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Nutzvögel artgerecht halten

Immer mehr Menschen, die ihre Familie um ein Haustier erweitern wollen, interessieren sich auch für Vögel. Wer Geflügel kaufen möchte, sollte jedoch bei der Haltung einige Punkte beachten. Nachfolgend erfahren Sie alles, was Sie über die Lebensweise dieser Tiere wissen sollten.

Passen diese Tiere zu mir und meiner Familie?

Unter Geflügel versteht man im Allgemeinen Hühner-, Gänse- und Taubenvögel. Diese Nutzvögel werden oftmals als die am einfachsten zu haltenden Haustiere bezeichnet. Dabei zeichnet sie vor allem ein enormer Rededrang aus, der sie zu perfekten Gesprächspartnern macht. Obwohl diese Vögel stets mit einer lebensfrohen Art begeistern, sind sie nicht für jeden Haushalt geeignet. Aus diesem Grund sollten Sie stets eine Geflügelart wählen, die optimal zu Ihrer Persönlichkeit und Ihrem derzeitigen Leben passt.

Insbesondere große Arten sind bei vielen Menschen beliebt. Diese anmutigen Tiere zeichnen sich vor allem durch ihre kräftige Stimme und ihr buntes Gefieder aus. Aufgrund ihrer Körpergröße erfordern sie jedoch viel Platz und möchten ihr Leben nicht ausschließlich im Käfig verbringen. Neben einem Gehege benötigen die meisten Vogelarten deswegen eine Gelegenheit, um sich frei bewegen zu können und sind nicht für kleine oder mittlere Wohnungen geeignet.

Vögel möchten sich jedoch unabhängig von ihrer Größe stets mitteilen. Die kleineren Vogelarten verfügen dabei sogar häufig über einen deutlich stärkeren Rededrang. Dennoch erreichen sie eine wesentlich geringere Lautstärke. Dieses Kriterium sollte vor der Anschaffung stets beachtet werden, denn ohne soziale Interaktionen vereinsamen diese Tiere sehr schnell und werden dadurch sogar krank.

Schließlich verfügt jede Vogelart über ihre eigenen Besonderheiten. Während einige Vögel sehr ruhige und anspruchslose Zeitgenossen sind, können andere eigensinnig und laut sein. Dabei sind sämtliche Vogelarten sehr intelligent und möchten fortwährend gefordert werden. Sie lernen sehr gern und fordern die Aufmerksamkeit ihrer Halter ein. Erhalten sie diese nicht, zerstören sie nicht nur die Einrichtung ihres Käfigs, sondern verletzen sich auch selbst. Dadurch sind diese Tiere grundsätzlich nur für Menschen geeignet, die sich intensiv mit ihnen beschäftigen wollen.

Wie sind das Wesen und der Charakter von Geflügel?

Zu den in Deutschland am häufigsten gehaltenen Geflügelarten zählen Hühner, Enten, Puten und Gänse. Sämtliche dieser Arten werden jedoch ebenfalls in unterschiedliche Rassen unterteilt. Dabei zeichnet sich jede Rasse durch eigene Charakter- und Wesenszüge aus. Sämtliche Geflügelarten sind jedoch sehr intelligent und benötigen eine umfassende soziale Betreuung. Aus diesem Grund können diese Tiere grundsätzlich nicht allein gehalten werden.

Hühner zeichnen sich stets durch ein friedliches Wesen aus. Diese Tiere sind sehr gesprächig und führen ununterbrochen Unterhaltungen mit ihren Artgenossen sowie Haltern. Dabei sind die meisten Hühnerrassen auch Fremden gegenüber aufgeschlossen und zeigen keine Scheu. Darüber hinaus sind die meisten Rassen sehr lebhaft und erkunden das Gehege ausgiebig. Die Leistungsfähigkeit der Hühner variiert zwischen 100 und 300 Eiern pro Jahr. Diese ist ebenso wie der Bruttrieb der Tiere sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während einige Tiere sich liebevoll um jedes Ei kümmern, wurden andere dahingehend gezüchtet, dass sie bereits gelegte Eier stark vernachlässigen. Die meisten Hühner verfügen über einen starken Appetit und sind fortwährend mit der Futtersuche beschäftigt.

Enten sind im Gegensatz zu Hühnern häufig sehr scheu und schließen sich im Gehege zu Gruppen zusammen. Dabei unternehmen diese Tiere viel mit ihren Artgenossen. Weiterhin sind Hausenten sehr ruhig und beschränken sich auf wenige Laute mit klarer Bedeutung. Sie machen sich meist erst dann bemerkbar, wenn Sie nach der nächsten Mahlzeit rufen oder ihren Unmut zum Ausdruck bringen wollen. Dennoch sind viele Rassen sehr auf den Menschen bezogen und begrüßen diesen im Gehege, wenn er sich häufig mit ihnen beschäftigt.

Gänse entwickeln eine tiefe Bindung zum Menschen, wenn sie positive Erfahrungen mit diesem sammeln. Die vorerst sehr scheuen und zurückhaltenden Tiere schließen Menschen und andere Tiere sehr schnell in ihr Herz. Bereits nach wenigen Tagen lassen sie sich in der Regel vom Menschen streicheln und umarmen. Hat die Gans bereits eine tiefe Bindung zu ihrem Halter aufgebaut, lässt sie sich ebenfalls von ihren Eiern oder Jungtieren wegtragen und zum Essen oder Trinken bewegen. Darüber hinaus beginnen sie häufig begeisterte Gespräche und reagieren fassungslos, wenn sie keine Antwort von ihrem Halter erhalten. Danach wiederholen sie die gleichen Töne fortwährend und immer lauter werdend, bis sie eine Antwort erhalten.

Wie sehen die unterschiedlichen Arten aus?

Sämtliche Geflügelarten gehören zur Spezies der Vögel und zeichnen sich daher durch einen ähnlichen Körperbau aus. Dennoch gibt es kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Arten und Rassen. Während Hühner mit 300 bis 1.500 Gramm zu den kleinsten Geflügelarten gehören, sind Enten mit einem Körpergewicht von einem bis vier Kilogramm bereits deutlich schwerer. Puten und Gänse hingegen erreichen in der Regel ein Gewicht von über zehn Kilogramm.

Sämtliche Nutzvögel verfügen über zwei Beine, an denen sich mit Schwimmhäuten besetzte Füße befinden. Der gesamte Körper ist stets von einer dicken Schicht aus Federn überzogen. Sie besitzen zwei kräftige Flügel sowie meist einen sehr langen Hals. Neben zwei Augen und dem charakteristischen Schnabel besitzen einige Arten weitere individuelle Körpereigenschaften.

Hühner zeichnen sich durch einen deutlichen Kinn- oder Kehllappen unter dem Schnabel aus. Darüber hinaus verfügen sie über sogenannte Ohrscheiben, die den Gehörgang schützen sollen. Diese sind meist in weißer, roter oder blauer Farbe gestaltet. Weiterhin besitzen Hühner ein farbenfrohes Federkleid. In Abhängigkeit von der Rasse kann dieses entweder Braun, Weiß, Schwarz, Grau, Blau, Gelb oder Rot sein. Einige Rassen verfügen sogar über mehrfarbige Federn mit einzigartigen Musterungen.

Auch Enten gibt es in vielen unterschiedlichen Farbgebungen. Während die Männchen stets über ein grünes Gefieder am Kopf verfügen, können beide Geschlechter sogar Federn in einer dunkelblauen Farbe haben. Hauptsächlich sind die mehrfarbigen Federn jedoch in Braun, Weiß, Schwarz und Grau gestaltet. Gänse hingegen haben im ausgewachsenen Zustand ausschließlich weiße Federn.

Neben der typischen Gefiederzeichnung unterscheiden sich die jeweiligen Rassen ebenfalls hinsichtlich ihres Körperbaus. Einige Hühnerrassen wie der Deutsche Sperber zeichnen sich durch einen langen, breiten Rumpf und eine stark gewölbte Brust aus. Neben dem Winkel zwischen Rücken und Schwanzfedern zählt auch die Länge der Beine zu den wichtigsten rassespezifischen Merkmalen.

Besonderheiten der Haltung und Pflege

Bevor Sie Geflügel kaufen, sollten Sie sich stets über die Besonderheiten der Haltung dieser Tiere informieren. Sowohl Hühner als auch Enten und Puten legen unterschiedliche Anforderungen an eine artgerechte Haltung. Neben genügend Platz und einer gesunden Ernährung gilt dabei ebenfalls die Luftzufuhr zu beachten. Putenküken sind besonders anspruchsvoll. Sie benötigen ein spezielles Klima in einem Offenstall, um gesund aufzuwachsen. Darüber hinaus verlangen sie einen intensiven Kontakt mit ihren Artgenossen. Da Puten einen sehr großen Auslauf brauchen, werden sie meist in Gehegen gehalten, die mehrere tausend Quadratmeter groß sind.

Entscheidend bei der Haltung und Pflege von Puten ist auch, dass Küken immer im Alter von einer Woche nach Geschlechtern getrennt werden müssen. Diese Vorkehrung ist notwendig, weil sich Männchen und Weibchen in unterschiedlicher Geschwindigkeit entwickeln. Während weibliche Tiere bereits nach 16 Wochen ausgewachsen sind, dauert die Aufzucht von Putenmännchen oft mehr als 22 Wochen.

Hühner können auch in geschlossenen Ställen aufgezogen werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sie neben frischer Luft auch Tageslicht und gemäßigte Temperaturen voraussetzen. Aufgrund der niedrigen Haltungsanforderungen sind sie vor allem bei Anfängern sehr beliebt. Dennoch sollten vor allem unerfahrene Halter darauf achten, sich für eine robuste Hühnerrasse zu entscheiden. Eine weitere Besonderheit in der Haltung von Nutzvögeln besteht darin, dass sie trotz mangelnder Flugfähigkeit aufgrund ihrer Flügel sehr hoch springen können. Aus diesem Grund sollten Halter darauf achten, dass die Umzäunung bei offenen Gehegen hoch genug ist.

Welche Ausstattung wird für die Haltung von Geflügel benötigt?

Für die artgerechte Haltung von Nutzvögeln ist eine umfassende Ausstattung notwendig. Dabei stehen dem Halter jedoch zahlreiche kreative Gestaltungsmöglichkeiten offen. Hühner sind besonders bescheiden. Sie sind bereits mit einer Sitzstange, einem Legenest und einem Futter- und einem Wassertrog zufrieden. Das Legenest wird ausschließlich dann benötigt, wenn eine Nachzucht der Tiere vorgesehen ist.

Sämtliche Nutzvögel brauchen darüber hinaus einen Unterstand, der sie vor direkter Sonneneinstrahlung und Regen schützt. Die Gestaltung der Sitzstange spielt für sämtliche Nutzvögel eine sehr wichtige Rolle. Obwohl sich die meisten Tiere mit jedem beliebigen Design begnügen, sollten die Stangen stets auf der gleichen Höhe platziert sein. Auf diese Weise werden Rangordnungskämpfe unter den Vögeln weitestgehend unterbunden. Darüber hinaus müssen die Sitzstangen mindestens einen Meter über dem Boden sowie 35 bis 40 Zentimeter von einer Wand entfernt verschraubt sein.

Innerhalb des Geheges brauchen die Tiere möglichst viel Abwechslung. Daher werden mehrere Materialien für die Gestaltung des Fußbodens verwendet. In besonders großen Gehegen sollten genügend Möglichkeiten geschaffen werden, damit sich die Nutzvögel an heißen Tagen an einem schattigen Ort ausruhen können. Letztlich ist hochwertiger Einstreu für die Vögel unverzichtbar. Es wird verwendet, damit die Tiere auch innerhalb ihres Stalls sämtlichen natürlichen Verhaltensweisen nachgehen können. Darüber hinaus hält es die Fußballen trocken und verhindert dadurch Entzündungen.