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Heizstrahler und Wärmelampen: Tipps, damit Euer Baby nicht friert

Heizstrahler und Wärmelampen sind zwar nicht zwingend notwendig, jedoch insbesondere für Winterbabys empfehlenswert. Denn bisweilen können Kleinkinder äußerst empfindlich auf kühle Temperaturen reagieren, auch wenn es für das Einschalten der Heizung schon zu warm ist. Wir geben Euch wertvolle Hinweise und Tipps für die Auswahl.

Heizstrahler, Wärmelampen und Heizlüfter – wo liegt der Unterschied?

Heizstrahler

Bei einem Heizstrahler handelt es sich um ein elektrisch oder gasbetriebenes Gerät, welches sich in Innenräumen und im Außenbereich als zusätzliche Wärmequelle nutzen lässt.
Heizstrahler mit elektrischen Betrieb werden bevorzugt in Innenräumen verwendet, weil sie eine etwas geringere Leistung haben. Sie benötigen lediglich einen Stromanschluss und arbeiten überwiegend mit Halogen-Infrarotstrahlen. In Bad und Kinderzimmer sowie am Wickeltisch kommen die Elektrogeräte vor allem in der kalten Jahreszeit oder in der Übergangszeit zum Einsatz, wenn es eigentlich schon zu warm für die Heizung ist, aber die Temperaturen für das Kleinkind noch zu niedrig sein könnten. Die Strahler werden auch im Außenbereich, etwa auf der Terrasse, eingesetzt, um kleine Sitzgruppen zu erwärmen, wenn es abends doch zu kühl für den Aufenthalt im Freien sein könnte.
Gasstrahler werden mit Butan- oder Propangas betrieben, das an den meisten Tankstellen erhältlich ist. Sie haben einen etwas höheren Verbrauch und sind in der Anschaffung etwas teurer als ein Elektrogerät. Weil sie jedoch eine höhere Wärmeleistung liefern, werden sie bevorzugt für größere Außenflächen genutzt. Wer auf einen Strahler mit Gasbetrieb setzt, sollte natürlich stets im Blick haben, wie viel Gas bereits verbraucht wurde, um nicht überraschend im Kalten sitzen zu müssen. Gasbetriebene Geräte kosten nicht nur in der Anschaffung mehr, sondern sind auch weniger flexibel im Einsatz. Der Grund: Durch die benötigte Gasflasche sind die Strahler äußerst schwer.
In Bezug auf die Wärmeerzeugung gibt es bei verschiedenen Strahlern erhebliche Unterschiede. So gibt es Strahler, die zunächst ein sogenanntes Leitblech bestrahlen, durch das die Wärme zur Seite oder nach unten hin abgestrahlt wird. Dadurch ist zwar dafür gesorgt, dass die Umgebungsluft erwärmt wird, jedoch ist hierbei der Wärmeverlust relativ hoch.

Auch Modifikationen sollten an den Geräten nicht vorgenommen werden. Diese können zu Fehlfunktionen führen. Wer einen Gas-Strahler verwendet, sollte sich außerdem vergewissern, dass die Gasflasche stets zugedreht wird, wenn der Strahler nicht mehr genutzt wird. Vor allem der Edelstahl-Schirm kann während des Betriebes sehr heiß werden, sodass eine akute Brandgefahr besteht, wenn sich etwa Gardinen oder Sonnenschirme in der Nähe befinden. Der notwendige Mindestabstand wird von den Herstellern angegeben.

Wärmelampen

Wärmelampen sind vor allem zum Beheizen von kleinen Flächen geeignet und in der Regel kleiner als elektrische Heizstrahler. Bei den meisten Modellen wird von den Heizelementen Infrarot-Strahlung erzeugt, die ihre Wärmewirkung erst entfaltet, wenn sie auf einen Körper oder Gegenstand trifft. Ein weiterer Vorteil dieser Geräte besteht darin, dass sie kein Kohlendioxid ausstoßen. Dafür schlagen diese Geräte allerdings mit höheren Stromkosten zu Buche.

Infrarot-Strahler lassen sich in folgende Typen unterteilen:

  • Durch einen Halogen-Quarz-Strahler werden in erster Linie feste Körper durch kurz- und mittelwellige Infrarotstrahler erwärmt, die Umgebungsluft hingegen nicht.
  • Ein Quarzstrahler erzeugt mittel- bis langwellige Infrarotstrahlen, durch welche die oberste Hautschicht erwärmt wird.
  • Ein Metallrohr- oder Keramikstrahler erzeugt langwellige Strahlen, durch die überwiegend die Umgebungsluft erwärmt wird.
  • Ein Carbon-Strahler sorgt – ebenso wie ein Quarz-Strahler – durch mittelwellige Infrarotstrahlen für Wärme.

Heizlüfter

Heizlüfter funktionieren quasi genau gegenteilig wie Wärmelampen. Sie erwärmen die Luft, welche daraufhin die Umgebung erwärmt. Dadurch entsteht sowohl ein rauschendes Dauergeräusch, als auch ein Luftzug. Da jegliche Zugluft bei Babys vermieden werden sollte, sind sie für Wickeltische eher ungeeignet. Zudem dauert es länger, bis die Wärme spürbar wird.

Diese Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Typen

Gasstrahler können unabhängig vom Stromnetz betrieben werden und erbringen eine hohe Wärmeleistung. Allerdings ist auch der Wärmeverlust vergleichsweise groß, die Geräte sind äußerst schwer und durch den Betrieb wird die Umwelt nicht unerheblich belastet. Bei den leichten und flexibel einsetzbaren Infrarot-Strahlern ist der Wärmeverlust – ebenso wie die Umweltbelastung – deutlich geringer. Jedoch sind diese Geräte abhängig von einem Stromanschluss und ihre Heizleistung ist niedriger. Heizlüfter brauchen eine gewisse Vorlaufzeit, um eine angenehme Temperatur zu erreichen und steigern somit die Stromkosten. Ist es dann erstmal warm, wird der ganze Raum geheizt. Als Zusatz zur normalen Heizung sind sie daher geeignet, für den Wickeltisch jedoch eher unpassend.

Heizstrahler mit Standfuß können flexibel in Bad und Kinderzimmer eingesetzt werden. Bildquelle: © Userbild | kalaydo.de

Welcher Strahler am Wickeltisch?

Während des Wickelns kühlen Kleinkinder sehr schnell aus. Das sorgt für Erschrecken bei den Babys, woraufhin sie ihre Blase oft schlagartig entleeren. Weil das Kleinkind die Kälte als unangenehm empfindet, fängt es nicht selten an zu quengeln oder laut zu schreien. Deshalb verwenden Eltern gerne einen Heizstrahler, um das Baby während des Wickelns warm zu halten. Für diesen Zweck ist eines der kleinen Modelle mit einer Leistung von circa 700 Watt völlig ausreichend. Sowohl Geräte, welche an der Wand befestigt werden, als auch freistehende Strahler sind problemlos verwendbar. Es gibt auch Heizstrahler, welche eine Kombination beider darstellen. Empfehlenswert ist es darauf zu achten, dass das Gerät über einen Überhitzungsschutz verfügt und sich bei zu hoher Temperatur von selbst ausschaltet. Eine ähnliche Funktion üben Geräte aus, die sich nach einer vorgegebenen Zeit sowieso von alleine ausschalten. Stehende Modelle sollten außerdem über einen Kippschutz verfügen, durch welchen sich das Gerät beim Umfallen automatisch abschaltet. Wichtig ist zudem, dass sich alle Kabel außerhalb der Reichweite des Kindes befinden. Befestigt diese am besten mit Klemmen. Um den Energieverlust gering zu halten, ist es praktisch ein Modell mit neigbaren Heizkopf zu erwerben. Strahler, die an der Wand befestigt werden, sollten einen Abstand von 1 m zur Wickelkommode einhalten. Zur Decke sollten mindestens 35-60 cm, zu Seitenwänden mindestens 20-30 cm und zu brennbaren Gegenständen mindestens 65 cm Freiraum gelassen werden. Genaue Angaben variieren jedoch von Modell zu Modell, weshalb Ihr die Betriebsanleitung unbedingt sorgfältig durchlesen solltet. Der Vorteil von Standstrahlern liegt darin, dass keine Löcher in die Wand gebohrt werden müssen und sie sich auch für andere Räume nutzen lassen, wie beispielsweise fürs Badezimmer.
Bis zu welchem Alter der Heizstrahler benutzt werden sollte, lässt sich nicht pauschal sagen. Jedes Kind hat andere Vorlieben und der Strahler kann dementsprechend früher oder später weggelassen werden. Zudem hängt die Verwendung stark von der Jahreszeit ab. Habt Ihr ein Sommerbaby, werdet Ihr den Strahler wahrscheinlich weniger nutzen müssen, als bei einem Winterbaby. Vor allem im Winter kann es im Schlaf- und Kinderzimmer generell kühler sein, da durch das regelmäßige Lüften kältere Luft hineingelangt.
Tipp: Das Wickeln könnt Ihr für Euer Kleinkind zusätzlich schöner gestalten, indem Ihr Mobiles – bewegliche Kunstwerke zum Selbermachen über der Wickelkommode befestigt.

Wärmelampen und elektrische Heizstrahler sind die beste Option für den Wickeltisch. Bildquelle: © Userbild | kalaydo.de

Heizstrahler im Außenbereich

Die Strahler sind nicht nur in Innenräumen gefragt, sondern auch im Außenbereich – hier kommen jedoch in erster Linie gasbetriebene Modelle zum Einsatz. Diese Variante schätzen übrigens nicht nur junge Eltern, können Gartenfreunde dank der Geräte doch im Frühling und im Herbst auch an kälteren Tagen noch draußen sitzen und die letzten Sonnenstrahlen genießen. Eltern können, wenn sie mit ihren Freunden nachmittags oder in den frühen Abendstunden draußen feiern möchten, den Kinderwagen oder ein Bettchen in der Nähe der Wärmequellen aufstellen, haben Ihr Kind jederzeit im Blick und können sicher sein, dass es sich aufgrund der kälteren Witterung keine Erkältung holt.
Die erste Frage vor dem Kauf sollte lauten, ob für den eigenen Bedarf ein elektrischer oder ein gasbetriebener Heizstrahler die bessere Alternative darstellt. Soll eine Sitzgruppe im Garten oder eine Terrasse ohne Überdachung beheizt werden, ist ein Gas-Strahler meist die bessere Alternative. Diese Geräte können nahezu beliebig aufgestellt werden, sofern ausreichend Platz nach oben und zur Seite hin vorhanden ist. Beispielsweise kann es bei überdachten Terrassen zu einem Hitzestau kommen. Ferner sind Gas-Strahler auch unempfindlich gegenüber Wasser und Wind.
Die Heizleistung – die von den Herstellern in Watt angegeben wird – sollte sich an der zu beheizenden Fläche orientieren. Während für kleinere Sitzgruppen Geräte mit einer Leistung von bis zu 2.000 Watt völlig ausreichen, sind für größere Sitzgruppen leistungsstarke Strahler mit einer Leistung von bis zu 14.000 Watt erforderlich.

Mit einem gasbetriebenen Heizstrahler lässt es sich auch an kühlen Tagen noch im Garten aushalten. Bildquelle: © Harald_Landsrath | pixabay.com

Einen Heizstrahler kaufen – das ist zu beachten

Vor dem Kauf solltet Ihr Euch ausführlich darüber informieren, welche Produkte und Varianten aktuell erhältlich sind. Wichtige Informationen können dabei die Erfahrungen anderer Verbraucher liefern, die das entsprechende Gerät bereits erworben und ausführlich getestet haben. Je nachdem ob Ihr den Strahler mehr im Freien oder im Hausinneren benutzt, ist ein Gasstrahler bzw. Elektrostrahler sinnvoller. Natürlich sollten bezüglich der Energiequelle auch die Folgekosten für den Betrieb in Betracht gezogen werden. Für Kinderzimmer gilt: Überlegt Euch gut, ob Ihr lieber einen Strahler bzw. eine Heizlampe möchtet die fest an der Wand montiert ist, einen Strahler mit Standfuß oder ob Ihr eine Kombination der beiden Varianten vorzieht. Bei Verwendung im Badezimmer sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass das Modell über einen entsprechenden Spritzschutz verfügt.

Tipp: Schaut in unserem Ratgeber Checkliste: Baby-Erstausstattung vorbei.

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