowie für die Zahnpflege. Gemüse und Obst gehören ebenfalls auf den Speiseplan. Reichen Sie Ihnen beispielsweise Karotten, Gurken, Äpfel und Birnen. Erdbeeren und Himbeeren sind als Leckerli geeignet, aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts sollten Sie mit Obst ansonsten jedoch eher zurückhaltend sein.

Körnerfutter ist nicht unbedingt erforderlich, als Ergänzung aber durchaus in Ordnung. Wenn Sie zu viel Körnerfutter anbieten, riskieren Sie jedoch, dass Ihre Kaninchen zu dick werden. Lesen Sie sich beim Kauf von Kaninchenfutter die Zutatenliste genau durch und bevorzugen Sie zuckerfreie Produkte. Auf Müsliriegel, Drops und bunte Knabberstangen sollten Sie ganz verzichten. Des Weiteren gibt es einige Lebensmittel, die ebenfalls nicht für die Kaninchenfütterung geeignet sind, so etwa Auberginen, Mais, Tomatenblätter, Porree und Milchprodukte.

Frisches Wasser sollte den Tieren jedoch ständig zur Verfügung stehen. Da die Kaninchen beim Trinken aus einer Trinkflasche eine unnatürliche Haltung einnehmen, empfehlen Experten die Verwendung eines Trinknapfes. Stellen Sie diesen auf einen flachen Stein oder auf eine umgedrehte Fliese, damit das Wasser nicht verunreinigt wird.

Auch bezüglich der Fütterungszeiten ist einiges zu beachten. Am besten füttern Sie Ihre Kaninchen morgens und abends zu den gleichen Uhrzeiten. Zwischendurch dürfen die Tiere noch das ein oder andere Leckerli erhalten. Füttern Sie die Kaninchen jedoch keinesfalls nur einmal am Tag. Sie würden sich gierig auf das Futter stürzen, die Nahrung herunterschlingen und sich dabei womöglich verschlucken. Die Nager haben zudem einen sehr empfindlichen Magen-Darm-Trakt und entwickeln schnell Durchfall.

Kaninchen fressen ihren eigenen Kot

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kaninchen seinen eigenen Kot frisst. Das ist völlig normal und sogar notwendig, damit das Tier gesund bleibt. Vor allem der sogenannte Blinddarmkot, der nachts ausgeschieden wird, enthält viele Eiweiße und Vitamine, die vom Kaninchen unbedingt benötigt werden. Hindern Sie die Tiere also niemals daran, ihren eigenen Kot zu fressen. Haben Ihre Kaninchen oder Hasen Durchfall, suchen Sie sofort einen Tierarzt auf, denn der Blinddarmkot ist ein unverzichtbarer Teil der Kaninchenernährung.

Kaninchen & Hasen kaufen und artgerecht pflegen

Um ihr Überleben in der Gruppe zu sichern, neigen Kaninchen dazu, Krankheitssymptome zu verbergen. Gehen Sie daher auch bei kleinen Auffälligkeiten zum Tierarzt, damit keine Krankheiten verschleppt werden. Das Risiko für Zahnprobleme ist bei Kaninchen besonders groß. Sorgen Sie daher für einen intensiven Zahnabrieb, indem Sie Heu, Äste und kleine Holzstücke mit Rinde in das Gehege legen. Eine weitere wichtige Pflegemaßnahme ist die Kontrolle der Krallen. Sollten die Krallen zu lang sein, schneiden Sie sie vorsichtig zurück oder lassen Sie diese Arbeit von einem Tierarzt durchführen.

Für wen sind Kaninchen als Haustiere geeignet?

Kaninchen sind lärmempfindliche Fluchttiere, auf die im Alltag Rücksicht zu nehmen ist. Sie eignen sich zwar als Haustiere für Familien mit Kindern – allerdings sollten Kinder und Kaninchen niemals unbeaufsichtigt bleiben. Ältere Kinder ab zwölf Jahren können die Pflege der Kaninchen weitgehend selbst übernehmen, die Verantwortung liegt jedoch grundsätzlich bei den Eltern! So ist zu beachten, dass Kaninchen ein ausgeprägtes Revierverhalten zeigen. Mitunter zerstören sie auch Gegenstände oder können bei Angst aggressiv reagieren. All das sollten Sie bedenken, bevor Sie sich Kaninchen & Hasen kaufen.

Von der gemeinsamen Haltung mit Hunden und Katzen ist abzuraten, denn diese könnten das Kaninchen als Beute ansehen. Mit Meerschweinchen vertragen sich Kaninchen in der Regel sehr gut. Allerdings sollten die Nager nur beim Auslauf aufeinandertreffen und ansonsten ihr jeweils eigenes Gehege bewohnen.