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Nutztiere – Tiere mit einem Plus

Nutztiere haben für ihre Eigentümer im Vergleich mit reinen Haustieren häufig einen ökonomischen Wert. Dabei sind die Grenzen zwischen Haustieren und Nutztieren innerhalb einer Art durchaus fließend. Vielfach etwa werden Kaninchen als Haustiere und Spielgefährten für die Kinder gehalten, unter Umständen werden sie aber auch als Schlachttiere vorgesehen. Pferde können als Nutztiere erworben oder als Sport- und Freizeittiere gehalten werden. Ähnliches gilt für viele an sich klassische Nutztierarten, die heute auch zunehmend als Hobby gehalten werden. Abgesehen von hauptberuflichen Landwirten halten auch viele Privatleute ein oder zwei Nutztiere, zum Beispiel werden Hühner wegen der Eier gehalten, Schafe wegen der Wolle und der Schafsmilch oder Ziegen wegen der Ziegenmilch. Regelmäßig ist der Aufwand, der für die Haltung eines Nutztieres notwendig ist, etwas größer als bei einem einfachen Haustier. Wer Nutztiere kaufen möchte, achtet häufig noch mehr als bei einem normalen Haustier auf dessen Herkunft und Gesundheit. Auch spielt die Fütterung gerade bei Nutztieren, die Nahrungsmittel für den Menschen erzeugen, eine immanent wichtige Rolle.

Die Nutztierhaltung – Grundsätzliches

Im Regelfall benötigen Nutztiere einen Stall, ein Freilaufgehege, in vielen Fällen Einstreu und eine artgerecht auf sie abgestimmte Ernährung. Die Größe des Stalls und Geheges – es kann sich dabei auch um eine Weidefläche handeln – hängt von der jeweiligen Tierart ab. Einige Tiere wie Schafe können während der Sommermonate grundsätzlich auf der Weide gehalten werden und benötigen nur in der Winterzeit einen entsprechenden Stall oder Unterstand. Insgesamt fordert die Nutztierhaltung also im wesentlich höheren Maße als die reine Haustierhaltung die Möglichkeit, über gesonderte Bauten und Weideflächen zu verfügen. Die Pflege von Nutztieren ist unterschiedlich aufwendig. Milchkühe etwa müssen regelmäßig gemolken werden. In jedem Fall müssen die Nutztiere je nach ihren Ernährungsbedürfnissen unter Umständen täglich gefüttert werden. Nutztierhaltung kann mit erheblichen Kosten und zeitlichem Aufwand verbunden sein.

Passt ein Nutztier zu mir und meiner Familie?

Nutztiere können meist nicht so intensiv in eine Familie integriert werden wie das bei Haustieren der Fall ist. Bei manchen Tierarten sind die Grenzen dabei allerdings sehr fließend. Das trifft etwa auf die Kaninchenhaltung zu. Auch wer ein einzelnes Schwein oder eine einzelne Ziege hält, erlebt oft, dass diese Tiere sehr anhänglich sind. In der Regel aber entwickelt die Familie keine so große Annäherung an typische Nutztiere. Für Kinder sind Nutztiere deshalb häufig eher aufgrund ihrer Verhaltensweisen und der Tatsache interessant, dass sie den Menschen und seiner Ernährung dienen. Kinder lernen zum Beispiel anhand der Hühner die Herkunft der Eier kennen, beschäftigen sich mit ihnen und holen zusammen mit der Mutter die Eier aus dem Hühnerstall. Die meisten Nutztiere sind Säugetiere. Man kann aber auch durchaus Bienen als Nutztiere bezeichnen. Die Bienenhaltung ist ebenfalls eine sehr interessante Materie für Kinder und Jugendliche. Mit Nutztieren lernen Kinder viel über ihren eigenen Platz in der Umwelt. Auch ist es wichtig zu erkennen, dass das Fleisch im Supermarkt von lebenden Tieren stammt. Das fördert die Achtung und den Respekt vor jedem Tier.

Nicht zu unterschätzen ist der finanzielle und zeitmäßige Aufwand für die Pflege eines Nutztiers. Wer Nutztiere kaufen möchte, sollte alle Aspekte der Haltung und Pflege im Vorhinein genau berechnen. Im Folgenden wird eine Auswahl an Nutztierarten mit ihren Ansprüchen an Haltung und Pflege etwas genauer vorgestellt, damit man sich eine Vorstellung über diese Anforderungen machen kann.

Einige interessante Nutztierarten

Hühner

Hühner gehören zu den beliebtesten Hausnutztieren. Vergleicht man ihre Ansprüche an Haltung und Pflege mit anderen Nutztieren, so sind Hühner vergleichsweise bescheiden. Deshalb betreiben viele Menschen die Hühnerhaltung auch als ein nützliches Hobby. Es gibt sehr unterschiedliche Hühnerrassen. Das betrifft vor allem ihre Größe. Was das Platzangebot angeht, sollte pro Huhn einer großen Hühnerrasse etwa 10 m² Auslauf zur Verfügung stehen. Kleinere Hühnerrassen benötigen etwa ein Drittel weniger Platz. Was den Stall angeht, sollten nicht mehr als fünf Hühner auf 1 m² Grundfläche kommen. Wer diese Nutztiere kaufen will, hat allein in Europa die Wahl unter 180 Hühnerrassen. Für die Hobbyhaltung im eigenen Garten kommen dabei vorwiegend robustere Hühnerrassen und Zwerghühner in Betracht. Beliebt unter den Zwerghühnern ist zum Beispiel das holländische Zwerghuhn, von dem tatsächlich keine Großrasse existiert.

Der Speiseplan für Hühner sollte abwechslungsreich sein. Er kann aus Samenkörnern, Gräsern, Beeren, Würmern, Käfern und im begrenzten Umfang sogar aus Essensresten bestehen. Außerdem benötigen Hühner einen ständigen Zugang zu frischem Wasser. Wer auf möglichst viele Hühnereier Wert legt, sollte eine Rasse kaufen, die eine entsprechende Legeleistung hat. Hühner unterscheiden sich in der Legeleistung sehr. So unterschiedlich wie die Hühner sind auch Farbe sowie Größe der Eier. Hühnergehege und Ställe müssen vor ihren natürlichen Fressfeinden wie etwa Füchsen, Mardern und anderen Raubtieren geschützt sein. Übrigens legen Hühner auch ohne die Anwesenheit eines Hahnes Eier. Jedoch tut die Anwesenheit eines Hahns in einer Hühnergruppe dem sozialen Gefüge gut, setzt einen farbenprächtigen Kontrapunkt und lässt Nachwuchs gedeihen. Problematisch kann allerdings in geschlossenen Ortschaften mit einer Hobbyhaltung von Hühnern die Tatsache sein, dass der Hahn mit seinem Krähen die Nachbarn stört. Hähne haben schon zu einigen Nachbarstreitigkeiten geführt.

Schafe

Wer daran denkt, Nutztiere zu kaufen, dem kommen häufig auch Schafe in den Sinn. Sechs bis acht Schafe brauchen etwa 1 ha Weideland. Dazu sollte ein wetterfester Unterstand gebaut werden. Dann können die Schafe selbst entscheiden, wann sie den geschützten Unterstand aufsuchen. Schafe sind Paarhufer. Ihre Klauen müssen regelmäßig untersucht und gepflegt werden. Die Weideflächen von Schafen sollten in verschiedene Parzellen unterteilt werden, damit sich eine Fläche jeweils wieder von der Beweidung erholen kann, während die andere von den Schafen genutzt wird. Schafe benötigen etwa zwischen 1-3 kg Trockenmasse pro Tag als Futter. Ihre Haupternährungsquelle ist dabei frisches Gras. Wer Schafe kaufen möchte, sollte sich jedoch auch einer festen Bezugsquelle für Heu versichern. Jungtiere, trächtige Schafe und Lämmer erhalten zusätzlich Kraftfutter. Schafe dienen seit alters her als Milch-, Woll- und Fleischlieferanten. Viele Menschen halten sich Schafe heute aber auch aus Spaß an der Sache und beuten sie nicht als Nutztiere aus. Gleich, ob man Schafe als Nutztiere kaufen möchte oder sich einfach an den Tieren auf der Weide erfreuen will, müssen in Deutschland gehaltene Schafe in der HIT-Datenbank angemeldet werden. Sie erhalten entsprechende Ohrmarken von ihrem Züchter. Weiterhin sind die Schafe bei der örtlich zuständigen Seuchenstelle anzumelden. Schafshalter sollten auch an eine ausreichend hohe private Haftpflichtversicherung denken. In manchen Fällen kommt eine gesonderte Tierhaftpflichtversicherung im Betracht, deren Abschluss aber in Deutschland nicht zwingend vorgesehen ist. Viele halten sich Schafe auch als natürliche Gärtner, die den Bewuchs auf Landflächen niedrig halten. Bei der Auswahl der Rasse sollte man sich durchaus an den Gegebenheiten in der Region orientieren. Man hat dann meistens einen Anhaltspunkt dafür, welche Rasse für welche Regionen besonders geeignet ist. In einer Schafherde sollten immer nur Tiere einer Schafsrasse gehalten werden. Bekannte Rassen bei den Schafen sind das Merino Schaf, ein besonders weißes und großes Woll-Schaf sowie das ostfriesische Milchschaf, ein kleineres, ebenfalls sehr robustes Schaf. Ebenfalls sehr robust und für die Landschaftspflege besonders geeignet ist das Bentheimer Landschaf.

Schweine

Wer Nutztiere kaufen möchte und dabei an ein Schwein denkt, stellt sich natürlich nicht die Massentierhaltung des typischen großen Schweinestalls in der professionellen Landwirtschaft vor. Vielmehr möchte er ein bis zwei Schweine artgerecht in Familiennähe halten. Ein Schwein benötigt etwa 500-900 m² Auslauffläche. Dabei sollte es sich um Weidefläche handeln, und das geliebte Schlamm-Suhle-Bad nicht fehlen. Eine Hütte oder ein geschützter Stall bieten den Schweinen Schutz vor zu viel Sonne, vor Dauerregen und Kälte im Winter. Ein Schwein kann bis zu 18 kg an Futtermasse pro Tag zu sich nehmen. Der Ernährungsplan für Schweine sollte sehr variabel sein: Sie fressen Gras, Gemüse, manche Speisereste und vieles mehr. Unter den Schweinerassen bestehen große Unterschiede in der Größe und Robustheit. Häufig sind sogenannte alte Rassen wie das Bentheimer Schwein besonders robust. In der Schweinehaltung ist besonders auf Hygiene zu achten.

Schweine haben besondere Kotstellen, die sauber gehalten werden müssen. Die Kotstellen sollten auch nicht in der Nähe der typischen Liege- und Ruheplätze der Tiere sein. Wer sich ein Schwein in einer Mischung aus Haus- und Nutztier halten möchte, sollte bedenken, dass Schweine sehr langlebige Tiere sind. Sie erreichen ohne Probleme ein Lebensalter von bis zu zwölf Jahren. Schweine lieben die Gruppenhaltung. Es sollte daher in jedem Fall mehr als ein Schwein angeschafft werden, wenn man diese Nutztiere kaufen möchte. Schweine sind sehr intelligente und umtriebige Tiere. Beschäftigung ist daher für sie wichtig. Das Gelände für ihre Haltung sollte viel Abwechslung bieten, so dass keine Langeweile innerhalb der Schweinegruppe aufkommen kann.

Nutztierhaltung ist ein besonderes Hobby

Wer damit liebäugelt, sich Nutztiere zu kaufen, sollte sorgfältig seine Möglichkeiten an Platz und freier Zeit prüfen. Nutztiere machen etwas mehr Arbeit als Haustiere, können krank werden, müssen regelmäßig gefüttert und gepflegt werden. Sie haben alle typischen Ansprüche, die lebendige Wesen an ihren Pfleger haben können. Deshalb sollte ihre Anschaffung wohl überlegt sein.