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Ratten: clevere Gesellen mit hohem Unterhaltungswert

Die Zeiten, in denen Ratten als Schädlinge galten, sind inzwischen längst vorbei. Stattdessen haben sich die kleinen Nager zu beliebten Haustieren entwickelt. Sie begeistern dabei nicht nur durch ein sehr lebhaftes Wesen, sondern auch durch ein hohes Maß an Intelligenz. Wenn auch Sie sich Ratten kaufen möchten, erfahren Sie in diesem Ratgeber, worauf es bei der Haltung und Pflege der Nager konkret ankommt.

Die Geschichte der Ratte als Haustier

Biologisch gesehen handelt es sich bei den Ratten, die heute als Haustiere gehalten werden, um gezähmte Nachfahren der Wanderratte. Die Wanderratte suchte schon immer die Nähe des Menschen, weil sie sich von dessen Abfällen ernährte. Im 19. Jahrhundert wurde die Ratte dann zunehmend als Versuchstier verwendet. In der Mitte des 20. Jahrhunderts trat sie schließlich ihren Siegeszug als Haustier an. Besonders bei Jugendlichen sowie bei Mitgliedern der Punkszene erfreut sie sich seither großer Beliebtheit.

Typisches Erscheinungsbild

Die Länge von ausgewachsenen Ratten beträgt ohne Schwanz 22 bis 26 Zentimeter, ihr Gewicht liegt bei 200 bis 400 Gramm – Böcke können jedoch mitunter auch 500 Gramm schwer werden. Als Haustiere werden fast ausschließlich Farbratten gehalten, die sich durch ein breites Spektrum an Farbvarianten auszeichnen. Inzwischen gibt es auch außergewöhnliche Züchtungen wie etwa Ratten ohne Schwanz, Nacktratten oder Ratten mit besonders großen Ohren. Diese Züchtungen sind jedoch alles andere als artgerecht und daher sehr kritisch zu betrachten.

Ratten kaufen: was Sie vorher bedenken sollten

Wenn Sie sich Ratten kaufen möchten, sollten Sie vorher einige Überlegungen anstellen, um sicherzugehen, dass die Ratte als Haustier für Sie geeignet ist. So sind Ratten sehr gesellig und sollten daher mindestens zu zweit gehalten werden, noch besser zu dritt. Die Vergesellschaftung mit anderen Nagetieren ist hingegen nicht empfehlenswert, da Meerschweinchen, Kaninchen und Co. ganz andere Anforderungen an die Haltung stellen und zudem eine völlig andere "Sprache" sprechen. Bedenken Sie außerdem, dass Ratten einen starken Bewegungsdrang haben und daher viel Platz und Auslauf benötigen. Nicht zuletzt ist zu berücksichtigen, dass sich die Nager sehr schnell vermehren. Weibchen werden im Abstand von vier bis fünf Tagen für mehrere Stunden hitzig. Nach einer Trächtigkeit von 21 Tagen bringen sie acht bis 14 Junge zur Welt. Wenn Sie Ratten kaufen, achten Sie also unbedingt darauf, dass es sich um gleichgeschlechtliche Tiere handelt, um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden. Böcke sollten zudem nach vier bis fünf Wochen von der Mutter getrennt werden. Nach sechs Wochen können sie in gute Hände weitervermittelt werden.

Ratten kaufen: wo?

Wenn Sie Ratten kaufen möchten, können Sie dies beispielsweise im Zoofachhandel vor Ort tun. Noch besser ist es jedoch, Sie informieren sich im Tierheim, ob hier Ratten auf ein neues Zuhause warten. Durchforsten Sie außerdem die Kleinanzeigen – beispielsweise hier bei kalaydo.de – nach privaten Anbietern, die Ratten zu vermitteln haben.

Wesen und Charakter

Ratten sind dämmerungsaktiv, weshalb sie auch für berufstätige Menschen geeignet sind. Bevor Sie sich Ratten kaufen, überlegen Sie sich jedoch ernsthaft, ob Sie nach Ihrem Arbeitstag noch ausreichend Zeit und Energie haben, sich mit den kleinen Nagern zu beschäftigen und das Gehege zu pflegen. Die meisten Ratten werden nach einiger Zeit sehr zutraulich und handzahm. Ist das der Fall, bauen die Tierchen eine enge Bindung zu ihrem Halter auf und lassen sich gerne auf den Arm nehmen. Des Weiteren gilt: Ratten sind nicht nur sehr sozial, sondern auch hochintelligent. Mit etwas Geduld ist es sogar möglich, ihnen kleine Tricks beizubringen.

Das Gehege

Bevor Sie Ihre Ratten kaufen, muss das Gehege vollständig eingerichtet sein. Gestalten Sie das Heim Ihrer neuen Mitbewohner möglichst abwechslungsreich – beispielsweise mit Hängematten, Röhren, Ästen und allerlei Klettermöglichkeiten. Pro Ratte sollte zudem ein Schlafhäuschen vorhanden sein. Sie möchten Ihren Rattenkäfig gerne selber gestalten und wenn möglich sogar bauen? In unserem Ratgeber Rattenkäfig selber bauen zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Rattenkäfig aus einem Schrank herstellen können.

Wichtig: Lassen Sie die Ratten nach dem Einsetzen mindestens einen Tag lang in Ruhe, damit sie sich beruhigen und eingewöhnen können. Dann können Sie versuchen, die kleinen Gesellen mit Leckereien zu locken. Auch mit dem Auslauf sollten Sie warten, bis die Tiere ein wenig Vertrauen gefasst haben. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie bei der ersten sich bietenden Gelegenheit weglaufen und sich irgendwo verkriechen.

Gesundheit und Pflege

Die Pflege von Ratten gestaltet sich sehr einfach, denn die Tiere halten sich selbst sauber – es sei denn, sie sind sehr alt oder krank. Nur dann, wenn Bereiche des Fells stark verunreinigt oder verklebt sind, ist es ratsam, diese mit einem weichen Tuch und etwas warmem Wasser zu reinigen. Achten Sie zudem darauf, dass der Käfig stets sauber ist. So vermeiden Sie unangenehme Gerüche und sorgen dafür, dass die Ratten sich in ihrem Zuhause wohlfühlen. In regelmäßigen Abständen ist es empfehlenswert, die Tiere einem allgemeinen Gesundheitscheck zu unterziehen. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit die Krallen und kürzen Sie sie bei Bedarf mithilfe einer Krallenschere für Kleintiere. Mit etwas Übung geht diese Arbeit leicht von der Hand. Dennoch sollten Sie das Krallenschneiden im Zweifel von einem Tierarzt durchführen lassen, damit keine Blutgefäße verletzt werden. Der Tierarzt kann zugleich einen Blick auf die Zähne werfen, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist. Die Vorderzähne können Sie auch selbst in Augenschein nehmen, während die Ratte frisst. Die Kontrolle der Hinterzähne sollten Sie jedoch dem Tierarzt überlassen.

Kopfarbeit für die Ratte

Ratten sind ausgesprochen intelligent und lernfähig, und mit ein wenig Geduld ist es sogar möglich, ihnen kleine Kunststücke beizubringen. Fangen Sie mit dem Training jedoch erst dann an, wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrer Ratte aufgebaut haben. Außerdem ist es ratsam, stets nur mit einer Ratte zu üben – aber niemals länger als 20 Minuten am Stück. Als Belohnung dienen besondere Leckereien. Ein Kommando, das von den meisten Ratten sehr schnell erlernt wird, ist zum Beispiel "Steh!". Dazu halten Sie dem Tier ein Leckerli hin und ermuntern es, sich auf die Hinterbeine zu stellen. Sobald dies geschieht, sagen Sie "Steh!". Wiederholen Sie diese Übung mehrfach, bis die Ratte das Kommando verinnerlicht hat. Des Weiteren können Sie Ihrer Ratte beibringen, sich im Kreis zu drehen oder Ihnen kleine Gegenstände zu bringen. Auch ein Hindernisparcours ist eine tolle Möglichkeit, die Ratte sinnvoll zu beschäftigen.

Die artgerechte Ernährung von Ratten

Ratten sind Allesfresser (Omnivore), die in Heimtierhaltung jedoch hauptsächlich vegetarisch ernährt werden. In Zoofachgeschäften finden Sie Futtermischungen für Ratten, die alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe enthalten. Die meisten Tiere bevorzugen Körnermischungen. Hier besteht jedoch das Risiko, dass sich die Ratten die "Leckerbissen" heraussuchen und den Rest liegen lassen. Gepresste Pellets bieten im Gegensatz dazu den Vorteil, dass die Ratten sämtliche Inhaltsstoffe aufnehmen. Neben Trockenfutter aus dem Zoofachhandel sollte täglich Frischfutter in Form von Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Zwei- bis dreimal in der Woche dürfen Sie tierisches Eiweiß (Magerquark, Joghurt) zufüttern, und hin und wieder ist auch gegen ein gekochtes Ei (mit Schale) nichts einzuwenden. Zusätzlich können Sie den Speisezettel Ihrer Ratten mit Katzenleckerlis (ohne Taurin), Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und gekochtem Fisch (nicht häufiger als einmal pro Monat) ergänzen. Da Ratten bis zu zwölf Mal am Tag fressen, ist es jedoch ratsam, die tägliche Futterration auf kleine Portionen zu verteilen.

Ratten und Kinder

Ratten werden mitunter zwar sehr zahm, sie sind aber dennoch kein Kinderspielzeug. Zudem haben sie nicht immer Lust zu spielen und beißen auch mal zu, wenn sie sich bedrängt fühlen. Bedenken Sie außerdem, dass vor allem jüngere Kinder noch nicht über die nötige Feinmotorik verfügen. Lassen Sie Kinder und Ratten daher niemals unbeaufsichtigt. Kinder ab einem Alter von acht Jahren können bei der Versorgung der Tiere behilflich sein, und ab dem 12. Lebensjahr spricht nichts dagegen, wenn sie die Pflege zu einem großen Teil selbst übernehmen.