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Mäuse kaufen: Tipps für eine artgerechte Haltung

Mäuse zählen neben Hamstern zwar zu den kleinsten Haustierarten, dennoch stellen sie hohe Ansprüche an den Halter. Wenn Sie sich Mäuse kaufen möchten, erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie die Behausung der kleinen Nager beschaffen sein muss und welche Hinweise Sie bezüglich der Ernährung Ihrer Mäuse berücksichtigen sollten.

Überblick über die verschiedenen Mäusearten

Mäuse, die heute als Haustiere gehalten werden, stammen von der gewöhnlichen Hausmaus ab. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Kulturfolger, das heißt, die Mäuse leben seit Jahrtausenden überall dort, wo auch der Mensch ansässig ist. Während die Maus in ihrer Wildform vornehmlich grau ist, weisen Farbmäuse ein breites Spektrum an Farbvariationen auf – von Weiß über Beige und Braun bis hin zu Schwarz. Gleiches gilt für Rennmäuse, von denen die mongolische Rennmaus am beliebtesten ist. Sie stammt ursprünglich aus den Steppengebieten Afrikas und Asiens und hat ein auffälliges Merkmal: Bei ihr ist auch der Schwanz mit Fell überzogen. Etwas unbekannter ist die Stachelmaus, und das aus gutem Grund: Sie eignet sich nur sehr bedingt als Haustier, da sie nicht handzahm wird und mitunter aggressives Verhalten zeigen kann.

Mäuse kaufen: allgemeine Informationen

Mäuse sind ohne Schwanz durchschnittlich sieben bis elf Zentimeter lang. Ihr Gewicht liegt bei zwölf bis 28 Gramm. Lediglich Farbmäuse sind mit 45 bis 60 Gramm deutlich schwerer. Leider sind Mäuse sehr kurzlebige Tiere: Ihre Lebenserwartung liegt bei zwei bis drei Jahren.

Wenn Sie sich Mäuse kaufen möchten, bedenken Sie, dass sich die Nager sehr schnell fortpflanzen. So kann eine einzelne Maus in ihrem Leben bis zu 100 Junge zur Welt bringen. Die Tragzeit beträgt lediglich 21 bis 23 Tage. Setzen Sie also nur gleichgeschlechtliche Tiere in ein Gehege – mindestens zwei, besser jedoch vier, damit sich eine Rangordnung bilden kann. Wenn Sie Weibchen mit Männchen vergesellschaften, lassen Sie die Männchen vorher kastrieren.

Das Gehege

Als Mäusegehege eignet sich entweder ein geräumiger, mehrstöckiger Käfig, ein Terrarium oder ein Aquarium. Sie können die Behausung Ihrer Mäuse im Zoofachhandel oder auch beispielsweise auf kalaydo.de kaufen oder – mit etwas handwerklichem Geschick – ganz einfach selber bauen. Achten Sie dabei jedoch auf ein enges Maschenwerk der Gitter, denn Mäuse quetschen sich durch nahezu jedes Loch hindurch. Richten Sie das Zuhause Ihrer Mäuse so abwechslungsreich wie möglich ein, also beispielsweise mit mehreren Ebenen, Seilen, Leitern Röhren und Plattformen. Mäuse klettern für ihr Leben gern – geben Sie ihnen die Möglichkeit, diesem Drang auch tatsächlich nachzugeben. Zu den weiteren unverzichtbaren Einrichtungsgegenständen im Mäusekäfig zählen: Futternäpfe, eine Trinkflasche und ein Schlafhäuschen. Legen Sie zusätzlich Papiertaschentücher und Heu in den Käfig, damit die Nager sich ihr Häuschen gemütlich einrichten können.

Da Mäuse einen starken Bewegungsdrang haben, lohnt sich auch die Investition in ein gutes Laufrad. Bevorzugen Sie jedoch Modelle aus Holz und mit ausreichend breiten Speichen. Leider gibt es im Fachhandel nach wie vor Laufräder mit gefährlichem Schereneffekt. Diese stellen ein erhebliches Risiko dar und haben daher im Mäusekäfig nichts zu suchen.

Auch dann, wenn Sie Ihren Mäusen ein großes Gehege zur Verfügung stellen, brauchen die kleinen Nager einmal in der Woche Auslauf. Lassen Sie das Tier jedoch niemals unbeaufsichtigt und beseitigen Sie eventuelle Gefahrenquellen. Fenster, Türen und Schranktüren sind geschlossen zu halten. Achten Sie außerdem darauf, dass die Mäuse keinen Zugang zu Kabeln und giftigen Pflanzen haben.

Der optimale Standort für die Mäuse-Behausung

Auch an den Standort für das Mäusegehege werden hohe Anforderungen gestellt. So vertragen die kleinen Gesellen keine Zugluft, keine Vibrationen und keine Temperaturumschwünge. Auch laute Geräusche und intensive Gerüche sollten von den Nagern ferngehalten werden. Stellen Sie den Mäusekäfig also in einen ruhigen Raum mit gleichbleibender Temperatur (22 bis 24 Grad Celsius). Wenn Sie den Raum lüften, schützen Sie den Käfig mit einer Wolldecke. Direkt auf den Boden sollten Sie den Mäusekäfig ebenfalls nicht stellen, denn Mäuse nehmen bereits kleinste Vibrationen wahr. Im Idealfall beträgt der Abstand zum Boden mindestens 30 Zentimeter.

Außerdem gilt: Der Mäusekäfig hat im Kinderzimmer nichts zu suchen. Hier sind die Tiere nicht nur großem Lärm ausgesetzt, sie würden auch das Kind stören, da sie nachtaktiv sind. Nicht zuletzt kann Mäusestreu die Entstehung von Allergien begünstigen.

Die richtige Einstreu

Mäuse bauen sehr gerne Tunnel und Gänge. Die Einstreu im Mäusegehege sollte daher mindestens zehn Zentimeter dick sein. Geeignet ist beispielsweise Rindenmulch oder Hanfstreu, welches mit Stroh, Heu und Kleintierstreu gemischt wurde. Auch Kleintierstreu sollte stets mit anderen Einstreuarten vermischt werden, damit die Maus stabile Gänge bauen kann.

Mäuse kaufen: vorher über die Ernährung informieren

Wenn Sie sich Mäuse kaufen möchten, machen Sie sich vorher mit den besonderen Ernährungsbedürfnissen der Nager vertraut. Im Zoofachhandel wird Körnerfutter speziell für Mäuse angeboten. Dies allein genügt jedoch nicht. Stattdessen müssen Sie den Speiseplan Ihrer Mäuse um frisches Obst und Gemüse ergänzen. Äpfel, Birnen und Trauben sind dazu ebenso geeignet wie Karotten. Außerdem ernähren sich die Nager gerne von frischem Klee, Salat und Löwenzahn. Einmal pro Woche können Sie den Tieren mit einer kleinen Portion Quark oder mit einem gekochten Ei eine Freude bereiten. Auf diese Weise wird zugleich der Eiweißbedarf der Mäuse gedeckt.

Pflege und Gesundheit von Mäusen

Wenn Sie Ihre Mäuse sorgfältig beobachten, können Sie Krankheiten rechtzeitig erkennen und behandeln lassen. Leider haben Mäuse ein erhöhtes Risiko für Viruserkrankungen wie zum Beispiel für Pneumonie (Lungenentzündung). Die Pneumonie geht mit eitrigem Nasenausfluss, Augenentzündungen und Husten einher. Wird sie nicht behandelt, kann sie innerhalb von sechs bis 14 Tagen tödlich enden. Für Viruserkrankungen bei Mäusen gibt es keine Medikamente. Betroffene Tiere müssen daher unbedingt von den anderen getrennt werden. Bakterielle Infektionen kommen ebenfalls gehäuft vor. Besonders gefürchtet ist die Tyzzer's disease, für die es bisher keine Behandlungsmöglichkeit gibt. Die Tiere leiden unter blutigem Durchfall, verweigern das Futter und werden apathisch. Meist versterben sie innerhalb von zwei Tagen. Als Ursachen kommen Stress, Mangelernährung und eine mangelhafte Hygiene in Betracht.

Um das Risiko für Erkrankungen und Parasiten zu reduzieren, sollten Sie großen Wert auf ein sauberes Gehege legen. Allerdings gilt: Der Mäusekäfig wird nie komplett gereinigt, denn dabei würden sämtliche Gerüche verloren gehen. Die Tiere fühlen sich dann nicht mehr wohl. Säubern Sie daher stets nur verschmutzte Ecken oder einzelne Ebenen, niemals jedoch den gesamten Käfig auf einmal.